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Messerattacke in London: Angreifer war wegen Terrorismus verurteilter Ex-Häftling

Zwei Passanten getötet, drei weitere verletzt: Dies die traurige Bilanz der Messerattacke vom Freitag. Nun hat die britische Polizei Informationen zum erschossenen Täter freigegeben.



Das Wichtigste in Kürze:

TV-Bericht von CH Media:

Video: kaltura.com

Der Mann sei im Jahr 2012 wegen Terror-Straftaten verurteilt und im Dezember 2018 vorzeitig zur Bewährung entlassen worden, sagte der Chef der britischen Anti-Terror-Polizei, Neil Basu, am frühen Samstagmorgen. Er hatte der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge Verbindungen zu islamistischen Terrorgruppen. Laut «Times» war der Attentäter aus der Haft entlassen worden, nachdem er zugestimmt hatte, eine elektronische Fussfessel zu seiner Überwachung zu tragen. Die Polizei rief die Öffentlichkeit auf, weiter wachsam zu sein.

Der Mann hatte mit einem Messer am Freitagnachmittag auf der London Bridge mitten in der britischen Hauptstadt zwei Passanten getötet und drei weitere verletzt. Die Polizei erschoss ihn dann nach einer Rangelei mit Passanten. Er habe eine Bombenattrappe am Körper getragen, sagte Basu.

Hausdurchsuchung in Mittelengland

Polizeichef Basu sagte, ein weiterer Täter werde nach dem Angriff derzeit nicht gesucht. Dennoch arbeite man schnell, um sicherzustellen, dass keine weiteren Menschen in den Angriff verwickelt gewesen seien und keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit bestehe.

Der Angreifer lebte offenbar in der Grafschaft Staffordshire in Mittelengland. Dort gab es nach Angaben von Basu Durchsuchungen.

Der Täter habe vor dem Angriff an der Veranstaltung «Zusammen lernen» in der nahe der London Bridge gelegenen Fishmongers' Hall teilgenommen. Laut Medien handelt es sich dabei um ein Resozialisierungsprogramm für Ex-Häftlinge, organisiert von der Cambridge Universität. «Wir gehen davon aus, dass der Angriff innen begann, bevor er (der Täter) das Gebäude verliess und auf der London Bridge weitermachte, wo er festgehalten und schliesslich von bewaffneten Polizisten gestellt und erschossen wurde», sagte Basu. Die «Times» berichtete, der Täter habe in der Halle gedroht, das denkmalgeschützte Gebäude in die Luft zu jagen.

Mann und Frau getötet

Bei den beiden Getöteten handele es sich um einen Mann und eine Frau, fügte Basu hinzu. Die drei Verletzten – ein Mann und zwei Frauen – seien noch im Spital. Der Nationale Gesundheitsdienst (NHS England) teilte mit, der Zustand eines der Verletzten sei kritisch, aber stabil.

Ein Augenzeuge sagte der PA, ihm habe einer der Männer, die den Täter niedergerungen hätten, gesagt, dieser sei offenbar wegen Terrorismus im Gefängnis gewesen. «Einige der Typen, die auf ihm gewesen waren, waren Ex-Gefangene und sie alle waren in der Fishmongers' Hall.»

Video zeigt Schusswaffeneinsatz

Bei Twitter veröffentlichte Handy-Aufnahmen zeigten, dass die bewaffneten Polizisten einen Mann aufforderten, vom Attentäter wegzugehen, bevor er aus nächster Nähe erschossen wurde. Nach dem Schuss habe der Täter seine Arme in Richtung seines Kopfs erhoben – dabei habe man ein zweites Messer auf der Erde in der Nähe seines Körpers sehen können. Die Polizei twitterte, die umfangreichen Absperrungen würden wohl noch einige Zeit in Kraft bleiben. Die Öffentlichkeit solle die Gegend meiden.

Der mutmassliche Messerangreifer von London wird von Passanten bei der London Bridge überwältigt. Danach erschiessen ihn Polizisten.

Der mutmassliche Messerangreifer von London wird von Passanten bei der London Bridge überwältigt. Danach erschiessen ihn Polizisten. screenshot: AP

Laut «Guardian» wurde der Angreifer 2012 schuldig gesprochen, weil er Terrortaten geplant und Gelder dafür gesammelt habe. Er habe eine militärische Ausbildungseinrichtung für Terroristen in Kaschmir einrichten wollen. Der Richter habe seine Pläne als «ernsthaftes, langfristiges Projekt» bezeichnet und gewarnt, dass er ein anhaltendes Risiko für die Öffentlichkeit darstellen könnte.

Der mutmassliche Täter habe auch einen Angriff auf die Londoner Börse 2010 geplant. Er habe zu einer Gruppe von neun Extremisten gehört, die auch deswegen 2012 verurteilt worden seien, hiess es in dem Bericht weiter. Er sei mit damals 19 Jahren der jüngste in der Gruppe gewesen. Der Richter habe gesagt, der Beschuldigte und zwei weitere seien «ernstzunehmendere Dschihadisten» als die anderen. Ursprünglich sollte er nicht wieder freigelassen werden, es sei denn, er werde nicht mehr als Bedrohung angesehen. Diese Bedingung sei später aufgehoben worden.

Krisensitzung der Regierung

Die Behörden stufen den Vorfall vom Freitag als Terrorismus ein. Johnson berief am Abend eine Krisensitzung des Sicherheitskomitees seiner Regierung ein.

Der britische Premier Boris Johnson sagte der BBC, er sei immer dagegen gewesen, dass Schwer- und Gewaltverbrecher vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen würden, insbesondere wenn es sich um Terroristen handele. «Es ist sehr wichtig, dass wir solche Gepflogenheiten hinter uns lassen und dass wir die angemessenen Strafen für gefährliche Kriminelle durchsetzen, besonders für Terroristen.»

Der Messerangriff erschütterte die britische Hauptstadt knapp zwei Wochen vor der vorgezogenen Parlamentswahl. Im Wahlkampf spielt auch die Sicherheitspolitik eine Rolle. Sowohl die konservativen Tories von Johnson als auch die oppositionelle Labour-Partei haben versprochen, die Polizei um mindestens 20'000 Sicherheitskräfte aufzustocken.

«Heldenhafte Passanten»

«Was bemerkenswert ist an den Bildern, die wir gesehen haben, ist die atemberaubende Heldenhaftigkeit von Passanten, die buchstäblich der Gefahr entgegengerannt sind», sagte Bürgermeister Sadiq Khan zu Journalisten.

Premierminister Boris Johnson teilte per Twitter mit, er werde über den Vorfall auf dem Laufenden gehalten, und dankte den Einsatzkräften für ihre «unverzügliche Reaktion».

Seine Gedanken seien bei den Betroffenen, liess Oppositionschef Jeremy Corbyn von der Labour-Partei per Twitter wissen.

Eine Solidaritätsbekundung kam auch aus Washington. US-Präsident Donald Trump sei über den Angriff an der London Bridge unterrichtet worden und verfolge die Situation. «Die Vereinigten Staaten verurteilen alle schrecklichen Gewalttaten gegen unschuldige Menschen scharf. Und wir sagen unserem Verbündeten, dem Vereinigten Königreich, unsere volle Unterstützung zu», teilte ein Sprecher des Weissen Hauses mit.

Erinnerungen an frühere Taten

Der Angriff weckte Erinnerungen an den Anschlag vom 3. Juni 2017, als drei Attentäter auf der London Bridge mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast waren und anschliessend im angrenzenden Ausgehviertel rund um den Borough Market wahllos auf Menschen eingestochen hatten. Acht Menschen starben, 48 weitere wurden verletzt. Die Polizei erschoss die drei Attentäter.

Im März desselben Jahres fuhr ein Angreifer mit einem Auto auf der Westminster Bridge in mehrere Fussgänger, vier Passanten starben. Der Mann erstach zudem einen Polizisten, ehe er von der Polizei erschossen wurde.

Quellen: Berichte der Nachrichtenagenturen SDA, AFP, Reuters und DPA

(dsc/bal)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Füürtüfäli 30.11.2019 13:42
    Highlight Highlight Jetzt haben zwei dran glauben müssen, weil man sich eingebildet hat, dass man Terroristen resozialiseren kann.
  • Peter R. 30.11.2019 12:12
    Highlight Highlight Wieso wurde er vorzeitig entlassen - unglaublich was sich diese Richter erlauben. Er ist eine Gefahr für die Bevölkerung, warum ist man sich der Konsequenzen nicht bewusst, wenn man einen Terroristen frei herumlaufen lässt?
    Ich verstehe es nicht!!
  • AdiB 30.11.2019 11:23
    Highlight Highlight Wieso immer london oder paris? Kann es daran liegen, dass london und paris städte sind, wo die gesellschaft eher negative eigenschaften als normal betrachtet? Wenn man mit briten, nicht londonern, über london redet, dann kommen wörter wie; egoistisch, arrogant und unhöflich. Das selbe ist bei franzosen über paris. Als ich zum ersten mal in london war, wunderte es mich nicht mehr, wieso einige durchdrehen. Ich wollte auch nur noch weg und war richtig froh als ich nach 3 nächten london weiter reiste.
    Es ist auch mal an der zeit, dass sich die gesellschaft in diesen städten fragt, wieso bei ihnen.
    • Asho 30.11.2019 14:29
      Highlight Highlight Die grössten Städte eines Landes / einer Region bzw deren Bewohner werden vom Rest oft als arrogant & unfreundlich wahrgenommen. Ist bei uns mit Zürich ja nicht anders.

      Ich glaube eher, dass die internationale Ausstrahlung, die vorhandenen Machtzentralen/Regierungssitze sowie die grossstädtische Anonymität treibend sind.
    • Peter R. 30.11.2019 15:01
      Highlight Highlight Ich habe eine gegenteilige Erfahrung gemacht. Während ca. 15 Jahren habe ich London regelmässig auf Geschäftsreisen besucht und meine Kunden habe ich nur positiv in Erinnerung. Als auch die anderen Menschen in den Hotels, in den Läden etc. Die Briten im allgemeinen sind sehr faire, pragmatische Leute und sind zudem nach meiner Erfahrung sehr gastfreundlich.


    • Knäckebrot 30.11.2019 16:11
      Highlight Highlight Wie Asho sagt, das hat mit dem Phänomen der Riesenstatt zu tun.


      Wenn der Täter einfach "Opfer" einer egoistischen Stadt ist und es nicht an ihm liegt, wäre die Frage, warum denn sowas nicht von Hindus begangen wird?

      Desweiteren sind Städte sogar weniger "Islamfeindlich" als Ländliche Gegenden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerTaran 30.11.2019 10:14
    Highlight Highlight Warum wurde er eigentlich erschossen, nachdem die Passanten ihn ja schon überwältigt hatten?
    • DerTaran 30.11.2019 10:37
      Highlight Highlight Warum wird diese Frage geblitzt, seid ihr so blutrünstig.
    • Pitefli 30.11.2019 10:48
      Highlight Highlight Das hab ich mich auch gefragt. Ich bin kein Terroristenfan aber es erschliesst sich mir nicht warum man ihn erschossen hat. Ok wir kenne auch (noch) nicht alle Hintergründe.
    • Burial 30.11.2019 10:51
      Highlight Highlight Weil es ganz bestimmt, zu 100%, nicht so stattgefunden hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Do not lie to mE 30.11.2019 10:03
    Highlight Highlight Reflektion eines Imam: (Source: @Imamofpeace) „Dschihadisten sind kein "internationales Problem". Sie sind unser Problem. Und wir Muslime müssen unsere Probleme selbst in die Hand nehmen. Wir können Hilfe von anderen erhalten. Aber am Ende des Tages müssen wir unsere eigenen Probleme lösen.“
  • Kola 30.11.2019 09:02
    Highlight Highlight Es war schon unglaublich, wie ruhig die Bewohner von London auf so ein Ereignis reagierten. In der U-bahn ein kurzer Blick aufs Handy, dann ein: "oh looks like they shot him" und dann wieder zum Alltag zurück.
    • Rumbel the Sumbel 30.11.2019 10:38
      Highlight Highlight Was ich auch gut finde.
  • Kong 30.11.2019 08:44
    Highlight Highlight so traurig es ist, das werden wir nicht 100% verhindern können. der typ war ideologisch motiviert und wäre wohl auch nach regulärer haftstrafe durchgestartet. lebenslange verwahrung ist rechtlich schwierig.

    erwähnenswert finde ich, dass ex-kriminelle ihr leben riskiert haben um ihn zu stoppen. ein messerangriff ist sehr schwierig zu entgegnen und rasch tödlich...
  • Kanischti 30.11.2019 08:38
    Highlight Highlight Diese schreckliche Tat zeigt wieder das Dilemma, wie die (westliche) Welt mit Terroristen umgehen soll.
    Soll man es so machen wie die Engländer und Terroristen frei lassen, mit Fussfesseln versehen, wohlwissend der weiterhin latenten Gefahr für die Bevölkerung?
    Oder stellt die Justiz das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung in den Vordergrund und lässt Terroristen nicht mehr frei?

    Eines ist sicher: Dieses Thema wird uns so schnell nicht loslassen.
    • Silent_Revolution 30.11.2019 11:37
      Highlight Highlight Die westliche Welt sollte aufhören, imperialstrategische Angriffskriege in der muslimischen Welt zu führen, um die dortige Bevölkerung in den Westen zu treiben.

      Danach zu erwarten, dass die Vertriebenen uns gegenüber friedlich gesinnt und integrationswillig sind ist lachhaft.

      GB / USA / DE / FR töten seit Jahrzehnten massenweise Zivilisten im nahen Osten und heulen dann rum, wenns hier auch mal den einen oder anderen erwischt.

      Das Sicherheitsbedürfnis einer Bevölkerung hat keine Berechtigung, solange sie die Kriegspolitik ihres Staates mitträgt.
    • Suppentopf 30.11.2019 13:46
      Highlight Highlight @Silent_Revolution
      Jihadisten töten schon seit Jahrhunderten Ungläubige, egal ob westliche, afrikanische oder asiatische Ungläubige.
    • Silent_Revolution 30.11.2019 15:02
      Highlight Highlight Natürlich tun sie das.

      Das ist aber nicht der Grund für die westliche Präsenz im nahen Osten. In Saudi Arabien werden die Jihadisten schliesslich hofiert und in ihrem Treiben unterstützt.
      Taliban und AlKaida wurden im kalten Krieg in den 80ern von der CIA trainiert, mit Waffen ausgestattet und an die Macht gepusht.

      Und auch die "zivilisierten" europäischen Entdecker vertreiben, vergewaltigen und töten seit Jahrhunderten indigene Völker weltweit, weigern sich bis heute Land abzugeben, Reparationszahlungen zu leisten und unterdrücken sie, wo es nur geht.

      "Wir" sind bestimmt nicht die Guten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füürtüfäli 30.11.2019 08:09
    Highlight Highlight Sprengstoffwesten-Attrappe. Bei dieser Attacke war wohl suicide by cop miteinkalkuliert.

    Meine Kollegin wohnt erst seit drei Monaten in London und hat bereits 3 Polizeieinsätze wegen fataler Messerstecherei vor Ort erlebt...


    Leider werden sich solche "News" noch häufen, den die Vorweihnachtszeit fängt erst an....

    • Asho 30.11.2019 14:19
      Highlight Highlight Wobei die meisten Messerstechereien in London im Zusammenhang mit Gang-Fights und nicht mit Terrorismus stehen. Was die Sache nicht besser macht, aber m.E. doch noch relevant ist bei deiner Aussage.
  • WID 30.11.2019 05:53
    Highlight Highlight GB Kuscheljustiz, wird bei uns nicht anders sein: Beim erschossenen Attentäter handelt es sich um einen verurteilten 28-jährigen Terroristen, der vorzeitig aus der Haft entlassen wurde.
    • Frauen Unihockey WM 7.-15.12.2019 Neuenburg 30.11.2019 08:32
      Highlight Highlight Was du eigentlich sagen willst ist, dass für alle Delikte die auf eine Gemeingefährlichkeit hindeuten ( z.B. zu schnelles autofahren oder Alkoholkonsum), lebenslängliche Strafen verhängt werden sollen.

      Wir gehen jedenfalls munter in diese Richtung (->Richtung China) mit den kleinen Verwahrungen und der Einführung einer Präventivjustiz (->Gefährder)...
    • rburri68 30.11.2019 09:28
      Highlight Highlight Und wie viele wurden befreit und haben niemanden mehr getötet, sondern sich eingegliedert? Lieber amerikanische Zustände, in denen sich Häftlinge gegenseitig töten und bis zum Tod dahin vegetieren in rattenverseuchten Löchern? Ich behaupte mal, das Europäische System ist dem amerikanischen oder auch andere "Nicht-Kuscheljustiz-Ländern" wie z.B. Südostasien deutlich überlegen.
    • beaetel 30.11.2019 09:57
      Highlight Highlight Wer von Kuscheljustiz labert, hat keine Ahnung, wovon er spricht, kennt Gefängnisse nur vom Hörensagen. Und ja, es passieren Fehler, wie bei jedem und wie überall.
    Weitere Antworten anzeigen
  • chämifäger 30.11.2019 05:31
    Highlight Highlight Wünsche den Hinterbliebenen viel Kraft und Mut.
    Schön, dass Watson eine andere Informations- und Gesprächskultur pflegt als andere, namentlich SRF, und die Kommentarfunktion nicht deaktiviert.
  • Bolly 30.11.2019 02:14
    Highlight Highlight Ach mein liebes London 🇬🇧. Schon wieder so in den Schlagzeilen. Auch ich war schon da, sowohl auf der LB wie auch am B- Market.
    Das doch noch 2 unschuldige Menschen sterben müsste. 😕
    • ChlyklassSFI 30.11.2019 10:24
      Highlight Highlight Ob du da warst, spielt doch keine Rolle.
  • Pana 29.11.2019 21:23
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
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      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.

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