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QAnon-Leader meldet sich nach über einem Jahr Schweigen wieder zu Wort

27.06.2022, 07:1827.06.2022, 07:49

Am vergangenen Freitag hat sich «Q», der Leader der Verschwörungs-Bewegung QAnon, erstmals seit über einem Jahr wieder zu Wort gemeldet. Gemäss einem Bericht der «New York Times» soll die unbekannte Person drei Posts auf der anonymen Messageboard-Internetseite 8kun abgesetzt haben.

Eine Frau protestiert mit einem QAnon-Schild.
Eine Frau protestiert mit einem QAnon-Schild.Bild: keystone

«Shall we play the game again?» – «Sollen wir das Spiel nochmals spielen?» – lautete eine kryptische Botschaft. Als Zweites schrieb er als Antwort darauf, warum er so lange weg gewesen sei: «Es musste so gemacht werden.» Und schliesslich setzte er noch folgende Worte ab: «Seid ihr bereit, eurem Land zu folgen? Erinnert euch an euren Eid.» Die Posts machte daraufhin auf diversen Social-Media-Plattformen die Runde. So spekulierten Anhänger darüber, was die Rückkehr von «Q» zu bedeuten habe.

Die QAnon-Bewegung war in den USA in den vergangenen Jahren immer bekannter geworden. Die Verschwörungserzählungen tauchten Ende 2017 in anonymen Foren auf, wo sie sich immer weiter verbreiteten. «Q» behauptete, direkten Zugang zum damaligen US-Präsident Donald Trump zu haben und streute absurde Geschichten. So gehen die QAnons etwa davon aus, dass Prominente und US-Politiker wie etwa Hillary Clinton einen geheimen, weltweiten Kindersex-Ring betreiben. Einige Anhänger von QAnon waren zudem beim Sturm aufs Kapitol vom 6. Januar 2021 beteiligt gewesen.

Jacob Chansley, bekannt als QAnon-Wikinger, im Kapitol.
Jacob Chansley, bekannt als QAnon-Wikinger, im Kapitol.Bild: keystone

Nach der Wahlniederlage von Donald Trump hatte «Q» dann aber vorübergehend damit aufgehört, Posts abzusetzen. Wer hinter dem Pseudonym steckt, ist derweil nicht bestätigt. Viele gehen allerdings davon aus, dass es sich um Ron Watkins handelt, den Betreiber des Forums 8kun. Dies belegen unter anderem forensische Analysen der Schreibstile von «Q» und Watkins. Er selbst bestreitet dies. (dab)

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quelle: keystone / manuel balce ceneta
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31 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Kommissar Rizzo
27.06.2022 08:32registriert Mai 2021
*«Shall we play the game again?» «Es musste so gemacht werden.» «Seid ihr bereit, eurem Land zu folgen? Erinnert euch an euren Eid.»* Inhaltslose Phrase raushauen, für hirnlose Verschwörungs-Schwachmaten, die dann wieder alles und nichts hineininterpretieren werden - und wieder "Hoffnung" haben...
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Prinz Eugen
27.06.2022 08:31registriert März 2021
Entweder ist das eln psychisch kranker Spinner oder jemand der einfach nur schauen will wie einfach es ist Verschwörungstherien zu erfinden.
Leider muss ich in beiden Fällen sagen, dass es ein absoluter Depp oder absolute Deppin ist.
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landre
27.06.2022 08:37registriert Juni 2019
Die haben also die wichtigen Botschaften immer noch nicht entdeckt und entschlüsselt. Diese sind nicht zwischen den Zeilen, sondern direkt in den Wörtern zu finden, zum Beispiel im deutschsprachigen Raum in Dumpfbaqen, im französischen zum Beispiel in qonards, im englischen zum Beispiel in freaqs oder im italienischen in rinqoglioniti und so weiter.
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