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This Tuesday, July 9, 2019, Copernicus Sentinel-2 natural color satellite image provided by Maxar Technologies shows the Shovel Creek Fire, northwest of Fairbanks, Alaska. (Satellite image ©2019 Maxar Technologies via AP)

Einer der Brandherde im Nordwesten von Fairbanks, Alaska. Bild: AP Satellite image ©2019 Maxa

Die Arktis brennt – mit gefährlichen Folgen

Mit der Arktis assoziiert man Eis und Kälte. Derzeit wüten im nördlichsten Bereich unserer Erde jedoch die vermutlich grössten Wald- und Tundrabrände der Welt – mit gefährlichen Folgen für das Klima.



Um was geht es?

In den Sommermonaten Juli und August sind Brände innerhalb des Polarkreises an und für sich kein ungewöhnliches Phänomen. Die trockenen Torfböden sind leicht entflammbar – meist sorgen Blitze für den Ausbruch der Feuer und grosse ausgetrocknete Pflanzen ernähren die Feuer zusätzlich.

Dieses Jahr ist das nicht anders: Die Brände wüten seit Wochen auf einer Fläche von mehr als 100'000 Hektar. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Alaska und Gebiete in Grönland und Sibirien. Wie viele Brände es tatsächlich sind, ist schwierig abzuschätzen. In Alaska sollen in den vergangenen Monaten mehr als 350 gezählt worden sein.

Was ist dieses Jahr anders?

Die Arktis wird derzeit von einer beispiellosen Hitzewelle heimgesucht. Das Thermometer kletterte etwa in Alaska auf über 30 Grad – für diese Gegend Rekordtemperaturen. Die durch den Klimawandel erhöhten Temperaturen sorgen dafür, dass die Brände dieses Jahr derart grossflächig bereits sehr früh und sehr weit nördlich auftreten.

«Die jüngsten Brände waren in Bezug auf ihre Dauer und Intensität ungewöhnlich»

Mark Parrington spiegel online

Wie die Sueddeutsche Zeitung berichtet, beobachtet Mark Parrington vom europäischen Mittelfrist-Wettervorhersagezentrum ECMWF im Rahmen des EU-Erdbeobachtungsprogramms «Copernicus» mit Hilfe von Satelliten die Vorgänge in der Atmosphäre. Dazu zählen auch Emissionen von Grossfeuern. Gemessen wird die Oberflächentemperatur – daraus können die Forscher berechnen, wie viel CO₂ freigesetzt wird. Parrington hebt besonders die Dauer und Intensität der diesjährigen Brände hervor.

Was sind die Folgen?

Die Brände sind nicht nur Symptom des Klimawandels, sondern verstärken ihn zusätzlich. Durch die Brände der torfigen Böden, in denen viel Kohlenstoff gespeichert ist, wurde in den vergangenen Wochen viel CO₂ freigesetzt. Die Forscher um «Copernicus» sprechen von circa 50 Megatonnen CO₂ alleine im Juni. Das entspricht in etwa den jährlichen Emissionen von ganz Schweden.

Ein weiteres Problem ist ein sich selbst verstärkender Effekt: Der durch die Brände verursachte Rauch zieht um die Welt. Die darin enthaltenen Russpartikel verteilen sich auf den verbleibenden Schnee- und Eisflächen. Die bedeckten Flächen absorbieren noch mehr Sonnenlicht und schmelzen dadurch schneller – die ohnehin schon schnell wärmer werdende Arktis wird nochmals zusätzlich erwärmt. (mim)

Vom Ende der Ewigkeit – eine Reise durch bedrohte Polarwelten

Die Arktis – eine schöne Gegend

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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nameundsonzeugs 16.07.2019 18:05
    Highlight Highlight Das mit dem fliegen wird sich zum glück auch von alleine lösen. Wenn es in der Schweiz wärmer wird, muss man nicht mehr in den Süden Fliegen. 🙈
  • Supermonkey 16.07.2019 14:55
    Highlight Highlight 30 grad in Alaska, Rekordtemperaturen wegen dem Klimawandel... Klima ist nicht gleich Wetter, ein warmer Sommer macht noch jeinen Klimawandel...

    Währenddessen jagt sich auf der Südhalbkugel in der Antarktischen Polarregion ein Kälterekord den nächsten. Ja wie jetzt??
    • Antaxas 16.07.2019 16:51
      Highlight Highlight Joa ist ja ganz normal, dass man solche Rekordtemperaturen erzielt... Vorallem wenn sich solche Rekorde zu häufen beginnen. "Sarkasmus off".

      Du hast recht, dass ein warmer Sommer noch keinen Klimawandel ausmacht. Aber wenn sich diese "warmen Sommer" häufen, wie es in den letzten Jahren passiert ist, kann dies nicht gut enden. Sonst wird ein normaler Sommer in Zukunft ein kalter Sommer sein.
    • DemonCore 16.07.2019 18:07
      Highlight Highlight Schau dir mal an wie häufig in den letzten 20-30 Jahren Jahrhundertealte Temperaturrekorde gebrochen wurden, und dann sag mir nochmal "dass ein warmer Sommer" keinen Klimawandel aus macht. Wir reden nicht von einem warmen Sommer. Wir reden von 100en gebrochenen Temperaturrekorden, rund ums Jahr, auf dem ganzen Planeten und innert kürzester Zeit. Wer jetzt noch nicht mitgekriegt hat, dass das Klima sich massiv verändert muss praktisch komatös sein. Oder er verschliesst bewusst die Augen.
    • Qwrrty 16.07.2019 22:27
      Highlight Highlight Es heisst ja auch "KlimaWANDEL", nicht Klimaerwärmung: Temperaturextreme nehmen in beide Richtungen zu.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sarkasmusdetektor 16.07.2019 14:10
    Highlight Highlight Verbrennt da allenfalls Methan zu CO2? Dann ist das fürs Klima ja vielleicht sogar besser, als wenn die Böden nur tauen und das Methan direkt freigesetzt wird...
    • DemonCore 16.07.2019 18:08
      Highlight Highlight Besser? Weniger schlimm. Aber kommt auch nicht drauf an, wenn wir sowieso auf die Katastrophe zu schlittern.
    • Luzifer Morgenstern 17.07.2019 09:25
      Highlight Highlight <sarcasm>
      Gute Idee. Dann können wir auf das Atomendlager verzichten und einfach alles sprengen.
      </sarcasm>
      Benutzer Bildabspielen
  • Gipfeligeist 16.07.2019 13:28
    Highlight Highlight Naja, vielleicht ist ja bald der Meeresspiegel hich genug, um solche Brände zu löschen!

    Aber ernsthaft eine traurige Lage... Wäre es sinnvoll, grosse "Brandschutz-schneisen" durch den Wald zu roden und als Baumaterial zu verwenden?
    • Magnum44 16.07.2019 13:40
      Highlight Highlight Hätten sie nur den Wald besser gerecht. Danke Obama!
    • Kleine Hexe 16.07.2019 13:45
      Highlight Highlight Es brennt ja nicht nur Wald, sondern auch die Tundra...
    • Charlie B. 16.07.2019 13:50
      Highlight Highlight "Die trockenen Torfböden sind leicht entflammbar"

      Was nützen dann Brandschutz-Schneisen?
  • DemonCore 16.07.2019 13:23
    Highlight Highlight Wir ersticken an unserer eigenen Gier...
  • TheRealDonald 16.07.2019 13:12
    Highlight Highlight Ich denke, die Menschheit hat seit der Industrialisierung Prozesse in Gang gesetzt welche sich inzwischen selbst verstärken und nicht mehr kontrolliert werden können.
    Hoffentlich irre ich mich...
    • Gummibär 16.07.2019 13:46
      Highlight Highlight Leider kein Irrtum. Nicht nur die Industrialisierung sondern auch die Massentierhaltung ( etwas über eine Milliarde Rindviecher weltweit, die Methan produzieren) haben Kettenreaktionen in Gang gesetzt, die wir in ihrer Gesamtwirkung noch nicht einmal wissenschaftlich erfasst haben.
    • Evan 16.07.2019 14:38
      Highlight Highlight Auf anderen Planeten würde man dies Terraforming nennen.
    • zeitgeist 16.07.2019 15:34
      Highlight Highlight @Gummibär
      Hauptsache, einen Sündenbock (i.d.F. Massentierhaltung) suchen und bei jeder Gelegenheit mit den eigenen schmutzigen Fingern darauf zeigen... die gesamte Problematik ist um ein Vielfaches komplizierter und zur Lösungssuche ist eine differenziertere Betrachtungsweise als dein plumper Populismus gefragt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • hämpii 16.07.2019 13:11
    Highlight Highlight Aber hey, laut diversen Scharlatanen existiert der Klimawandel doch gar nicht....
    • Domimar 16.07.2019 13:36
      Highlight Highlight @hämpii ja gell und die Lösung ist ja ganz einfach, einfach die Umlaufbahn der Erde um ein paar Meter vergrössern und schon ists kälter.
    • Gipfeligeist 16.07.2019 13:42
      Highlight Highlight @LibConTheo:
      Lieber Klimaskeptiker. Die IPCC, die Vereinigung der Klimaforscher der UN, haben 2018 einen Report veröffentlicht, der vor den Folgen von 1.5 C° Erderwärmung (zu v.Ind.Zeit.) warnt. Die Forscher gehen zweifelsfrei von menschlichen Einfluss aus.

      Quelle: https://www.ipcc.ch
      Somit sollte die Faktenlage geklärt sein, Smiley!
    • Wentin 16.07.2019 14:08
      Highlight Highlight Ganz ehrlich? Manchmal wäre ich froh wenn plötzlich aufgedeckt würde, dass sich wirklich alle Forscher und Medien der Welt zusammengeschlossen haben und das ein riesiger Fake ist. Ich würde der SVP und Roger Köppel nur zu gerne glauben, aber leider stimmt es nicht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 16.07.2019 12:48
    Highlight Highlight Ich wusste gar nicht, dasss bei 30 Grad schon Feuer ausbrechen kann. Müssen wir nächste Woche mit Feuerlöschern herumlaufen?
    • Mietzekatze 16.07.2019 13:28
      Highlight Highlight Lesen würde helfen... Aber ist halt anstrengend... ich versteh dich!
    • Aurum 16.07.2019 13:33
      Highlight Highlight und ich konnte mir nicht vorstellen, dass das lesen eines simplen artikles für gewisse personen schwierigkeiten bereiten könnte.
    • Magnum44 16.07.2019 13:41
      Highlight Highlight Ein Blitz ist ein wenig wärmer als 30 Grad.
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