International
UNO

Humanitärer Notstand im Jemen: Über 20 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen

Kinder in Yemens Hauptstadt Sana'a warten auf Hilfe.
Kinder in Yemens Hauptstadt Sana'a warten auf Hilfe.Bild: KHALED ABDULLAH/REUTERS

Humanitärer Notstand im Jemen: Über 20 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen

02.07.2015, 00:3702.07.2015, 05:43

Die Vereinten Nationen haben für das Konfliktland Jemen den humanitären Notstand ausgerufen. Nach Angaben der UNO sind derzeit mehr als 21 Millionen Menschen im Jemen akut auf humanitäre Hilfe angewiesen.

UNO

UNO-Sprecher Farhan Haq erklärte am Mittwoch nach einem Treffen des UNO-Nothilfekoordinators Stephen O'Brien mit Hilfsorganisationen, alle Beteiligten seien sich einig gewesen, Stufe drei hinsichtlich der humanitären Lage für den Jemen auszurufen. Das ist die höchstmögliche Krisenstufe, damit steht der Jemen in einer Reihe mit nur drei weiteren Ländern: Irak, Südsudan und Syrien.

UNO-Nothilfekoordinator warnt vor Hungersnot

Die Einstufung in Kategorie drei gelte nun zunächst für sechs Monate, erklärte Faq. Rund 80 Prozent der Bevölkerung seien akut auf humanitäre Hilfe angewiesen. Vor einigen Tagen hatte O'Brien vor einer Hungersnot im Jemen gewarnt.

Im Land wüten derzeit schwere Kämpfe zwischen Rebellen der Huthi-Miliz und ihren Verbündeten auf der einen und Regierungstruppen auf der anderen Seite. Staatschef Abd Rabbo Mansur Hadi hält sich im Exil auf. Eine Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt die mit Hadi verbündeten Truppen. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Türkei: Lehrer an Schule in Osmaniye erschossen
An einer Schule im südosttürkischen Osmaniye ist bei einem Angriff ein Lehrer erschossen worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu und lokale Medien berichteten, sei die Lehrkraft nach einem privaten Streit von ihrem Neffen auf dem Schulgelände erschossen worden.
Zur Story