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epa07563130 Venezuela's National Assembly President Juan Guaido delivers a speech during a demonstration against the government of Nicolas Maduro at Alfredo Sadel Square in Caracas, Venezuela, 11 May 2019.  EPA/Rául Martínez

Weil ihm die Armee Venezuelas nicht folgen will? Guaidó will Kontakte zum US-Militär knüpfen. Bild: EPA/EFE

Guaidó sucht Hilfe beim US-Militär



Im seit Monaten andauernden Machtkampf in Venezuela sucht der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó den direkten Kontakt zum US-Militär.

Er habe seinen Gesandten in Washington angewiesen, Verbindungen zu dem für Lateinamerika zuständigen Südkommando der US-Streitkräfte aufzunehmen, sagte Guaidó bei einer Kundgebung am Samstag in Caracas. Er suche auch weiterhin das Gespräch mit den venezolanischen Streitkräften.

Guaidó hatte immer wieder angedeutet, dass er unter bestimmten Umständen eine militärische Intervention in Venezuela erwägen würde. Laut Verfassung kann das von der Opposition kontrollierte Parlament einen Einsatz ausländischer Truppen in dem südamerikanischen Land billigen. US-Präsident Donald Trump hatte immer wieder betont, gegenüber Venezuela lägen «alle Optionen auf dem Tisch». Konkrete Hinweise auf ein militärisches Eingreifen der USA gibt es allerdings nicht.

Erneut auf der Strasse

Der Befehlshaber des US-Südkommandos, Admiral Craig Faller, hatte sich zuletzt gesprächsbereit gezeigt. «Wenn mich Juan Guaidó und die legitime Regierung von Venezuela einladen, erörtere ich gerne, wie wir jene Offiziere der venezolanischen Streitkräfte unterstützen können, die die richtige Entscheidung treffen und die verfassungsmässige Ordnung wieder herstellen», schrieb er auf Twitter. «Wir sind bereit.»

Guaidós Anhänger sind derweil gegen den umstrittenen Staatschef Nicolás Maduro auf die Strasse gegangen. In der Hauptstadt Caracas versammelten sich zum Auftakt am Samstagmorgen (Ortszeit) mehrere hundert Demonstranten auf dem Alfredo-Sadel-Platz.

Das berichtete ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP. Die Demonstrationen gelten als Test für die Mobilisierungskraft der Opposition, zehn Tage nach dem Putschversuch von Teilen der Streitkräfte gegen Maduro. Am vergangenen Wochenende waren die Teilnehmerzahlen bei zwei Kundgebungen der Opposition rückläufig gewesen.

Venezuelas Armee immer noch auf Seiten Maduros

Guaidó hatte am 30. April versucht, die Streitkräfte auf seine Seite zu ziehen und Maduro aus dem Amt zu drängen. Wegen ihrer Unterstützung des gescheiterten Aufstands leitete die venezolanische Führung bisher Strafverfahren gegen zehn Oppositionsabgeordnete ein.

Der Machtkampf zwischen Maduro und Guaidó dauert seit Monaten an. Guaidó wird von rund fünfzig Staaten, darunter Deutschland und die USA, als Übergangspräsident anerkannt. Maduro kann nach wie vor auf den Rückhalt der Armee zählen und wird unter anderem von Russland unterstützt. (leo/sda/dpa/afp)

«Leute sterben in Spitälern»

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Avenarius 13.05.2019 11:36
    Highlight Highlight Mann ... Guidao, du Volldepp! Sicher nicht die Hilfe der USA holen !!!! Die werden dich/euer Volk wie eine Geschlachtete Gans ausnehmen! Siehe Korea, Vietnam, Irak Lybien Afghanistan uvm. Ich hätte auf die Fähigkeit gehofft, dass du über den Tellerrand rausschauen könntest. Verflixt, das könnte echt ins Auge gehen.
  • Peter Mü 12.05.2019 18:01
    Highlight Highlight Das wärs doch mal: ich rufe mich auch als Präsident der Schweiz aus, lasse dann sofort Sanktionen gegen den Bundesrat einleiten. Falls die ganze Sache nicht klappt, weil fast niemand in der Schweiz mich als Präsident will, verlange ich von den Amis oder sonst wem, dass sie die Schweiz militärisch überfallen.
    • justasec 12.05.2019 21:39
      Highlight Highlight Wenn man sämtliche relevanten Fakten, Zusammenhänge und Vorkommnisse in Venezuela komplett ausblendet, kann man ihrem Vergleich zustimmen. Wenn man aber weiss dass Maduros Partei 2015 mit 2/3 demokratisch abgewählt wurde, dann sicher nicht.
      Zuerst informieren, dann kommentieren!
  • manhunt 12.05.2019 12:09
    Highlight Highlight das sich in venezuela etwas ändern muss, steht ausser frage. ein eingreifen von us-streitkräften würde die lage jedoch weiter verschlechtern, die bevölkerung sicher noch mehr spalten.
    die einzige möglichkeit die situation zu befrieden wären faire neuwahlen.
    doch auch dann bestünde das risiko, dass die „verlierer“-seite deren rechtmässigkeit nicht anerkennen würde.
    das guaidó nun die hilfe des us-militärs sucht, dürfte seine gegner bloss weiter in der annahme bestätigen, die unruhen seien vom ausland orchestriert.
  • loquito 12.05.2019 10:12
    Highlight Highlight Die mehrheit ist für Guaido... Aber an die Demo für ihn kamen "mehrere hundert" Menschen? Managua kurz naxh ser Revolution, bei 4 millionen Mensxhen, waren über 1Million auf den strassen... Wenn Guaido nicht mal 1 Million Menschen zusammnekriegt gegen den "bösen Diktator" kanm ich das einfach alles nicht so recht glauben, von wegen Mehrheit... Und zu erinnerung, im gegensatz zu Madura war Somoza ein echter Diktator und hat das eingene Land bombardiert. GRINGOMARIONETTE, NICHT MEHR UND NICHT WENIGER
    • justasec 12.05.2019 21:55
      Highlight Highlight Ihr Argument ist, das wenn weniger als 1 Milion Menschen gegen Maduro demonstrieren ist er rechtmässiger Präsident und die Opposition lügt?
      Wow, scheint mir ein recht einfach zu erreichendes Kriterium. Stellt sich einfach die Frage ob dies eine sinnvolle Definition von Demokratie ist. Aber ich werde sie hier kaum umstimmen können.
  • DaniSchmid 12.05.2019 00:55
    Highlight Highlight ‚Seine Anhänger unterstützen ihn‘. Aha...
  • locin 11.05.2019 22:53
    Highlight Highlight Hoffen wir mal, dass es keinen Krieg wie in Nordafrika gibt.

    Weiss jemand da Bescheid? Könnte Maduro auch so etwas machen? Also rein theoretisch?
    • Pisti 11.05.2019 23:22
      Highlight Highlight Tut er ja schon! Er hat unterstüzung von Milizen aus Bolivien und der ELN aus Kolumbien.
    • Juliet Bravo 12.05.2019 00:02
      Highlight Highlight Was meinst du mit „so etwas“?
  • MGPC 11.05.2019 22:33
    Highlight Highlight Weis eigentlich irgendjemand um was es am Anfang ging? Mir scheint, es geht jetzt nur noch darum, dass einer dieser Kinder auf keinen Fall verlieren will.
    Hätte au nur einer den aufrichtigen Ansatz dem Volk zu helfen, würden sie sich zusammentun und verhindern dass irgendwelche Fremdstaaten über ihre Zukunft richten. Vollidioten
    • satyros 11.05.2019 23:03
      Highlight Highlight Wenn ich mich recht entsinne, hat Maduro eine Verfassungsänderung vorgeschlagen und dafür eine verfassungsgebende Versammlung wählen lassen. Die Opposition hat diese Wahl boykottiert. Der praktisch nur aus Anhängern der Regierung bestehenden verfassungsgebenden Versammlung wurden dann alle legislativen Rechte übertragen und somit das von der Opposition kontrollierte Parlament faktisch entmachtet. Der Parlamentspräsident hat sich dann selber zum Interimspräsidenten ausgerufen und will Neuwahlen ins Präsidentenamt durchsetzen. Zudem läuft die Wirtschaft ziemlich scheisse.
    • Reudiger 11.05.2019 23:41
      Highlight Highlight "Alle Leute ausser mir sind dumm, nur ich habe die Fähigkeit die Komplexität der Geschehnisse zu verstehen", so kommst du rüber.
      Dieses ständige "zwei idiotische Kinder streiten sich" ist mittlerweile mehr als ausgelutscht, neben der Tatsache, dass dies nicht stimmt.
      Sie haben ihre Motivationen und all zu dumm können sie nicht sein, was natürlich nichts berechtigt. Aber dieses ständige runterspielen der Tatsachen ist albern.
    • justasec 12.05.2019 00:49
      Highlight Highlight Falls es sie wirklich interessiert, googlen sie nach der Parlamentswahl im 2015 und setzen sie ein Augenmerk auf das Ende der Gewaltenteilung und somit Demokratie am 30. März 2017.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 11.05.2019 22:26
    Highlight Highlight Der selbsternannte Präsident möchte das die Amis in "sein" Land einmarschieren. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es unter ihm für das Volk Venezuelas auch nicht besser wird.
    • RandomNicknameGenerator 11.05.2019 23:03
      Highlight Highlight Es geht der Opposition nicht darum, dass Guaido Präsident wird. Sei wollen endlich wieder faire Wahlen ausrufen - drum ist er auch nicht selbsternannter Präsident - sondern Interimspräsident. Und auch das ist er nur in seiner Funktion als Parlamentspräsident - wie es die Venezolanische Verfassung vorsieht wenn es keine faire Wahlen gab.
    • Demo78 12.05.2019 00:15
      Highlight Highlight Ich wünsche dem venezolianischem Volk auch nur das beste um aus dieser Krise zu kommen. Ob es die Amerikaner richten können ist jedoch fraglich wenn ich die jüngsten InterventionenndetbAmis analysiere🤦🏻‍♂️🤷🏻‍♂️
    • justasec 12.05.2019 00:51
      Highlight Highlight Genau, das Parlament mit dessen Präsident Guaido versucht nach seiner Entmachtung am 30. März 2017 wieder eine Demokratie zu formen.
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