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epa06886125 Supporters of former Prime Minister Nawaz Sharif, rally as Sharif is expected to return to the country, in Lahore, Pakistan, 13 July 2018. Pakistani authorities deployed some 10,000 policemen and blocked several roads in Lahore hours ahead of the return of the former prime minister to the country on 13 July. Nawaz Sharif, will arrive from London and is to be arrested after he was sentenced to 10 years in prison over charges of corruption. Sharif was disqualified in July 2017 by the Supreme Court when he was prime minister for not disclosing a salary he received from a company belonging to his son, an irregularity revealed during an investigation initiated following the Panama Papers leak.  EPA/RAHAT DAR

Ende Juli wählt Pakistan ein neues Parlament. Der Wahlkampf wurde heute von einem der schlimmsten Attentate dieses Jahres überschattet. Bild: EPA/EPA

Blutiger Wahlkampf in Pakistan: 128 Tote bei Anschlag auf Veranstaltung



Bei dem tödlichsten Anschlag in Pakistan seit Jahren sind in der Südprovinz Baluchistan nach offiziellen Angaben mindestens 128 Menschen getötet worden. Das sagte der Verwaltungschef der betroffenen Region der Agentur DPA am späten Freitagabend.

Zuvor war von 70 Todesopfern die Rede gewesen. Ausserdem seien mehr als 150 Menschen verletzt worden. Das Attentat in der Region Mastung hatte am Freitagnachmittag einer Zusammenkunft der Baluchistan Awami Partei gegolten. Auch der Kandidat der Partei für die Parlamentswahlen am 25. Juli sei unter den Todesopfern. Es ist der schwerste Anschlag in Pakistan innerhalb eines Jahres.

epa06886131 Supporters of former Prime Minister Nawaz Sharif, rally as Sharif is expected to return to the country, in Lahore, Pakistan, 13 July 2018. Pakistani authorities deployed some 10,000 policemen and blocked several roads in Lahore hours ahead of the return of the former prime minister to the country on 13 July. Nawaz Sharif, will arrive from London and is to be arrested after he was sentenced to 10 years in prison over charges of corruption. Sharif was disqualified in July 2017 by the Supreme Court when he was prime minister for not disclosing a salary he received from a company belonging to his son, an irregularity revealed during an investigation initiated following the Panama Papers leak.  EPA/RAHAT DAR

Der Wahlkampf in Pakistan verläuft blutig: Immer wieder werden Wahlveranstaltungen Ziel von Bombenanschlägen. Bild: EPA/EPA

Wer hinter der Tat steckte, blieb zunächst unklar. In der Region sind die Terrororganisationen «Islamischer Staat» («IS») und Lashkar-e Jangvi besonders aktiv.

Ex-Premier verhaftet

Sicherheitskräfte haben Pakistans Ex-Premier Nawaz Sharif nach seiner Rückkehr aus London am Flughafen der ostpakistanischen Grossstadt Lahore festgenommen. Auch seine Tochter und politische Erbin Maryam wurde inhaftiert.

Die Verhaftung bestätigte Nawazish Khan, der Sprecher der Nationalen Rechenschaftsbehörde, am Abend. Ein pakistanisches Gericht hatte Sharif vor einer Woche in Abwesenheit wegen Korruption zu zehn Jahren Haft verurteilt. Maryam Nawaz muss für sieben Jahre in Gefängnis. Sharif und Maryam Nawaz waren in London, wo Sharifs krebskranke Frau in Behandlung ist. (sda/dpa)

Schon am Morgen waren in der Stadt Bannu im Norden des Landes mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, als während der Rede des ehemaligen Ministerpräsidenten der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa, Akram Durrani, eine Bombe explodierte.

Wahlen am 25. Juli

Durrani, Kandidat der MMA, einer Allianz islamistischer Parteien, blieb unverletzt. Ein Arzt an der städtischen Klinik berichtete von etwa 30 Verletzten, von denen einige in kritischer Verfassung seien.

Es war bereits der dritte Anschlag auf Wahlkämpfer innerhalb weniger Tage. Erst am Dienstag hatte sich ein Attentäter der pakistanischen Taliban bei einer Veranstaltung in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar in die Luft gesprengt und mindestens 20 Menschen getötet.

Am 25. Juli wählen mehr als 100 Millionen wahlberechtigte Pakistaner eine neue Nationalversammlung sowie Provinzparlamente. Vorsorglich hatte die Wahlkommission das Militär gebeten, die Wahlen mit rund 370'000 Sicherheitskräften zu schützen.

Seit 2015 war die Zahl der Anschläge in Pakistan vor allem wegen massiver Militäroffensiven gegen einige der Islamisten-Gruppen stark zurückgegangen. (leo/sda/dpa)

Proteste in Islamabad: Pakistans Justizminister tritt zurück

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