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Toskana kämpft mit massivem Fischsterben: 200 Tonnen tote Fische

Toskana kämpft mit massivem Fischsterben: 200 Tonnen Fischkadaver in Lagune bei Orbetello
Italy, Tuscany, Monte Argentario, Town seen from Monte Argentario peninsula, MAMF02747
Die toskanische Bade-Halbinsel Monte Argentario (Archivbild).Bild: imago images

200 Tonnen Fischkadaver in Lagune: Toskana kämpft mit massivem Fischsterben

In der Toskana herrscht Alarmstimmung bei Fischern und Touristikern wegen eines Fischsterbens im Mittelmeer. Tausende von Fischkadavern treiben seit Tagen in der Lagune der Ortschaft Orbetello im Herzen der toskanischen Bade-Halbinsel Monte Argentario.
29.07.2024, 13:2129.07.2024, 13:21

In der Toskana herrscht Alarmstimmung bei Fischern und Touristikern wegen eines Fischsterbens im Mittelmeer. Tausende von Fischkadavern treiben seit Tagen in der Lagune der Ortschaft Orbetello im Herzen der toskanischen Bade-Halbinsel Monte Argentario.

Insgesamt 200 Tonnen Aale und andere Fische seien in drei Tagen verendet, berichteten italienische Medien. Ungewöhnlich viele Fische kamen demnach an die Oberfläche und starben nach stundenlanger Qual.

Die Fischer klagten über Schäden in Millionenhöhe. Für das Fischsterben wurde die hohe Wassertemperatur in der Lagune verantwortlich gemacht, die in den vergangenen Tagen ein Rekordhoch von 35 Grad erreichte. Das seien zurzeit die höchsten Temperaturen im gesamten Mittelmeerraum, hiess es.

Fische sind erstickt

Ein mangelnder Wasseraustausch in einem beinahe geschlossenen System und das Wachstum von Algen liessen den Sauerstoffgehalt gegen null sinken. Fischer versuchten, kühles Wasser in die Lagune zu pumpen, doch die Massnahme genügte nicht, um das Fischsterben zu stoppen. Dem Fischsterben fielen auch Blaukrabben zum Opfer, die zuletzt immer mehr zum Schreck der Fischer geworden sind, weil sie Venusmuscheln und andere kleinere Fische verzehrten.

Tonnen von Fischkadavern mussten in Orbetello entsorgt werden. Die Sorge ist, dass die verwesten Kadaver zu einem hygienischen Notstand am Höhepunkt der Tourismussaison führen könnten. Der Bürgermeister von Orbetello forderte Massnahmen zur Unterstützung der betroffenen Fischer. Die Touristiker bangten um die August-Wochen. Restaurant- und Bar-Besitzer beklagten bereits schwere Verluste, da die Kunden es wegen des Gestanks vermeiden, in den Lokalen nahe am Meer zu speisen.

Die Behörden baten die Regierung in Rom um Hilfe. Der Präsident der Region Toskana, Enrico Giani, wollte den Notstand ausrufen: Damit sollen Massnahmen zur Unterstützung der betroffenen Fischer getroffen werden. (sda/apa)

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