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In this image made from video, New Zealand's Prime Minister Jacinda Ardern, center, hugs and consoles a woman as she visited Kilbirnie Mosque to lay flowers among tributes to Christchurch attack victims, in Wellington, Sunday, March 17, 2019. (TVNZ via AP)

Jacinda Ardern umarmt eine trauernde Frau am Sonntag in einer Moschee in Wellington. Bild: AP/TVNZ

Jacinda Ardern – 3 Gründe, warum ihre Reaktion auf das Attentat bemerkenswert ist



Bei einem Terroranschlag in Christchurch kamen vergangenen Freitag mindestens 50 Menschen ums Leben. Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern steht vor der grössten Herausforderung in ihrer eineinhalbjährigen Amtszeit. Der Schock in Neuseeland sitzt am Wochenende nach dem Attentat tief – dennoch erhält Ardern für ihre erste Reaktion viel Zuspruch.

Das sind die Gründe:

Opfer fühlen sich ernst genommen

Am Samstag reiste Ardern vom Regierungssitz in Wellington nach Christchurch, zum Ort des Terroranschlages. Ein Besuch, der wohl schwieriger nicht sein könnte. Die Regierungschefin traf sich im Canterbury Refugee Center mit Repräsentanten der muslimischen Gemeinschaft Neuseelands, welche den Verlust von 50 Menschenleben betrauerte.

Ardern verzichtete darauf, ihre Reisedaten im vornherein an die Medien weiterzugeben. Die Kamerateams begleiteten die Premierministerin erst, als sie im Canterbury Refugee Center ankam.

Die 38-Jährige nutzte den Auftritt nicht, um Parteipolitik zu machen, auch die Opposition war anwesend. Die Premierministerin hörte zu, umarmte die Betroffenen und fand die richtigen Worte.

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Ardern spricht zu den Angehörigen des Terror-Anschlags. Video: YouTube/One News New Zealand

Bei der muslimischen Gemeinschaft kam auch ihre Kleidung gut an: Ardern trug ein schwarzes Kopftuch. Dalia Mohamed, die um den Schwiegervater ihrer Tochter trauerte, der in der Al-Noor-Moschee ums Leben kam, sagte gegenüber Reuters: «Als die Premierministerin kam und ein Kopftuch trug, war das für uns sehr gross.»

Ein Foto, das durch das Fenster des Zentrums aufgenommen wurde, verteilt sich derzeit tausendfach im Internet. Es zeigt, wie die Premierministerin aufrichtig trauert und zuhört. Die muslimische Gemeinschaft fühlt sich vom Staatsoberhaupt ernst genommen.

Sie kündigt Massnahmen an – mit konkretem Fahrplan

Bereits wenige Stunden nach dem Attentat kündigte Ardern strengere Waffengesetze an. Die Neuerungen sollten «so schnell wie möglich» in Kraft treten, sagte die Premierministerin am Montagmorgen nach einer Krisensitzung des Kabinetts.

Ardern sagte in der Hauptstadt Wellington, das Kabinett sei sich «im Prinzip» über härtere Gesetze einig. Details sollen innerhalb der nächsten zehn Tage folgen.

Unterstützung erhält Ardern von Winston Peters vom populistischen Koalitionspartner NZF, der solche Pläne bislang abgelehnt hatte, sagte: «Unsere Welt hat sich für immer geändert. Deshalb werden sich auch unsere Gesetze ändern.» In dem Pazifikstaat darf man bislang nach einer Überprüfung schon mit 16 Jahren Waffen besitzen.

In this image made from video, Prime Minister Jacinda Ardern gives a press conference from Wellington, after the shootings at two mosques in Christchurch, New Zealand, Friday, March 15, 2019. Ardern said the values of her country would not be

Jacinda Ardern kündigt schärfere Waffengesetze an. Bild: AP/TVNZ

Der rechtsradikale Attentäter hatte bei seiner Festnahme nach dem Überfall auf die beiden Moscheen fünf Waffen und auch Sprengstoff bei sich. Er besitzt seit 2017 einen neuseeländischen Waffenschein. Der neuseeländische Online-Waffenhändler Gun City bestätigte, dass er sich mindestens vier Waffen sowie Munition übers Internet bestellt habe. Alles sei legal vonstatten gegangen.

Nun prüfe man etwa ein Verbot von semi-automatischen Waffen, sagte Ardern. Zudem ermutigte sie ihre Landsleute, ihre Waffen freiwillig abzugeben. «Wenn jemand eine Waffe besitzt, die er eigentlich nicht besitzen dürfte, oder er sich Sorgen macht wegen der Ereignisse von Freitag, dann begrüssen wir das sehr, wenn er diese der Polizei zurückgibt.»

Aus Respekt vor den 50 Todesopfern des Doppelanschlags wurde zudem Neuseelands grösste Waffenmesse abgesagt, die am nächsten Wochenende stattfinden sollte.

Die konkreten Ansagen der neuseeländischen Premierministerin werden auch in den USA wahrgenommen. Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders gratulierte ihr zu «richtigen Schritten gegen Waffen-Gewalt». Die USA müsse Neuseeland folgen und ähnlich Schritte unternehmen.

Sie streut keinen Hass

Trotz der unglaublichen Brutalität des Anschlages verzichtet Ardern darauf, Hass und Ressentiments zu schüren. In diesem wegweisenden Moment für ihr Land setzt die Premierministerin alles daran, die Nation zu einen und nicht zu spalten.

Sie hielt fest, dass der Angriff nicht stattgefunden habe, weil ihr Land ein sicherer Hafen für Hass, Rassismus oder Extremismus sei. «Wir wurden auserwählt, weil wir nichts davon sind», sagte sie bei einer nationalen Ansprache. «Weil wir Vielfalt, Freundlichkeit und Mitgefühl repräsentieren. Ein Zuhause für diejenigen, die unsere Werte teilen. Zuflucht für diejenigen, die sie brauchen. Und diese Werte werden und können durch diesen Angriff nicht erschüttert werden.»

Flowers and tributes are placed outside the Islamic Centre in Kilbirnie, Wellington, New Zealand, Saturday, March 16, 2019.  Mass shootings occurred at two mosques during midday prayers in Christchurch, Friday, March 15. (New Zealand Herald via AP)

Blumen und Zeichnungen vor dem islamischen Zentrum in Wellington. Bild: AP/New Zealand Herald

Die Worte scheinen ihre Wirkung nicht zu verfehlen. Obschon die muslimische Gemeinschaft in Neuseeland gerade mal ein Prozent der Bevölkerung ausmacht, war die Anteilnahme überwältigend. Alleine in Wellington versammelten sich am Sonntag rund 11'000 Menschen für eine Mahnwache. Weitere Gedenkfeiern wurden im Rest des Landes abgehalten.

Wie geeint Neuseeland in diesen Stunden auftritt, zeigt auch der Auftritt einer Gruppe Maori, den Ureinwohner Neuseelands, die heute noch knapp 15 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Sie zeigten ihre Verbundenheit mit der muslimischen Gemeinschaft mit einem traditionellen Haka-Tanz vor betroffenen Al-Noor-Moschee.

Neuseeland mit seinen knapp fünf Millionen Einwohnern war bislang von Terrorismus und Amokläufen weitgehend verschont geblieben. Nicht zuletzt dank der überzeugenden Premierministerin scheinen die Bewohner trotz des Schocks jedoch eher näher zusammenzurücken, als sich voneinander zu entfernen.

Der «New Zealand Herald» erschien am Montag mit einem grossen Herzen auf der Titelseite, das aus 50 einzelnen Herzchen bestand. Die Schlagzeile: «Sie sind wir.» (cma/sda/dpa/afp)

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68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Peter Sager 18.03.2019 23:19
    Highlight Highlight Sie zeigt Liebe und sie zeigt grosse Menschlichkeit. Sie lässt ihre Gefühle offen und umarmt Menschen. Ich war selber fast 1 Jahr in NZ und davon 3 Monate in Christchurch.
    So eine Frau sollte die UNO vorstehen oder der EU Vorsitz haben. Was ist das für ein Unterschied zu Frau Theresa May oder Frau Merkel.
  • Don Pablo 18.03.2019 23:08
    Highlight Highlight Faith in humanity restored!
  • MaxHeiri 18.03.2019 22:41
    Highlight Highlight Wirklich eine wunderbare PM und sehr vorbildlich wie man in einem Land eine solche abscheuchliche Tragödie meistern kann.

    Etwas anderes aber noch:
    Bin ich etwas verstaubt oder ist nicht komisch, dass eine (nicht religiöse) PM eines westlichen Landes ein Kopftuch trägt?
  • spaljeni 18.03.2019 17:38
    Highlight Highlight Was für eine starke Führungsperson! Da könnten sich einige Politiker, eine Scheibe abschneiden. Wünsche allen Betroffenen und Neuseeländern viel Kraft in dieser schweren Zeit.
  • Sherlock_Holmes 18.03.2019 17:16
    Highlight Highlight Kann mich den Kommentaren von sak91, N.Y.P. und rodolofo vorbehaltlos anschliessen.

    Die Solidarität und gelebte Nächstenliebe von Premierministerin Jacinda Ardern und der neuseeländischen Bevölkerung strahltwie ein helles Licht in der dunklen Welt der Diffamierung und des Hasses.

    Neuseeland beweist, dass «Gutmenschentum» mehr ist als eine zweifelhafte Worthülse oder Naivität, sondern gute Menschen überall ein starkes Zeichen setzen für ein hoffnungsvolles, friedliches Zusammenleben.
  • Heinzbond 18.03.2019 16:04
    Highlight Highlight Ein paar Gründe weshalb genau die Reaktionen und Taten von jacinda ardern nicht bemerkenswert sein sollten. Weil es eine zutiefst menschliche Reaktion von ihr war, weil sie schnell das richtige gesagt und später auch hoffentlich tun wird, und weil das orangen Frettchen mit dem Clown drunter nicht der Standard ist den ich mir von einem staatsoberhaupt vorstelle....

    Hut ab, eine Politikerin und ein staatsoberhaupt vor dem ich Respekt habe, hüt ab Frau jacinda ardern
  • Denk nach 18.03.2019 16:01
    Highlight Highlight Wow, die Politik in Neuseeland reagiert vorbildlich!

    Dieser armselige Terrorist hat vielleicht das 100% Gegenteil erreicht, was er beabsichtigte. Nämlich ein starkes "Wir" - Gefühl der ganzen Nation.
  • Züzi31 18.03.2019 14:20
    Highlight Highlight Zeigt für mich auch einfach einmal mehr auf, dass es klüger wäre, Frauen die politischen Machenschaften zu überlassen. Männer sind grundsätzlich böswilliger und egoistischer als Frauen.
    • AngelitosHE 18.03.2019 17:38
      Highlight Highlight Diese Aussage ist sexistisch
    • Elsässer 19.03.2019 00:35
      Highlight Highlight Du hast genau nicht begriffken, was Jacinda so richtig gemacht hat. Verbinden, statt zu spalten.
    • grünergutmensch 19.03.2019 15:49
      Highlight Highlight Züzi, bin der gleichen Meinung.
  • Amateurschreiber 18.03.2019 13:22
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Ueli der Knecht 18.03.2019 14:32
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Glenn Quagmire 18.03.2019 16:08
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Amateurschreiber 18.03.2019 16:17
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • sak91 18.03.2019 13:17
    Highlight Highlight Alleine beim Lesen dieses Artikels überkommt mich eine Gänsehaut am ganzen Körper.
    Der Umgang mit dieser schwierigen Situation erachte ich als sehr sehr vorbildlich von Seiten der Neuseeländer.
    Frei nach dem Motto: Together stronger.
  • irgendwie so: 18.03.2019 13:17
    Highlight Highlight Ich bin sehr beeindruckt von der neuseeländischen Reaktion auf das Attentat. Das sollte in jedem Fall Schule machen.
    Leider beisst mich ein Teufelchen resp. eine Frage:

    Wären die Reaktionen (auch unsere) dieselben, wenn ein "Islamist" in einer Kirche ein ähnliches Massaker veranstaltet hätte?

    Einfach so eine Frage, die mich angesichts der Tragödie in Neuseeland und ihrer medialen und politischen Aufarbeitung beschäftigt.
    • rodolofo 18.03.2019 14:51
      Highlight Highlight Solche Beispiele gibt es:
      - Islamistischer Anschlag auf Charlie Hebdo und auf Konzert
      - Islamistischer Anschlag in Nizza, wo ein Psychopath mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast ist, was uns Allen wieder einmal bewusst gemacht hat, dass Motorfahrzeuge als Waffen missbraucht werden können.
      Auch da waren die Reaktionen von der Bevölkerung und von BehördenvertreterInnen beeindruckend gelassen und charakterfest:
      "Das sind Psychopathen, keine Krieger! Wir befinden uns nicht im Krieg mit anderen Kulturen und Völkern, sondern müssen Psychopathen rechtzeitig erkennen und neutralisieren!"
    • jimknopf 18.03.2019 15:05
      Highlight Highlight Wieso sollten die Reaktionen anderes sein? Menschen (!) sind gestorben.
  • N. Y. P. 18.03.2019 12:40
    Highlight Highlight Ich bin schwer beeindruckt von der neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern.
    Aufrichtige Trauer.
    Sie eint das Land.
    Und dass sie jetzt schärfere Waffengesetze durchsetzen will und wird, glaube ich ihr aufs Wort.
  • rodolofo 18.03.2019 12:26
    Highlight Highlight Eine Gesellschaft muss eine starke Immunabwehr haben gegen die hartnäckigen und bis in alle Ewigkeit fortdauernden Versuche von Extremisten aller politischen Couleur, durch Spaltungen und Teilungen zu herrschen!
    Verschiedenheit, Vielfalt und eigenwillige Charakterstärke ist die Grundvoraussetzung dafür, dass das Leben interessant, abwechslungsreich, überraschend, farbig ist und dass durch immer neue Erfahrungsmöglichkeiten und Experimente lebenslanges Erforschen und Erlernen, inneres und äusseres Wachstum und unglaublich viele Inspirationen möglich sind.
    Verteidigen wir unsere Multikulti!
  • Rainbow Pony 18.03.2019 12:02
    Highlight Highlight Die Reaktion ist in der Tat bemerkenswert und Jacinda Ardern verdient wirklich Respekt. In diesem Kontext finde ich allerdings die Reaktion der Opposition und des populisten des NZF fast noch bemerkenswerter. Ich bin absolut kein Populist, aber in dieser Situation hat der Mann erkannt, wann das Gemeinschaftswohl über die Parteipolitik gestellt werden muss. Ich glaube nicht, dass viele andere Politiker das im richtigen Moment erkannt hätten. Insofer: bravo an die Neuseeländer, die Ihre Politiker offenbar, zumindest für diesen Fall, gut ausgewählt haben.
    • Butschina 19.03.2019 05:14
      Highlight Highlight Ich habe das gleiche gedacht. Hoffentlich färbt dies auf andere Meschen ab.
  • Patho 18.03.2019 11:59
    Highlight Highlight «Die 38-Jährige nutzte den Auftritt nicht, um Parteipolitik zu machen, [...]»
    Der wohl wichtigste Satz von allen! Wie könnte man jemanden ernst nehmen, der zuerst an sich (und eine eventuelle Wiederwahl) denkt? Wie könnte man Empathie zeigen, wenn die Parteipolitik im Vordergrund steht?
    Eine Grundbodenständige Frau (und Regierung), die für die Beölkerung und nicht nur an sich denkt. Die meisten Politiker können sich eine grosse Schribe vom neuseeländischen Vorbild abschneiden (und dann bitte nicht verkaufen, sondern selber benutzen).
  • canadienne 18.03.2019 11:52
    Highlight Highlight Die bedingungslose Solidarität mit den Opfern, die nicht nur die Premierministerin, sondern das ganze Land zeigt, gibt mir die Hoffnung in die Menschheit zurück. Die Flamme des Hasses wird erstickt statt geschürt.
  • Menel 18.03.2019 11:42
    Highlight Highlight Genau so muss es sein! Es sind nicht ganze Gruppierungen, Kulturen und Gesellschaften die fehlgeleitet sind, sonder einige wenige Individuen. Es geht darum, mit denen, die ein friedliches Zusammenleben wünschen und sich dafür einsetzen, eine Front gegen Hass und Ausgrenzung zu bilden.
    • P. Silie 18.03.2019 21:40
      Highlight Highlight Schauen Sie, es sind immer nur die einigen wenigen... in Nazi Deutschland waren es wenige die die Juden direkt ermordeten. Es brauchte 'nur' 19 muslimische Attentäter um die Twintowers zum Einsturz zu bringen, dabei wohnten einige Millionen Muslime zu dem Zeitpunkt in den USA. Sie sehen - es sind immer nur Minderheiten.. aber oftmals werden sie von den Mehrheiten indirekt getragen oder zumindest geduldet.
    • P. Silie 19.03.2019 16:55
      Highlight Highlight Anhang: Das haben übrigens sowohl die westliche Kultur als auch die islamische Kultur gemein -> beiden haben die Vorstellung sie wären die einzig richtigen 'Lebensweisen' und müssten deshalb global durchgesetzt werden. Wir mit unseren Menschenrechten, Demokratie etc., dabei wollen das die meisten Länder dieser Erde gar nicht. Und der Islam mit seinem totalitären Anspruch durch strenge Richtlinien und Gesetzt die eingehalten werden sollten.. Da wir in Europa leben will ich dementsprechend unsere Werte und unser Rechtssystem leben und nicht deren. Genauso sollten wir die dort in Ruhe lassen.
  • Toerpe Zwerg 18.03.2019 11:37
    Highlight Highlight "Trotz der unglaublichen Brutalität des Anschlages verzichtet Ardern darauf, Hass und Ressentiments zu schüren."

    Gegen wen sollte Sie Hass & Ressentiments schüren? Gegen Amok-Nazis?
    • sleeper 18.03.2019 12:34
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg
      Viel zu oft geschieht es in solchen Fällen, dass vorschnell "schuldige" Gruppierungen, die angeblich hinter dem Attentäter stehen oder sein Verhalten zumindest gefördert haben sollen, angeprangert werden. Ein Beispiel ist die Darstellung der Republikaner von Straftaten, welche von Afroamerikaner begangen wurden in den USA. Aufgrund der Umstände hätte Ardern mit dem Finger auf rechts-extreme Gruppierungen zeigen können, um einen "Schuldigen" und ein Feindbild zu haben, worauf sie aber wohl bewusst verzichtet hat.
    • rodolofo 18.03.2019 12:38
      Highlight Highlight Ja, wenn schon, dann das!
      Aber nach einem solchen brutalen Massenmord ist es Zeit für Körpersprache!
      Die Präsidentin hat GEFÜHLE gezeigt!
      Sie hat Betroffene und Trauernde umarmt.
      In ihrem bewegten Gesicht können Alle echte Anteilnahme und Trauer lesen.
      Erst viel später folgt dann die Trauer-Arbeit, also die Bewältigung der Katastrophe.
      Und dann wird man sich ernsthaft die Frage stellen müssen, wie es so weit kommen konnte.
      Und dann wird man auf den identitären Kultur-Rassismus der Rechtsnationalen Parteien stossen und auf die lockere Handhabung der Waffen-Kontrolle in deren Sinne...
    • Therealmonti 18.03.2019 12:58
      Highlight Highlight Zwerg! Erinnere Dich doch einfach mal daran, wie ein gewisser Präsident der USA auf solche Ereignisse reagiert hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 18.03.2019 11:30
    Highlight Highlight Was für ein wunderbar menschlicher Kontrast zu Trump und anderen rechtspopulistischen Gesinnungsgenossen.

    (Jacinda Ardern hat noch mehr zu bieten: Sie setzt sich für eine multilaterale Politik und für Maßnahmen gegen den Klimawandel ein. Als Premierministerin setzte sie unter anderem ein reformiertes Steuersystem zugunsten von Familien, eine bessere Förderung ländlicher Regionen und Maßnahmen für bezahlbares Wohnen durch.)
  • zeitgeist 18.03.2019 11:24
    Highlight Highlight Neuseeland und seine Bewohner, die Kiwis, faszinierten mich schon immer. Auch in diesen schwierigen Tagen strahlen sie Ruhe und Empathie aus. Ich wünsche mir, die wohlstandsverwöhnte Welt würde etwas weniger hysterisch und sich an Vorbildern wie den Kiwis orientieren.
    • rodolofo 18.03.2019 12:42
      Highlight Highlight Welche Hysterie?
      Und bei welcher Sorte von Anschlägen sind wir hysterisch?
      In der "Dritten Welt", oder im "Nahen Osten" passieren solche Terroranschläge doch täglich!
      Aber das kratzt uns nicht gross, weil wir sowieso nicht im Sinn haben, dorthin zu reisen, oder gar dort zu leben!
      Aber Neuseeland ist für SchweizerInnen doch ein relativ häufiges Reiseziel.
      Da lässt man sich schon mehr beunruhigen, auch wenn der Anschlag Muslime traf...
  • LibConTheo 18.03.2019 11:20
    Highlight Highlight Zu Punkt 2 habe ich mal eine Frage an die watson-Community:

    Angenommen man ist ein Terrorist und plant einen möglichst effektiven Anschlag auf eine möglichst wehrlose Bevölkerung.

    Sucht sich dieser Terrorist ein Gebiet aus, in dem er (aufgrund von liberaleren Waffengesetzen) davon ausgehen muss, dass jemand aus der Zivilbevölkerung mit Waffengewalt antworten könnte,

    oder geht er in eine Ortschaft, wo er davon ausgehen kann, dass Gewalt (praktisch) nur noch mit Staatsgewalt entgegnet werden kann und die Zivilbevölkerung dazu kein Recht mehr hat?

    Die Runde ist offen.

    • Fritz N 18.03.2019 12:37
      Highlight Highlight Ich glaube, du verstehst das Phänomen Terrrorismus nicht ganz. Das ist kein Job, bei dem man vorher eine Kosten-Nutzen-Analyse macht. Das ist in erster Linie ein in Mode gekommener Sammelbegriff unter dem man alle möglichen Anschläge wirft, die sich meist gegen die Zivilbevölkerung richtet..
      Von dem her haben wir ganz viele unterschiedliche Akteure mit völlig unterschiedlichsten Beweggründen. Ich bin aber überzeugt, dass lokale Gesetzgebungen über Waffen wenig Einfluss auf den Ort eines Anschlages haben. Da gibt es schwerwiegende Faktoren zB Wohnort, ideologisches Ziel etc.
    • Saraina 18.03.2019 12:39
      Highlight Highlight Du plädierst dafür, Moscheebesucher vorsorglich zu bewaffnen?
    • Forreal 18.03.2019 12:48
      Highlight Highlight Solche Sachen passieren oft in Amerika und auch in Neuseeland gibt es liberale Waffengesetze. Also Option 2? B.z.w. schaut er wahrscheinlich gar nicht darauf, sondern es sind andere Faktoren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • irgendwie so: 18.03.2019 11:12
    Highlight Highlight Hut ab!
  • sleeper 18.03.2019 11:01
    Highlight Highlight Eventuell besteht ja doch noch Hoffnung für die Menschheit. Eingentlich läuft hier Alles richtig, was in USA immer und immerwieder schief läuft nach so einer Tragödie (Charlottesville, mass shootings, etc...). Einigkeit statt Zerstrittenheit, Emapthie statt Hass und Handlen statt nur "thoughts and prayers". Aber was genau bestimmt, wie wir als Gemeinschaft auf so eine Tragödie reagieren? Sind es unsere Führer? Ist es kulturell bedingt? Ist es das allgemeine politische Klima? Vielleicht ja ein wenig von Allem. Auf jeden Fall kann die Welt heute etwas von Neuseeland lernen.
    • Phrosch 18.03.2019 11:42
      Highlight Highlight Es ist sicher etwas von allem. Aber die Wirkung der zuständigen Führung darf nicht unterschätzt werden. Ardern setzt den Tonfall und die Handlungsweise und damit auch den Massstab.
    • P.Rediger 18.03.2019 11:47
      Highlight Highlight Frage mich gerade, weswegen Ihr Kommentar Blitzer bekommt.
    • sleeper 18.03.2019 12:21
      Highlight Highlight @P.Rediger
      Die Entwicklung war tatsächlich recht interessant: Ich habe meinen Post kurz nachdem er aufgeschaltet wurde etwas verfolgt. Ca. 10 Blitze hatte der Kommentar bereits erhalten, bevor er das erste Herz bekam. Würde mich auch interessieren, was da dahinter steckt.

      Btw: Sorry für die vielen Schreibfehler, war noch nicht ganz wach...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Selbst-Verantwortin 18.03.2019 10:54
    Highlight Highlight Grosser, grosser Respekt.
    Wir verneigen uns in Trauer und Anerkennung vor allen, die so warmherzig reagieren.
    • Baba 18.03.2019 11:28
      Highlight Highlight Was läuft falsch bei jemandem, der einen so empathisch formulierten Post blitzt?
    • Eisenhorn 18.03.2019 13:16
      Highlight Highlight @Baba einiges schief :(

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