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«South Park»-Autor will mit Webseite Trumps Sohn in den Krieg schicken

Barron Trump
Mit diesem Bild will die Webseite DraftBarronTrump.com Trumps Sohn für den Krieg einberufen.Bild: https://www.draftbarrontrump.com/

Social-Media-User wollen Trumps Sohn in den Iran-Krieg schicken – das steckt dahinter

Barron Trump soll im Iran-Krieg eingezogen werden – das fordert zumindest eine neue Website in den USA.
03.03.2026, 11:1103.03.2026, 12:03

Am 28. Februar griff Israel mit Unterstützung der USA den Iran an, wobei der Oberste Führer Ali Khamenei getötet wurde. Beim Angriff starben bisher auch sechs US-Soldaten und 18 weitere wurden verletzt. Donald Trump sagte daraufhin am Sonntag gegenüber NBC News: «Wir rechnen bei so etwas mit Verlusten. Am Ende wird es ein grossartiger Deal für die Welt sein.» Zudem sprach er bei der Pressekonferenz über Vorhänge.

Video: watson/lucas zollinger

Nach diesen Aussagen wurde Trump vorgeworfen, die Toten aus den USA nicht ernst zu nehmen. Das veranlasste eine Welle von Amerikanerinnen und Amerikanern dazu, eine bohrende Frage zu stellen: Würde Trump den Einsatz von US-Soldaten anders werten, wenn der jüngste Sohn des Präsidenten auch eingezogen würde?

«Dog bless Barron»

Aus diesem Grund wurde am Tag des Angriffs die Satire Webseite mit dem Namen DraftBarronTrump.com gelauncht. Diese fordert, dass der 19-jährigen Barron Trump, der Sohn von Donald Trump, in den Iran-Krieg zieht. Laut «The Independent» steckt dahinter Toby Morton, der ehemalige Autor der Hit-Serie «South Park». Morton betreibt eine Vielzahl von Satire-Webseiten, um Menschen zu trollen.

Dass sich auch diese Homepage nicht allzu ernst nimmt, zeigt sich bereits im Lead. Dort ist zu lesen: «Amerika ist stark, weil seine Anführer stark sind. Präsident Trump beweist das jeden Tag. Natürlich ist sein Sohn Barron mehr als bereit, das Land zu verteidigen. Dienst ist Ehre. Stärke ist vererbt. Dog bless Barron.» Mit Dog Bless Barron spielt der Komiker auf den Satz «God bless America» an.

Im Über-uns-Abschnitt wurde zusätzlich mit überspitzten Bildern gearbeitet. Barron Trump wurde als glänzender Held dargestellt, während Donald Trump beim Dösen gezeigt wurde. Dazu steht im Text: «Diese Seite ist den stärksten und mutigsten Stimmen im Krieg gewidmet.» So sei es nur recht, wenn man Macht im Ausland demonstriere, um zu zeigen, dass Stärke auch im eigenen Land vorhanden sei. Weiter heisst es:

«Wer nach bewährten Genen, angeborenem Mut und unerschütterlicher Entschlossenheit sucht, wird bei der Familie Trump fündig. Führung beginnt irgendwo.»
Donald Trump döst.
Dieses Bild von Donald Trump wurde auf der Webseite veröffentlicht.Bild: https://www.draftbarrontrump.com/

«Ich denke viel über Pfannkuchen nach»

Zusätzlich arbeitet die Webseite auch mit falschen Zitaten, die der Trump-Familie zugeschrieben werden. So wird der zweitälteste Sohn von Trump, Eric, mit folgenden Worten zitiert:

«Die Leute sagen immer, ich sei dumm, was total unfair ist, denn ich verstehe eine Menge von Pfannkuchen. Pfannkuchen sind kompliziert. Man braucht Teig, Hitze, Timing. Wenn man es überstürzt, ruiniert man alles. Ich denke viel über Pfannkuchen nach. Hauptsächlich über Pfannkuchen.»

Seit der Erstellung der Webseite trendet auf X wie auch auf Bluesky der Hashtag #sendbarrontowar. «#SendBarron. Das wäre sicherlich ein Zeichen der Solidarität mit unseren Truppen und der Dankbarkeit für die Opfer, die sie jeden Tag bringen», schrieb etwa ein X-User, während ein zweiter meinte: «Der Präsident chillt in seinem eigenen Country Club und löst gleichzeitig den Dritten Weltkrieg aus #SendBarron.»

Barron ist zu gross für Teilstreitkräfte

Natürlich ist der Einzug von Barron Trump in den Krieg so gut wie unmöglich. Zum einen, weil es in den USA seit 1973 keine Militärpflicht mehr gibt, und zum anderen, weil eine Einberufung sowohl vom Präsidenten als auch vom Kongress genehmigt werden müsste. Zudem liegt Barron mit seiner Grösse von 2,06 Metern über der maximalen Körpergrösse für die meisten Teilstreitkräfte.

Trotzdem ist die Frage des Militärdienstes ein wunder Punkt für die Trump-Familie. Das, weil der US-Präsident eine Diagnose von Knochenspornen in den Fersen nutzte, um dem Wehrdienst im Vietnamkrieg zu entgehen. Etwas, worüber sich seit Anfang seiner ersten Präsidentschaft lustig gemacht wird.

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Donald Trump in der Schweiz
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Donald Trump in der Schweiz

Am Mittwochmittag ist der US-Präsident Donald Trump in Zürich gelandet.

quelle: keystone / evan vucci
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Statt über den Iran sprach Trump an der Pressekonferenz lieber über … Vorhänge
Video: watson
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28 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Quipu
03.03.2026 12:04registriert Februar 2025
Mit seiner Körpergrösse von 2.06 Metern würde der Herr Baron hervorragend als Späher eignen.
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Realitäter
03.03.2026 11:33registriert November 2017
Man stelle sich den gebückten Barron mit Helm im Flieger vor....
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Der Micha
03.03.2026 12:24registriert Februar 2021
"Am Ende wird es ein grossartiger Deal für die Welt sein."

Es ist einfach nur pervers, dass er diese SItuation wieder als Deal bezeichnet. Das ist kein Deal und Trump ist auch kein Dealmaker.
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