Wirtschaft
Russland

Wladimir Putin räumt Wirtschaftseinbruch zu Jahresbeginn ein

Russian President Vladimir Putin attends a meeting on economic issues at the Kremlin in Moscow, Monday, March 23, 2026. (Gavriil Grigorov/Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP)
Russia Putin
Hat schlechte Neuigkeiten zu verkünden: Wladimir Putin.Bild: keystone

Wladimir Putin räumt Wirtschaftseinbruch zu Jahresbeginn ein

23.03.2026, 14:0723.03.2026, 16:55

Russlands Wirtschaft ist nach vier Jahren Krieg offiziellen Angaben zufolge ins Minus gerutscht. «Im Januar dieses Jahres ist Russlands Bruttoinlandsprodukt 2,1 Prozent niedriger gewesen als vor einem Jahr», sagte Präsident Wladimir Putin bei einer Regierungssitzung.

Gleichzeitig sei die Industrieproduktion um 0,8 Prozent zurückgegangen. Während er dies mit der grösseren Anzahl an Feiertagen in diesem Jahr gegenüber 2025 erklärte, forderte er zugleich von der Regierung entschiedene Massnahmen, um «auf den Pfad nachhaltigen Wachstums zurückzukehren».

Putin hat im Februar 2022 den Angriff auf die Ukraine befohlen. Den darauffolgenden Sanktionen des Westens konnte die russische Ökonomie nach der Umstellung auf eine Kriegswirtschaft lange relativ gut widerstehen - auch weil die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts vom staatlich finanzierten Rüstungssektor angetrieben wurden.

Anzeichen einer Krise machten sich bereits im vergangenen Jahr in zivilen Sektoren bemerkbar - und konnten zuletzt dann auch nicht mehr durch steigende Waffenproduktion aufgefangen werden.

Russische Frühjahrsoffensive

Derweil hat die russische Frühjahrsoffensive im Ukraine-Krieg hat nach Angaben aus Kiew mit hohen Verlusten für Moskau begonnen.

«Innerhalb von vier Tagen intensiver Sturmversuche hat der Feind mehr als 6090 Soldaten als Gefallene oder Verletzte verloren», teilte der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Olxander Syrskyj, bei Facebook mit.

In den vergangenen Tagen hatten Militärbeobachter eine Aktivierung der russischen Einheiten registriert. Moskaus Truppen versuchen, die besseren Witterungsverhältnisse und das Ende der Schlammperiode für eine Ausweitung ihrer Angriffe zu nutzen. Allerdings kursieren im Internet bereits zahlreiche Videos von zerschlagenen Militärkolonnen, deren Vormarsch von Drohnen gestoppt wurde. (awp/sda/dpa)

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quelle: keystone / bo amstrup
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