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43 Jahre Haft für Thailänderin wegen Majestätsbeleidigung

19.01.2021, 14:5119.01.2021, 14:54
Verurteilt wegen Majestätsbeleidigung
Verurteilt wegen MajestätsbeleidigungBild: keystone

Eine Thailänderin ist in Bangkok zu 43 Jahren Gefängnis wegen Majestätsbeleidigung verurteilt worden. Die Frau wurde für schuldig befunden, Online-Videos geteilt zu haben, in denen König Maha Vajiralongkorn diffamiert worden sei, wie aus Unterlagen des Gerichts hervorging.

Ursprünglich sei die Angeklagte, die früher als Beamtin bei den Finanzbehörden gearbeitet hatte, zu 87 Jahren Haft verurteilt worden, weil sie aber auf schuldig plädiert habe, sei die Strafe halbiert worden, hiess es.

Thailands König (links)
Thailands König (links) Bild: keystone

Das südostasiatische Land hat eines der strengsten Gesetze der Welt, wenn es um Kritik am Monarchen oder an seinem Hof geht - darauf stehen 15 Jahre Haft. Die Angeklagte war aber gleich in mehreren Punkten für schuldig befunden worden, darunter Verstösse gegen die Gesetze zur Computerkriminalität.

In Thailand gibt es seit Monaten Proteste gegen die Regierung, aber zunehmend auch gegen die Rolle der Monarchie. Dutzende Aktivisten wurden seit November wegen Majestätsbeleidigung angezeigt. Bis zu dem jüngsten Urteil betrug die Höchststrafe, die je dafür verhängt wurde, 35 Jahre. Kritiker sagen, dass die Behörden das Gesetz benutzen, um die Opposition zu unterdrücken. (sda/dpa)

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10 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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JonathanFrakes
19.01.2021 16:09registriert März 2015
Dieser König ist eine Schande für Thailand!
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Gusto
19.01.2021 18:19registriert Mai 2016
Wo bleiben hier die empörten Aufschreie der Demokratie und Menschenrechte? Wo bleiben die Boykottaufrufe zu den Thailand-Ferien?
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honesty_is_the_key
19.01.2021 21:29registriert Juli 2017
Unfassbar traurig und erschrenkend sowas ! Ich weiss dass Majestätsbeleidigung in Thailand sehr streng geaandet wird, aber so ein Urteil ist wirklich jenseits jeglicher Vernunft. 43 Jahre für das verbreiten von Videos ?

P.S. König Bhumibol hat extrem viel Gutes für die Thailänder gemacht, leider kann man das von seinem Sohn und Nachfolger nicht wirklich behaupten.
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