Der wahrscheinlichste Zeitpunkt für ein Eingreifen der USA im Iran
Seit Ende Dezember 2025 findet im Iran eine Revolution statt. Die Sicherheitskräfte reagierten mit extremer Härte. Menschenrechtsorganisationen berichten von über 36'000 getöteten Zivilisten. Trump lässt aktuell seine Optionen im Iran prüfen. Folgendes deutet darauf hin, dass eine Intervention der USA im Iran kurz bevorsteht:
Grosse Truppenverschiebung in den Nahen Osten
In den vergangenen Wochen haben die USA ihre militärische Präsenz im Nahen Osten deutlich ausgeweitet. Angeführt wird der Aufmarsch von einem Flugzeugträgerverband um die USS Abraham Lincoln, der in der Arabischen See operiert. Begleitet wird dieser Verband von Zerstörern, Kampfflugzeugen und weiteren Einsatzmitteln. Zusätzlich wurden F-15E-Kampfjets und Luftabwehrsysteme in die Region verlegt, und regionale Stützpunkte befinden sich in erhöhter Alarmbereitschaft.
Solche Konzentrationen sind teuer und logistischer Aufwand für die USA. Erfahrungsgemäss werden sie in enger zeitlicher Nähe zu möglichen Einsätzen aufgebaut. Je länger diese Kräfte vor Ort bleiben, desto grösser wird der operative und politische Druck, sie für eine Aktion zu nutzen. Mehrere Militärexperten halten ein Eingreifen der USA im Iran – angesichts dieser Truppenbewegungen – für so gut wie sicher.
Schutz-Versprechen und Proteste
Trump hat mehrfach erklärt, er wolle den iranischen Demonstrierenden beistehen und das Regime für seine Gewalt gegen Unbewaffnete zur Rechenschaft ziehen. Er drohte damit, dass ein erneuter Einsatz die Bombardements von 2025 «wie Peanuts aussehen lassen» würde, sollte Teheran rote Linien wie Massenhinrichtungen überschreiten. Trumps Wortwahl signalisiert, dass Menschenrechtsverletzungen als mögliche Rechtfertigung für ein Eingreifen betrachtet werden.
Die Revolution im Iran dauert nun schon seit über einem Monat an. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass solche Revolutionsversuche schwieriger werden, je länger sie andauern. Die Zivilbevölkerung hat nicht unendlich Ausdauer. Will Trump also die aktuellen Menschenrechtsverletzungen im Iran als Rechtfertigung für ein Eingreifen nutzen, so muss er wohl zeitnah handeln. Heute Freitag sagte Trump an den Iran gerichtet: Entweder es gibt einen Deal oder «mal sehen was dann passiert». Das verdeutlicht, dass Trump eine Entscheidung im Iran forciern will, wobei ein Einlenken der Mullahs nicht zu erwarten ist.
Wahrscheinlichster Zeitpunkt: Beginn eines Wochenendes
In letzter Zeit hat Trump Militäroperationen oder wichtige Ankündigungen oft zu Beginn eines Wochenendes realisiert. Der Grund liegt weniger im Zufall als in politischen und wirtschaftlichen Erwägungen: Börsen sind am Wochenende geschlossen. Ist ein begrenzter Überraschungsschlag von Freitag auf Samstag erfolgreich und erfolgen bis zum Ende des Wochenendes keine nennenswerten Gegenschläge, so kann dies dazu beitragen, Panikverkäufe oder Turbulenzen an den Finanzmärkten bei der Öffnung am Montag zu vermeiden.
Ein Beispiel dafür ist die Operation gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro: Er wurde in einer Nacht-Operation von Freitag auf Samstag gefasst, was aus Sicht der Strategen mögliche unmittelbare Marktreaktionen minimierte. Sollte sich Washington zu einem Schlag gegen den Iran entschliessen, könnte ein ähnliches Zeitfenster als taktisch günstig betrachtet werden.
Fazit: Ein knapper Zeitkorridor
Das derzeitige Kräfteaufgebot, die politischen Drohungen und der Kontext der Proteste schaffen einen engen Zeitkorridor, in dem ein US-Eingriff im Iran am wahrscheinlichsten wäre – insbesondere zu Beginn dieses und des nächsten Wochenendes. Ein plötzlicher Angriff könnte innerhalb von Stunden möglich sein, da militärische Mittel und Bereitschaft bereits vorhanden sind.
Gleichzeitig bleibt unklar, ob Washington tatsächlich den letzten Schritt gehen wird.
