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Vogelgrippe: Erstmals Mensch in den USA an H5N1-Virus gestorben

Ein Huhn wird aus einem Stall entnommen bei einer Uebung der Seuchenwehr des Zivilschutzes zur Vogelgrippe, am Donnerstag, 4. Mai 2023, in Glarus. Die im Rahmen der Uebung gekeulten Tiere stammen aus  ...
Die Vogelgrippe H5N1 ist derzeit bei Wildvögeln auf der ganzen Welt weit verbreitet, auch zahlreiche wildlebende Säugetiere infizieren sich.symbolBild: keystone

Erstmals Mensch in USA nach Vogelgrippe-Infektion gestorben

07.01.2025, 08:0907.01.2025, 10:39

Erstmals ist in den USA ein Mensch nach einer Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 gestorben. Der Bewohner des Bundesstaats Louisiana sei älter als 65 Jahre gewesen und habe auch andere gesundheitliche Probleme gehabt, teilte die Gesundheitsbehörde des Bundesstaats mit.

Hinweise auf weitere Fälle in Louisiana oder eine Übertragung des Erregers zwischen Menschen gebe es nicht, hiess es weiter. Weltweit gab es schon mehrere registrierte Todesfälle durch H5N1.

Der Patient hatte demnach sowohl mit Vögeln in seinem Garten als auch mit Wildvögeln Kontakt gehabt. Weitere Details nannte die Behörde nicht.

Bereits Mitte Dezember hatte die US-Gesundheitsbehörde CDC mitgeteilt, dass es sich bei dem Menschen um den ersten Patienten in den USA gehandelt habe, der nach einer Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 schwer erkrankt sei.

Risiko für Allgemeinbevölkerung weiter gering

Die Vogelgrippe H5N1 ist derzeit bei Wildvögeln auf der ganzen Welt verbreitet, auch zahlreiche wildlebende Säugetiere haben sich infiziert. Ausserdem führte das Virus jüngst zu Ausbrüchen in Geflügelbetrieben sowie in Milchbetrieben in den USA.

Wie gross das Ausmass ist, ist wegen fehlender Daten aber weitgehend unklar. Die CDC verzeichnete bis vorigen Montag 66 Erkrankungen bei Menschen, die meisten davon in den Bundesstaaten Kalifornien, Washington und Colorado.

Vogelgrippe Teaser Symbolbild
Das Virus führte jüngst zu Ausbrüchen in Geflügelbetrieben sowie in Milchbetrieben in den USA.Bild: Keystone/Shutterstock

Betroffen sind vor allem Mitarbeiter von Milchvieh- und Geflügelbetrieben, mit milden Verläufen. Mensch-zu-Mensch-Übertragungen wurden bislang nicht nachgewiesen. Die CDC schätzt das Risiko für die Allgemeinbevölkerung weiterhin als gering ein.

Die Behörde rät generell, den Kontakt zu kranken und toten Tieren zu meiden. Insgesamt listet die Weltgesundheitsorganisation WHO von 2003 bis 12. Dezember 2024 weltweit 464 gemeldete Todesfälle von Menschen durch H5N1 auf.

Die weitaus meisten davon geschahen bis einschliesslich 2019 in Vietnam, Ägypten, Indonesien und Kambodscha. Danach wurden nur noch relativ selten H5N1-Todesfälle registriert.

Vogelgrippe auch in der Schweiz

Auch in der Schweiz grassiert die Vogelgrippe, allerdings nicht unter Säugetieren. Ende Dezember wurden erstmals in diesem Winter Fälle der Vogelgrippe bei einem Wildvogel in Schaffhausen festgestellt. Zuvor gab es bereits Fälle in der Innerschweiz und im Kanton Thurgau.

Im Kanton Thurgau wurde das Vogelgrippevirus am 9. Dezember bei einer Möwe nachgewiesen. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) erliess in der Folge zur Eindämmung der Vogelgrippe für das ganze Schweizer Bodenseeufer neue Massnahmen für Geflügelhaltungen. (sda/dpa)

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