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Navy Capt. Tim Kinsella briefs members of the media following a shooting at the Naval Air Station in Pensacola, Fla., Friday, Dec. 6, 2019. The US Navy is confirming that a shooter is dead and several injured after gunfire at the Naval Air Station in Pensacola. (Tony Giberson/Pensacola News Journal via AP)

Timothy F. Kinsella, Kommandant der Basis in Pensacola, FL. Bild: AP

Angehöriger der saudischen Luftwaffe erschiesst auf US-Militärbasis in Florida 3 Menschen



Ein Soldat der saudiarabischen Luftwaffe hat auf einem Militärstützpunkt im US-Bundesstaat Florida drei Menschen getötet und acht weitere verletzt.

Der Schütze feuerte in einem Schulungsraum auf dem Militärgelände mit einer Pistole um sich, bevor er von Einsatzkräften erschossen wurde, wie die Polizei am Freitag erklärte. Zwei Polizeiangehörige sind während des Einsatzes angeschossen worden, sollen sich aber auf dem Weg zur Besserung befinden.

Der Soldat befand sich zur Ausbildung auf dem Stützpunkt Pensacola, erklärte Floridas Gouverneur Ron DeSantis vor Journalisten. Die Bundespolizei FBI habe nun die Leitung der Ermittlungen übernommen, fügte Sheriff David Morgan hinzu.

Auf dem Stützpunkt in Pensacola sind regelmässig Angehörige ausländischer Streitkräfte zu Trainingszwecken stationiert. Ein Sprecher der saudischen Botschaft in Washington D.C. konnte gegenüber der «New York Times» am Freitagabend (MEZ) keine Angaben über den mutmasslichen Täter machen.

Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, der saudische König Salman habe ihn angerufen, um sein Beileid auszudrücken. Der König habe den «barbarischen» Angriff verurteilt. Der Täter stehe nicht für die Menschen Saudi-Arabiens, die «das amerikanische Volk lieben», zitierte Trump den König weiter.

«Es hätte noch sehr viel schlimmer kommen können», sagte ein Vertreter der US-Marine. Auch Gouverneur DeSantis betonte, durch das rasche und beherzte Eingreifen der Beteiligten vor Ort seien viele Menschenleben gerettet worden. Es sei nun auch an der saudischen Regierung, die Opfer zu unterstützen, forderte er. «Sie sind hier etwas schuldig.»

Auf dem Stützpunkt befinden sich nach Angaben von Navy-Vertreter Timothy Kinsella regelmässig Militärangehörige von verbündeten Streitkräften zur Ausbildung. Das Tragen von Waffen sei ihnen dort nicht gestattet, erklärte er.

Über die Opfer machte der Kommandant der Basis, Timothy F. Kinsella, gegenüber Medien keine genaueren Angaben. Diese gehörten aber zur «Navy-Familie». Auf dem Stüztpunkt leben 16'000 Militärangehörige und 7'400 Zivilisten.

Zunächst unbestätigten US-Medienberichten zufolge untersuchten die Behörden nun auch, ob die Tat einen terroristischen Hintergrund haben könnte. Gouverneur DeSantis sagte nur: «Klar ist, wenn ein ausländischer Staatsbürger involviert ist, vor allem aus diesem Teil der Welt, dann sind die Ermittlungen natürlich anders.»

Erst am Mittwoch hatte ein Angehöriger der US-Marine auf dem Militärstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii zwei Zivilangestellte getötet und sich anschliessend selbst erschossen. Über die Hintergründe war zunächst nichts bekannt geworden. Pearl Harbor ist einer der grössten Stützpunkte der US Navy im Pazifik. (cbe/sda/dpa)

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bülach 07.12.2019 12:31
    Highlight Highlight Mr. Trump sowas nennt man Karma, nicht heulen ihr seid selber schuld
  • Unicron 07.12.2019 10:59
    Highlight Highlight Süss wie er gleich seinen BFF in Schutz nimmt... Man stelle sich vor es wäre ein Iraner gewesen, dann hätten wir jetzt Krieg.
  • Maedhros Niemer 07.12.2019 09:26
    Highlight Highlight Saudi-Arabien, der Freund des amerikanischen Volkes - ähm ja genau...
    Das gilt ev gaanz knapp für die Familie Saud plus weiterer Profiteure.
    Andere Bürger dieses Landes hingegen würden gerne noch mehr Flugstunden buchen um dann US Immobilien zu "besichtigen".

    (Dieser Kommentar kann Spuren von Zynismus und Erdnüssen enthalten)
  • quallbum 07.12.2019 04:51
    Highlight Highlight Es ist schon unfassbar absurd. Seit Jahren bauen die Saudis riesige Moscheen in strukturschwachen, städtischen Gebieten in ganz Europa, um einen fundamentalistischen Islamismus zu predigen. Etliche blutjunge IS-Anhänger aus Europa, Europas Söhne und Töchter, gehen auf das Konto der Saudis. Und der Westen handelt als hätte er keinerlei Druckmittel.
  • My Senf 06.12.2019 23:43
    Highlight Highlight Hon und Spott wenn der Typ der kashogi zersägen liess sagt der Mann stehe nicht für die Menschen in Saudi-Arabien!
  • Hypnos350 06.12.2019 21:19
    Highlight Highlight Saudischer Terror ist leider nichts neues....
  • Neruda 06.12.2019 20:53
    Highlight Highlight Haha jaja die Saudis sind entsetzt, dass ihre islamofaschistische Staatsideologie Früchte trägt...
  • Eidg. dipl. Tütenbauer 06.12.2019 20:49
    Highlight Highlight Bei all der Tragik des Vorfalls, so tief wie Donald ist noch keiner den Saudis in den Hintern gekrochen.
  • Zappenduster 06.12.2019 20:41
    Highlight Highlight Uiuiui, wahrscheinlich marschieren sie jetzt wieder in Afghanistan ein....

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