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Wenn das Kapitol zum Camp wird – so sah's zuletzt im US-Bürgerkrieg 1862 aus

14.01.2021, 04:06

Eine Woche nach Erstürmung des US-Kapitols sind die Sicherheitsmassnahmen des Parlamentsgebäudes massiv verstärkt worden. Rund um den Sitz des US-Kongresses waren am Mittwoch Tausende Soldaten der Nationalgarde im Einsatz. Normalerweise ist dort fast ausschliesslich der eigene Polizeidienst des Kapitols aktiv. Auf Aufnahmen aus dem Gebäude waren auch Nationalgardisten zu sehen, die in Gängen und Hallen am Boden lagen und sich ausruhten.

Wie das aussieht, kannst du in der folgenden Bildstrecke sehen:

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Soldaten der Nationalgarde campen im Kapitol
quelle: keystone / jim lo scalzo
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Solche oder ähnliche Szenen sah man zuletzt im Jahr 1862 während des amerikanischen Bürgerkriegs. Dazwischen sah man zwar immer wieder mal Soldaten, die das Kapitol bewachten, aber einquartiert seither nicht mehr.

Damals nutzten die Unionstruppen gemäss Bloomberg das Kapitol als Spital nach einer verheerenden Schlacht. Etwas über 1000 Soldaten wurden in den Hallen behandelt, weitere Soldaten bewachten das Kapitol.

Der Huffpost-Reporter Igor Bobic wies auch daraufhin, wie jung viele der Soldaten seien: Knapp aus der Schule, das erste Mal im Kapitol – aber nicht als Besucher.

Insgesamt bis zu 15'000 Soldaten

Bis zur Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden am kommenden Mittwoch am Kapitol sollen bis zu 15'000 Soldaten der Nationalgarde eingesetzt werden, um die übrigen Sicherheitskräfte zu unterstützen. Die Bundespolizei FBI warnte Medienberichten zufolge davor, dass es rund um die Vereidigung des Demokraten zu neuen gewaltsamen Protesten kommen könnte.

In der Innenstadt sind zahlreiche Strassen gesperrt, Sicherheitskräfte errichteten Kontrollpunkte. Bürgermeisterin Muriel Bowser forderte alle Bürger auf, die Innenstadt bis auf Weiteres zu meiden und auch die Amtseinführung nur an den Bildschirmen zu verfolgen. Bowser erneuerte auch ihre Forderung an Amerikaner, für die Amtseinführung nicht nach Washington zu reisen. Der Secret Service, der auch den Präsidenten beschützt, ist seit Mittwoch für die Koordinierung aller Sicherheitskräfte rund um die Amtseinführung zuständig.

Der Apartment-Vermittler Airbnb erklärte, man werde wegen der Aufrufe der Behörden, nicht für die Vereidigung anzureisen, alle Reservierungen im Grossraum Washington in der Woche der Amtseinführung stornieren. Gäste und Gastgeber würden entschädigt, hiess es.

Rund um das Kapitol war bereits Ende vergangener Woche ein neuer Sicherheitszaun errichtet worden, der vor allem von der Nationalgarde bewacht wird. Anhänger des scheidenden Präsidenten Donald Trump waren am Mittwoch vergangener Woche – nach einer anstachelnden Rede Trumps – während einer Sitzung des Kongresses gewaltsam ins Kapitol eingedrungen. Fünf Menschen kamen ums Leben. (sda/dpa)

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Trump-Anhänger stürmen Kapitol

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Trump-Anhänger stürmen Kapitol
quelle: keystone / manuel balce ceneta
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Chaos in Washington

Video: watson

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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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namib
14.01.2021 06:45registriert März 2018
Trump wird sagen können, bei seiner Inauguration seien mehr Zuschauer anwesend gewesen. Und zum ersten Mal in vier Jahren muss er sich dabei nicht einmal auf „alternative Fakten“ beziehen. Vielleicht hilft ihm der Gedanke daran irgendwann einmal beim Einschlafen in der Zelle🤷🏻‍♂️
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ELMatador
14.01.2021 07:57registriert Februar 2020
Die Frage ist, ob sich die Yeehaw-Disten davon abwimmeln lassen oder ob es trotzdem gewalttätige Proteste geben wird.

Es wurde ja bereits bekannt, dass rechtsextreme und Q-Anon Kreise die Erstürmung der unterschiedlichen staatlichen Regierungen planen.

Meine Vermutung ist, dass es in den nächsten 1-2 Wochen noch einige grössere Ausschreitungen geben wird. Aber ich könnte falsch liegen und hoffe, dass ich mich irre.
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Triumvir
14.01.2021 09:15registriert Dezember 2014
Das ist leider notwendig. Nur schon präventiv zur Abschreckung von potentiellen inländischen Terroristen. Aber Trump und seine verblendeten Anhänger haben ja gerne Zäune, Mauern und viel Militär. Hoffentlich reichen die erhöhten Sicherheitsmassnahmen aus...
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