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Thailand

43 Jahre Haft für Thailänderin wegen Majestätsbeleidigung

43 Jahre Haft für Thailänderin wegen Majestätsbeleidigung

19.01.2021, 14:5119.01.2021, 14:54
epa08947778 Former Revenue Department official Anchan Preelerd talks to the media as she arrives to hear the verdict in her trial over charges of lese majeste, at the Criminal Court in Bangkok, Thaila ...
Verurteilt wegen MajestätsbeleidigungBild: keystone

Eine Thailänderin ist in Bangkok zu 43 Jahren Gefängnis wegen Majestätsbeleidigung verurteilt worden. Die Frau wurde für schuldig befunden, Online-Videos geteilt zu haben, in denen König Maha Vajiralongkorn diffamiert worden sei, wie aus Unterlagen des Gerichts hervorging.

Ursprünglich sei die Angeklagte, die früher als Beamtin bei den Finanzbehörden gearbeitet hatte, zu 87 Jahren Haft verurteilt worden, weil sie aber auf schuldig plädiert habe, sei die Strafe halbiert worden, hiess es.

epa08907755 Thai King Maha Vajiralongkorn Bodindradebayavarangkun (L) to preside over the wreath-laying ceremony of King Taksin's Day at the King Taksin Monument in Bangkok, Thailand, 28 December ...
Thailands König (links) Bild: keystone

Das südostasiatische Land hat eines der strengsten Gesetze der Welt, wenn es um Kritik am Monarchen oder an seinem Hof geht - darauf stehen 15 Jahre Haft. Die Angeklagte war aber gleich in mehreren Punkten für schuldig befunden worden, darunter Verstösse gegen die Gesetze zur Computerkriminalität.

In Thailand gibt es seit Monaten Proteste gegen die Regierung, aber zunehmend auch gegen die Rolle der Monarchie. Dutzende Aktivisten wurden seit November wegen Majestätsbeleidigung angezeigt. Bis zu dem jüngsten Urteil betrug die Höchststrafe, die je dafür verhängt wurde, 35 Jahre. Kritiker sagen, dass die Behörden das Gesetz benutzen, um die Opposition zu unterdrücken. (sda/dpa)

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