International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

71 Gefechte in den letzten 24 Stunden: In der Ukraine flammen die Kämpfe wieder auf

NATO-General Philip Breedlove hat eine Intensivierung der Kämpfe im Osten der Ukraine beklagt. Allein in den letzten 24 Stunden habe es 71 Gefechte, Schüsse durch Scharfschützen sowie Kämpfe mit Artillerie in der Region gegeben, sagte er am Dienstag im US-Senat.



Im Laufe der vergangenen Woche seien es etwa 450 solcher Vorkommnisse gewesen. «Das zeigt, dass die Aktivität steigt.» Zuletzt sei die Lage in der Ostukraine entlang der Kontaktlinie, die die ukrainischen Regierungstruppen von den prorussischen Aufständischen trennt, relativ ruhig gewesen, führte der NATO-Oberbefehlshaber aus. Das habe sich aber in den vergangenen zwei Wochen stark geändert.

Besonders beunruhigend sei, dass schwere Waffen im Einsatz gewesen seien, «von denen wir dachten, dass sie aus der Kampfzone abgezogen wurden», sagte Breedlove.

Der NATO-General warf zudem Russland vor, im Donbass nach wie vor stark involviert zu sein und die Rebellen mit militärischer Ausrüstung und Kommunikationsmitteln zu unterstützen. Moskau weist das zurück. Seit dem Beginn des Ukraine-Konflikts vor nunmehr fast zwei Jahren wurden bereits mehr als 9000 Menschen getötet. Die Friedensgespräche für ein Ende des Konflikts treten seit Monaten auf der Stelle.

Syrien-Strategie

Breedlove warf Russland und Syrien zudem vor, Flüchtlinge als «Waffe» gegen den Westen einzusetzen. Der massive Flüchtlingsandrang aus dem Bürgerkriegsland Syrien habe eine destabilisierende Wirkung auf die europäischen Länder, und dies spiele Moskau in die Hände.

Durch die russischen Luftangriffe und den Einsatz von Fassbomben durch das syrische Militär würden «absichtlich» Fluchtbewegungen erzeugt, sagte Breedlove. (wst/sda/afp)

Der Ukraine-Konflikt

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kremlgegner Nawalny kehrt am Sonntag nach Moskau zurück – trotz drohender Haft

Lange war offen, wann der vergiftete Kremlgegner Nawalny in seine Heimat zurückkehrt. Die russischen Behörden ermitteln gegen ihn und wollen ihn ins Gefängnis stecken. Der Oppositionsführer lässt sich davon nicht einschüchtern.

Der Kremlgegner Alexej Nawalny will nach seiner Vergiftung an diesem Sonntag nach Moskau zurückkehren. Er lande am 17. Januar mit einer Maschine der russischen Fluggesellschaft Pobeda, teilte er im Kurznachrichtendienst Twitter am Mittwoch mit. Er hält sich nach dem Mordanschlag mit dem Nervengift Nowitschok seit August zur Heilung in Deutschland auf.

Die Frage einer Rückkehr habe sich für ihn nie gestellt, weil er Russland nie selbst verlassen habe, schrieb der 44-Jährige. «Ich bin in einer …

Artikel lesen
Link zum Artikel