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Russischer Hafen brennt – Ukraine greift mit Hunderten Drohnen an

Russia Baltiysk Sea Port 8240405 20.07.2022 The new Ursa Major cargo ship is loaded at the Baltiysk Sea Port, where the Baltiysk - Ust-Luga ferry service is carried out, in Kaliningrad region, Russia. ...
Der russische Hafen Ust-Luga. (Archivbild)Bild: www.imago-images.de

Russischer Hafen brennt – Ukraine greift mit Hunderten Drohnen an

25.03.2026, 09:3925.03.2026, 09:39

Die ukrainischen Streitkräfte haben Russland in der Nacht mit grossen Drohnenschwärmen angegriffen und mehrere Brände in dem Ostseehafen Ust-Luga ausgelöst.

Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtete von 398 feindlichen Langstreckendrohnen über vielen Teilen Russlands, die angeblich abgefangen worden seien. Nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass war es der schwerste bislang verzeichnete Drohnenangriff aus der Ukraine.

Er folgte auf einen Tag, an dem Russland neben Raketen auch eine Höchstzahl von fast 950 Kampfdrohnen Richtung Ukraine gestartet hatte. Durch zwei Angriffswellen am Dienstag in der Nacht und über Tag gab es Tote, Verletzte und schwere Schäden. In der westukrainischen Grossstadt Lwiw wurden historische Gebäude in der Altstadt beschädigt, die zum Weltkulturerbe zählt.

Ölhafen am Finnischen Meerbusen als Ziel

Russische Stellen bestätigten am Mittwoch Brände in dem für den Öl- und Gasexport wichtigen Hafen Ust-Luga. Er liegt am Finnischen Meerbusen etwa hundert Kilometer von St. Petersburg entfernt. Verletzte habe es nicht gegeben. Von der Insel Kronstadt, die ein wichtiger Marinestützpunkt der russischen Ostseeflotte ist, wurden Häuserschäden gemeldet. Am Montag hatten ukrainische Drohnen Öltanks im Ostseehafen Primorsk in Brand geschossen.

Die Ukraine versucht, den seit mehr als vier Jahre dauernden Krieg zurück ins Land des Angreifers zu tragen. Sie greift gezielt Anlagen der russischen Öl- und Gasindustrie an, weil Moskau den Krieg über Energieexporte finanziert. Zivilisten kommen dabei eher selten zu Schaden. Die russischen Luftangriffe treffen dagegen in der Ukraine regelmässig auch Wohnhäuser; Zivilisten werden getötet oder verletzt. (sda/dpa)

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Hosenabe
25.03.2026 10:14registriert März 2014
"Moskau berichtete von 398 feindlichen Langstreckendrohnen über vielen Teilen Russlands, die angeblich abgefangen worden seien."

klar, wie immer waren es wohl die Trümmer, welche für die Schäden verantwortlich sind...
glaubt die russische Bevölkerung das eigentlich wirklich oder ist es ihnen schlicht egal?
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Reinhard51
25.03.2026 11:37registriert November 2025
Ist doch erstaunlich was ein paar abgeschossene Dronen anrichten können😁
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banda69
25.03.2026 12:11registriert Januar 2020
Die Häfen Primorsk und Ust-Luga haben den Umschlag von Öl und Treibstoff nach den Angriffen vorübergehend eingestellt. Über beide Häfen läuft ein Grossteil der russischen Energieexporte. Etwa 60 Prozent der russischen Ölexporte auf dem Seeweg laufen über den Hafen in Primorsk.

Die Folgen: Die Versorgung der russischen Truppen mit Treibstoff werden gestört, Russlands Einnahmen aus Energieexporten geschmälert und die russische Bevölkerung mit steigenden Spritpreisen unter Druck gesetzt.

Da der verlogene Rechtspopulist die Russen unterstützt, nimmt die Ukraine ihr Schicksal selbst in die Hand.
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