Schlappe für Musk: Der Tech-Milliardär verliert Mega-Klage gegen OpenAI
Elon Musk ist an einem kalifornischen Gericht mit seiner Klage gegen die KI-Firma OpenAI und deren CEO Sam Altman abgeblitzt. Eine Jury hat die Klage am Montag einstimmig abgewiesen, weil Musk sie nach ihrer Ansicht erst nach Ablauf einer Verjährungsfrist eingereicht hatte. Die Richterin urteilte entsprechend.
Musk wollte unter anderem erreichen, dass OpenAI-Chef Sam Altman und Top-Manager Greg Brockman ihre Posten verlieren und die Struktur des KI-Entwicklers geändert wird.
Der Tech-Milliardär, ein früher Geldgeber von OpenAI, warf Altman und Brockman vor, sie hätten «eine wohltätige Organisation gestohlen». Um diesen Vorwurf ging es zentral in dem mehrwöchigen Prozess im kalifornischen Oakland.
Die Geschworenen hatten im Rahmen der Gerichtsverhandlungen drei Wochen damit verbracht, firmeninterne Korrespondenzen zu prüfen und Zeugenaussagen anzuhören. Nach zwei Stunden Beratungszeit kamen sie schliesslich am Montag zu ihrem Entscheid.
OpenAI war 2015 von mehreren Tech-Grössen als Nonprofit-Unternehmen gegründet worden – darunter Altman und Musk. Letzterer verliess die Organisation 2018, 2020 stellte er seine Unterstützung vollständig ein.
Für OpenAI stand viel auf dem Spiel
Ein Erfolg Musks hätte OpenAI bei der Finanzierung zurückwerfen und damit den Wettbewerb in der boomenden KI-Industrie umkrempeln können. Denn mit rund 700 Millionen Nutzern pro Woche ist ChatGPT ein führender Player, während Musks Konkurrenzsoftware Grok weniger populär ist.
Nach Berechnungen des Branchendienstes «The Information» landen bei OpenAI und dem Rivalen Anthropic aktuell fast 90 Prozent der Erlöse der KI-Branche. Anthropic liege dabei leicht vorn.
Musk war in der Anfangszeit ein wichtiger Geldgeber von OpenAI. Insgesamt trug er rund 38 Millionen Dollar zur Finanzierung bei. Bis Mitte 2017 unterstützte er die KI-Entwicklung mit etwa 25 Millionen Dollar an vierteljährlichen Zahlungen und übernahm bis 2020 die Miete im Umfang von gut 12 Millionen Dollar. Ferner gab es vier Fahrzeuge des von ihm geführten Elektroauto-Herstellers Tesla für Top-Mitarbeiter.
(cpf, ergänzt mit Material der sda)
