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Democratic presidential candidate Sen. Bernie Sanders speaks at a campaign stop Saturday, March 26, 2016, in Madison, Wis. (AP Photo/Andy Manis)

Bernie Sanders in Madison, Wisconsin, am 26. März 2016: «Lasst euch nicht erzählen, dass wir nicht gewinnen können».
Bild: AP/FR19153 AP

Bernie im Hoch: Sanders gewinnt drei Vorwahlen gegen Hillary Clinton deutlich



Bei den Vorwahlen der US-Demokraten für die Präsidentschaftskandidatur hat sich Senator Bernie Sanders in allen drei Abstimmungen gegen Hillary Clinton durchgesetzt. Er gewann in den Bundesstaaten Washington, Alaska und Hawaii mit jeweils deutlichem Vorsprung.

«Lasst euch nicht erzählen, dass wir die Nominierung oder die Wahl nicht gewinnen können», erklärte der Senator vor jubelnden Anhängern im Bundesstaat Wisconsin, wo Anfang April gewählt wird. «Wir werden beides tun.»

Die ehemalige US-Aussenministerin Clinton liegt allerdings nach Delegiertenstimmen weiter deutlich in Führung. Bei den Republikanern fanden am Samstag keine Vorwahlen statt.

Wahlkampf in den USA: Welche Promis unterstützen wen?

Clinton führte vor den Abstimmungen mit 1690 Delegierten vor Sanders mit 946 Stimmen. Für die Nominierung werden 2382 benötigt.

Am Samstag standen im grössten der drei Bundesstaaten Washington mit 101 Stimmen vergleichsweise wenige auf dem Spiel. In Alaska, ein Staat mit 740'000 Einwohnern waren es gerade 16. Zudem werden bei den Demokraten die Delegiertenstimmen proportional verteilt.

Democratic presidential candidate Hillary Clinton greets people in the audience after participating in a roundtable with Muslim community leaders at the University of Southern California in Los Angeles, Thursday, March 24, 2016. (AP Photo/Carolyn Kaster)

Hat gut lachen: Clintons Vorsprung auf Sanders ist nach wie vor komfortabel.
Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Faktisch entschieden

Damit erhält auch der Verlierer noch einige Stimmen. Rechnerisch müsste Sanders nun etwa zwei Drittel aller verbliebenen Stimmen gewinnen. «Die Führung von Hillary Clinton ist zu gross», sagte der demokratische Stratege Jim Manley, der die Ex-Ministerin unterstützt. «Bis auf das Geschrei ist alles vorbei.»

Clinton hat sich zuletzt im Wahlkampf als faktische Präsidentschaftskandidatin der Demokraten präsentiert. Sie richtet ihre Angriffe entsprechend immer mehr auf den führenden republikanischen Bewerber, dem Milliardär Donald Trump, aus.

Durch die Vorwahlen bestimmen die beiden grossen US-Parteien ihre Kandidaten für die Präsidentenwahl Anfang November. Amtsinhaber Barack Obama, ein Demokrat, darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. (sda/reu)

Clinton und Sanders - TV-Debatte in Bildern

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rolf.iller 30.03.2016 11:42
    Highlight Highlight "Clinton ... 1690 Delegierten vor Sanders mit 946 Stimmen."

    Na die Zahlen sind irreführend, weil bei Clinton immer noch die Superdelegierten automatisch dazu gezählt werden. Auf Grund der bisherigen Wahlergebnisse sieht es so aus: 1'004 (Sanders) zu 1'243 (Clinton).

    Auch wenn sich aktuell (469 Superdeligierte, undemokratische Parteistimmen) für Clinton aussprechen, kann sich das noch ändern, sobald Sanders an Clinton vorbeizieht. Sanders führt in den verbleibenden Nordstaaten. Bei Clinton vs Obama, hatten sich am Schluss auch die Superdelegierten abgesetzt.
  • Sapere Aude 27.03.2016 17:05
    Highlight Highlight Vergessen geht bei der ganzen Sache, dass sich viele Superdelegierte (aka Parteielite) bereits für Clinton ausgesprochen haben. Sanders Chancen waren von beginn weg bescheiden. Schade für die verpasste Chance.
  • Madison Pierce 27.03.2016 16:57
    Highlight Highlight Können wir ja noch hoffen, dass den Amis und uns allen Hillary erspart bleibt.
  • kEINKOmmEnTAR 27.03.2016 16:53
    Highlight Highlight schade das ihr euch bei news zu diesem thema nicht so viel mühe gibt zu recherchieren wie sonst so oft.

    könnte für euch einen guten artikel zum thema schreiben
  • Ton 27.03.2016 13:05
    Highlight Highlight Ähm und ihr schreibt nichtmal wie deutlich er gewonnen hat? 81% in Alaska, 73% in Washington und 72% in Hawaii. Sanders kann noch immer gewinnen, auch wenn es nicht ganz einfach wird. Er braucht ca.57% der restlichen Stimmen. Wenn er dann mehr pledged delegates hat am Schluss müssen die Superdelegates - zum Erhalten des demokratischen prozesses wie schon bei Obama - ebenfalls zu Sanders wechseln. Meine Stimme hat er schonmal. Go Bernie!
    • Hierundjetzt 27.03.2016 15:28
      Highlight Highlight Schon, aber wie im Artikel vermerkt, ist es eher unwahrscheinlich, dass Sanders ab jetzt nur noch gewinnt.
  • Kookaburra 27.03.2016 11:43
    Highlight Highlight Go Bernie! Auch wenn er einen Vogel hat :)
    • rolf.iller 27.03.2016 17:16
      Highlight Highlight Und was für einen Vogel der hat

      Play Icon
    • Sauraus 27.03.2016 19:01
      Highlight Highlight Du Spatzenhirn;-)
      #Birdysanders

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