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Pete Buttigieg zieht sich zurück: Das kommt überraschend – und freut vor allem einen

Der 38-jährige schwule Ex-Bürgermeister von South Bend hatte schlechte Karten für die wichtigen Vorwahlen am morgigen Super Tuesday. Sein Abgang kommt dennoch überraschend – und freut vor allem einen.

Samuel Schumacher / ch media



Er wollte Donald Trump in den «Abfallkorb der Weltgeschichte» befördern und dem jungen, weltoffenen, demokratischen Amerika ein neues Gesicht geben – doch damit wird’s nichts: Pete Buttigieg, der 38-jährige frühere Bürgermeister der Kleinstadt South Bend hat seine Kandidatur fürs US-Präsidentenamt einen Tag vor den alles entscheidenden Vorwahlen am morgigen «Super Tuesday» zurückgezogen.

Democratic presidential candidate former South Bend, Ind., Mayor Pete Buttigieg waves after speaking at

Pete Buttigieg, 38, ist nicht mehr länger im Rennen um das Weisse Haus. Bild: AP

Der schwule Kriegsveteran, der sich zwischenzeitlich völlig überraschend an die Spitze des demokratischen Bewerberfeldes durchkämpfen konnte und die erste Vorwahlrunde im Bundesstaat Iowa gewonnen hat, hat in seiner Heimatstadt in Indiana seine Kandidatur offiziell beendet.

Buttigieg, der sieben Sprachen spricht und bei den vergangenen TV-Debatten allermeistens durch seine überlegten, konsensorientierten Antworten aufgefallen war, war der mit Abstand jüngst Hoffnungsträger im demokratischen Bewerberfeld. Zudem war er der erste offen schwule Kandidat, der je für eine Partei ins Rennen um das wichtigste politische Amt der USA gestiegen war.

Ein Segen für Biden, ein Fluch für Sanders

Doch trotz trotz seiner erfolgreichen Kampagnenarbeit (Buttigieg hat 2019 insgesamt 76 Millionen Dollar von Unterstützern erhalten): Der Harvard-Abgänger und ehemalige Mitarbeiter der Beratungsfirma McKinsey bekundete bis zuletzt grosse Mühe, die Wähler ausserhalb junger, weisser Demokraten-Kreise von sich zu überzeugen. Bei den Vorwahlen in South Carolina vergangene Woche, wo 60 Prozent der demokratischen Wähler schwarz sind, gewann er gerade mal 8 Prozent der Stimmen.

Und laut dem amerikanischen Star-Statistiker Nate Silver hätte Buttigieg in keinem der 14 Staaten, die morgen Dienstag den demokratischen Kandidaten wählen, auch nur den Hauch einer Chance gehabt. Zu kritisch sind farbige Wähler gegenüber Buttigiegs Versprechen – und zu konservativ sind wohl viele Demokraten gerade in den Südstaaten für einen schwulen Präsidentschaftsanwärter.

Buttigiegs Abgang wird dem zuletzt oft gehässigen demokratischen Kandidatenfeld eine komplett neue Dynamik verleihen. Freuen darf sich Joe Biden, 77, der Sieger von South Carolina, dem viele von Buttigiegs Anhängern jetzt wohl zuströmen dürften. Genau wie Buttigieg positioniert sich der einstige US-Vizepräsident unter Barack Obama als Stimme der Mitte und als Gegenkandidat zum für amerikanische Verhältnisse radikal-linken Bernie Sanders, 78.

epaselect epa08263418 Democratic presidential candidate Senator Bernie Sanders smiles while speaking to supporters during a rally in San Jose, California, USA, 01 March 2020. Fourteen states, including California are holding their primaries with more than one third of the total pledged delegates in the Democratic primaries to be awarded on 03 March, known as Super Tuesday.  EPA/JOHN G. MABANGLO

Wie verändert sich nun die Ausgangslage für Sanders? Bild: EPA

Sanders, dessen riesige Anhängerschaft ihm schon zwei Siege bei den Vorwahlen in New Hampshire und in Nevada beschert hatte, dürfte Buttigiegs Abgang schwächen. Je mehr moderate Kandidaten im Rennen waren und sich gegenseitig Wähler abluchsten, umso besser war das für den selbsterklärten «demokratischen Sozialisten». Dass nach Buttigiegs Abgang auch die moderate Amy Klobuchar, 59, bald ausscheiden dürfte, ist absehbar. Auch ihre Anhänger werden zu Biden – und kaum zum wegen seiner frauenfeindlichen Äusserungen zunehmend umstrittenen Multimilliardären Michael Bloomberg – überlaufen.

Welche/r demokratische KandidatIn setzt sich durch?

Buttigieg wird irgendwann wieder zum Thema werden

Aus Sicht moderater Vertreter ist Buttigieg klar ein Held. Sein Abgang und sein Verzicht weisen ihn als selbstlosen Strategen aus, dem mehr an der Sache als an der eigenen Karriere liegt. Und genau dieser Ruf wird ihn parteiintern stark beflügeln, wenn er in naher Zukunft erneut ins Rennen ums Weisse Haus einsteigt. Dass das allerdings schon 2024 sein wird, scheint derzeit eher unwahrscheinlich. Aktuellste Umfragen deuten darauf hin, dass sowohl Joe Biden als auch Bernie Sanders die US-Wahlen gegen den Amtsinhaber Donald Trump, 73, gewinnen würden. Von Buttigieg wird man also wohl erst 2028 wieder hören.

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135Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lavender 03.03.2020 23:28
    Highlight Highlight Überraschend ?
    Nicht, wenn man Fahrenheit 11/9 gesehen hat ...
    https://www.srf.ch/play/tv/redirect/detail/b679ad04-1c25-4c6b-84e3-6a1574a7a64c
  • Swen Goldpreis 02.03.2020 17:50
    Highlight Highlight Nun kommt es drauf an, dass Warren auch bald aufgibt und dem linken Flügel Auftrieb gibt. Dass sie keine Chance gegen Sanders hat, das ist ja jetzt schon abzusehen.
  • ScottSterling 02.03.2020 12:59
    Highlight Highlight Lange ist es her, als 'Bernie Sanders' das letzte Mal eine ernsthafte Antwort bei einer Umfrage auf Watson war ;-)
    Benutzer Bild
  • PC Principal 02.03.2020 12:37
    Highlight Highlight Schade, aber es ist wohl nicht die dümmste Entscheidung. Wenn er im Rennen geblieben wäre hätte er nur Sanders geholfen. Er stellt das Wohl der Partei über sein eigenes Ego und damit positioniert er sich schonmal gut für die Zukunft. Als VP unter Biden oder falls Sanders nominiert wird und dann zwangsläufig gegen Trump untergeht dann mit etwas mehr Erfahrung als Kandidat für 2024.
  • Tobias W. 02.03.2020 12:07
    Highlight Highlight Mir bleibt Joe Biden der sympathischste; ich hoffe, er schafft es. Ich denke auch nicht, dass ein ultralinker wie Sanders eine Chance gegen Trump hätte, nur weil er einige Demokraten begeistert. Wir sprechen da immer noch von Amerika, nicht von Frankreich.
    • Sapere Aude 02.03.2020 13:12
      Highlight Highlight Bernie ist nicht ultralinks, sondern verfolgt eine moderat sozialdemokratische Kurs. Seine politischen Projekte besitzen Rückhalt in der Bevölkerung und schlägt sich zusammen mit Biden gegen Trump am besten in den Umfragen.
    • Tobias W. 02.03.2020 14:28
      Highlight Highlight Okay. Den Medienberichten (auch auf Watson) habe ich aber schon etwas anderes entnommen. Nämlich, dass er sehr links ist. Wenn dies einigen linken Watson-Lesern als „gemässigt“ erscheint, überrascht mich das nicht; und „ultra-links“ war natürlich etwas übertrieben.

      Aber er wird gegen Trump kaum Chancen haben. Er ist zu links für Amerika.
    • Swen Goldpreis 02.03.2020 17:41
      Highlight Highlight Ich glaube, genau das Gegenteil ist der Fall: Sanders spricht die Abgehängten im Land an. Er verspricht ihnen bessere Arbeitsbedingungen und soziale Sicherheit und er ist - genauso wie Trump - ein Schreck des Establishments. Wenn es jemand bei den Demokraten gibt, der Trumpwähler anziehen kann, dann ist es eher Sanders als Biden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sapere Aude 02.03.2020 11:49
    Highlight Highlight Haben sich die grossen Spender und die Parteielite wohl endlich darauf geeinigt, wer Bernie verhindert soll. Wine Cave Pete bringt sich schon mal als VP in Stellung.
  • circumspectat animo 02.03.2020 11:27
    Highlight Highlight Mir gefallen solche "Moderate" die es allen Recht machen wollen nicht.
  • schoscho 02.03.2020 09:41
    Highlight Highlight Gut ist er draussen. Er war der grösste "Fake-Kandidat". Ein Januskopf par Excellence: Angetreten als Reformer, hat er sein Pseudoprofil in kürzester Zeit um 180 Grad gedreht. Von aussen Jung und frisch und innen dennoch ein kalkulierender gesichtloser Politiker alter Schule.
  • Zyniker haben es leichter 02.03.2020 09:28
    Highlight Highlight Lol, DNC wird es schon richten, Joe Biden wird der Kandidat der Dems und somit sind vier weitere Jahre Trump garantiert, man könnte den Dems glatt Wahlbeeinflussung zu Gunsten Trumps vorwerfen.
  • Influenzer 02.03.2020 09:25
    Highlight Highlight Pete Buttigiegs sachliche Art, sein zurückhaltendes Auftreten und nicht zuletzt seine otterhaft-sympathische Ausstrahlung werden in der US-Politik der kommenden Jahre fehlen. (Ausser er wird Bidens Vize)
    • schoscho 02.03.2020 09:56
      Highlight Highlight Er war ein falscher Hund. Einer, den es so bereits zahllos gibt. Nix wird fehlen!
    • circumspectat animo 02.03.2020 11:26
      Highlight Highlight Wollen die Amerikaner einen Otter als Präsidenten ?
  • glüngi 02.03.2020 09:23
    Highlight Highlight die werden biden wählen obwohl das volk sanders will und dann werden sie wieder schockiert sein weil ihr frauenschnüffelnder, grabschender status quo politiker keiner wählen will. einfach nur traurig.
    • Swen Goldpreis 02.03.2020 17:42
      Highlight Highlight Das befürchte ich auch.
  • Thinkdeeper 02.03.2020 09:20
    Highlight Highlight Das wäre schön, wenn Trump abgewählt wird.
    Leider traue ich der US Bevölkerung dies nicht zu, da trotz aller Grosszügigkeit die meisten in einem stockkonservative, ich bezogenem Opportunismus mit wenig Unrechtsbewusstsein und Supremacy Denken aufgewachsen sind. Dies prägt Generationen.
    In den USA ist der Bürger in einem Command, Control & Sanction System nur Konsument und Ressource. Er ist "entitled to nothing". Sanders ist trotz aller linken Rhetorik sehr moderat und es wäre zu wünschen, dass er gewählt wird.
    Jedoch darf man sich nicht share, care & improve im grossen Stil erhoffen.
  • mrmikech 02.03.2020 09:12
    Highlight Highlight Eine frau wäre immer noch am besten gegen Trump, es wäre ein albtraum für ihn. Und diesmal kann er sie nicht by the pussy grabben...
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 02.03.2020 16:13
      Highlight Highlight Elizabeth Warren würde er zerreissen.
      Play Icon
  • Shikoba 02.03.2020 08:59
    Highlight Highlight 73, 77, 78,...gibt es keine jüngeren Menschen, die zum Präsidenten gewählt werden können?
    • BVB 02.03.2020 10:49
      Highlight Highlight Ist nicht wirklich relevant.
  • Toerpe Zwerg 02.03.2020 08:47
    Highlight Highlight Keine(r) der Dems wird eine Chance haben gegen Trump. Das ist nicht nur schlecht. Die demokratische Partei hat dann Zeit für eine grundlegende Erneuerung während die Reps zwischen Paralyse und Selbstzerfleischung changieren werden.

    Buttigieg jedenfalls hat sich schonmal für 24 in Stellung gebracht.
    • FrancoL 02.03.2020 09:18
      Highlight Highlight Muss Dir recht geben. Die DEMs haben es vergeigt einen richtigen Aufbau (auch Abbruch) zu wagen, sie haben viel Kraft vergeudet sich ständig auf Trump einzuschiessen. Das Resultat ist die heutige Situation bei den DEMs.
    • schoscho 02.03.2020 09:44
      Highlight Highlight .. wenn sich die Partei und das Establishment konsequent hinter Sanders stellen könnten, würde dies Trump locker weghauen. Aber sie stehen sich tatsächlich selber im Weg. http://Q
    • Dominik Treier 02.03.2020 10:07
      Highlight Highlight Auch wenn Buttigieg 2024 gewählt würde, würde er einfach die Probleme der USA nicht lösen. Er ist nicht der Gegenpol zum teils fast rechtsextrem, neoliberal-opportunistischen Trump und damit wohl auch nicht fähig die Probleme die der Neoliberalismus zuzüglich zum bisherigen Ultrakapitalismus dem Land gebracht hat in der gegebenen Zeit zu mildern.
      Er steht aber Sinnbildlich für das Unverständnis der Demokraten, dass man auch mit radikaleren Positionen mobilisieren kann, wenn man nur sein Potenzial ausschöpft und ein Kandidat wie er oder Biden würden das nur bestätigen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kaspar Floigen 02.03.2020 08:40
    Highlight Highlight Ich glaube die Analyse stimmt so nicht. In den USA ist die Person wichtiger als das politische Programm und viele Umfragen zeigen, dass Sanders als Person die zweite Wahl für Buttigiegs Wähler gewesen wäre.
  • Papa Swappa 02.03.2020 08:30
    Highlight Highlight Major Pete hat sich gerade als Vice empfohlenen...
    • zaphod67 02.03.2020 12:01
      Highlight Highlight Er war Bürgermeister (mayor), nicht Major. *klugscheiss off*
  • insomnium 02.03.2020 08:14
    Highlight Highlight Wieso hat er nicht wenigstens noch den Super Tuesday abgewartet? Ist da noch nie was unerwartetes passiert?
    • Cpt. Jeppesen 02.03.2020 09:25
      Highlight Highlight Er würde Bloomberg die nötigen Stimmen wegnehmen ;-)
    • Lord_ICO 02.03.2020 09:41
      Highlight Highlight Naja Pete hat hier zum Wohle der Partei entschieden. Desto weniger Kandidaten sich anbieten umso weniger Gewicht haben die Superdelegierten am Parteitag, an dem der Kandidat bestimmt wird. Er hofft wohl damit, dass einer der Kandidaten die Chance hat, so viele Delegierte zu sammeln, dass er nur noch auf wenige Superdelegierte angewiesen ist. Damit will er wohl helfen den gleichen Mist wie 2016 zu verhindern.
    • schoscho 02.03.2020 09:48
      Highlight Highlight Pete hat ein unwiederstehliches Angebot gekriegt
    Weitere Antworten anzeigen
  • -thomi- 02.03.2020 08:06
    Highlight Highlight Schade. Aber letzlich wird wohl eh Biden nominiert. Und er wird kläglich scheitern.
  • PC Principal 02.03.2020 07:35
    Highlight Highlight Jetzt darf Biden gegen Trump verlieren. Schade.
    • rodolofo 02.03.2020 08:21
      Highlight Highlight Biden wäre nochmals ein "die Hände reichendes Konsens-Angebot" der Demokraten, nach Obama zudem wieder ein republikanisch-korrekt weisses "Konsens-Angebot".
      Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass die von der Teaparty-Bewegung radikalisierten Republikaner auch diesen (vermutlich allerletzten) christlich inspirierten Kompromiss ausschlagen- und dem versöhnlich seine Hand ausstreckenden Biden direkt ins Gesicht spucken würden.
      Es gibt "linke Gutmenschen" (ich zähle mich auch zu ihnen), die "es" erst lernen, wenn sie voll in den Hammer laufen.
      Dafür kapieren sie dann aber auch richtig...
    • PC Principal 02.03.2020 09:21
      Highlight Highlight @rodolofo: Das Problem ist, dass er leider einfach etwas senil wirkt. Meistens gewinnt der mit mehr Charisma und das hat Biden einfach nicht. Von der politischen Ausrichtung her wäre er perfekt.

      Zumindest hat er keinen Emailskandal. Allerdings werden die Republikaner versuchen, die Geschichte mit seinem Sohn zu einem Skandal aufzubauschen.

      Oder Sanders schafft es doch noch irgendwie und dann fliegen die Dems so richtig auf die Fresse und verlieren auch noch die Parlamentsmehrheit.
    • TodosSomosSecondos 02.03.2020 10:58
      Highlight Highlight "Dafür kapieren sie dann aber auch richtig..." diese Erkenntnis nimmst du genau woher??
  • Illuminaughty 02.03.2020 07:29
    Highlight Highlight «...und bei den vergangenen TV-Debatten allermeistens durch seine überlegten, konsensorientierten Antworten aufgefallen war,...»
    Lest mal ein Transkript von Buttigiegs Antworten, dann fällt euch auf, dass es nur leere Worthülsen sind. Es wirkt eher so, als hätte ein Computerprogramm seine Reden zusammengebastelt. Ausserdem hat er während seinem Wahlkampf so ziemlich jede Position gewechselt und zwar just dann, als er mehr Spenden in Weinkellern erhielt. Im Süden hat er ausserdem einfach zu oft Unterstützer vorgegaukelt, die er gar nicht hat.
    • alessandro 02.03.2020 11:34
      Highlight Highlight Amen. Er ist Politiker weil er Macht will. Sonst würde er nicht die Ideen der 90er Jahre kopieren und in einer neuen Dose zu verkaufen versuchen. Er ist der Mittelweg zwischen KKK und Civil Rights.
    • PC Principal 02.03.2020 12:03
      Highlight Highlight Unamen! Er hat eben nicht seine Position gewechselt. Er war von Anfang an etwas links von Obama aber kein Sozialist. Nur weil er ein guter Rhetoriker ist, sind es nicht leere Worthülsen. Im Gegenteil: Bei jeder Präsidentschaftswahl gewinnt der mit mehr Charisma.
    • alessandro 02.03.2020 14:17
      Highlight Highlight Anfang 2019, medicare for all. Dann ein paar Donations von Pharma und schwupps argumentiert er für die public option.
      Leere Worthülsen... Google mal seine "shape of our democracy" Zitate...
  • thierry_haas 02.03.2020 07:25
    Highlight Highlight « Der 38-jährige schwule Ex-Bürgermeister von South Bend » als Untertitel!
    Warum liest man eigentlich nie „Die 56-jährige heterosexuelle Bundesrätin„ oder „Der 42-jährige heterosexuelle Polizeibeamte“ oder....🤔
    • Satan 02.03.2020 09:47
      Highlight Highlight Weil sie die Norm sind?
    • BVB 02.03.2020 10:54
      Highlight Highlight Weil die LGBT als gleich behandelt werden will, muss man dass noch speziell hervorheben... Warte, was?
  • Der Rückbauer 02.03.2020 07:24
    Highlight Highlight ....womit auch der Buttigiegs-Hype von watson der Teppich unter den Füssen entzogen ist.
    • PC Principal 02.03.2020 12:06
      Highlight Highlight Ich denke nicht. Es war von Anfang an klar, dass er kaum eine Chance hat, weil er kaum Erfahrung hat. Das hat auch Watson so geschrieben. Aber jetzt ist er national bekannt und er hat definitiv das Talent, mehr zu erreichen und mit etwas mehr Erfahrung könnte es klappen.
  • Füürtüfäli 02.03.2020 07:22
    Highlight Highlight Biden ist Trump nicht gewachsen. Trump wird wieder schreien, dass er seinen Gegner ins Gefängnis steckt und Biden ist zu wenig schlagfertig, um da ein Gegengewicht zu liefern.

    Sanders wäre jetzt noch der einzige, der Trump retorisch wegsteckt.
    Er könnte den jungen Buttigieg als Vice mitnehmen.
    • rodolofo 02.03.2020 08:11
      Highlight Highlight Oder die junge Qcasio-Cortez!
      Die ist nämlich alles Andere, als ne Occasion!
    • rerbef 02.03.2020 09:33
      Highlight Highlight Buttigieg ist zu weiss und unerfahren als vize. Ocasio-Cortez zu jung.
    • rodolofo 02.03.2020 15:43
      Highlight Highlight Zu jung, um den Trump'schen Irrsinn nachzumachen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Boki Peterson 02.03.2020 07:19
    Highlight Highlight “Aktuellste Umfragen deuten darauf hin, dass sowohl Joe Biden als auch Bernie Sanders die US-Wahlen gegen den Amtsinhaber Donald Trump, 73, gewinnen würden.„

    Quellen???
    • Sandro Lightwood 02.03.2020 09:20
      Highlight Highlight Regelmässige Umfragen von verschiedenen Quellen:

      https://www.realclearpolitics.com/epolls/2020/president/National.html

      Ob es dann auch wirklich so kommt, ist natürlich eine andere Frage. Erfunden ist die Behauptung aber nicht.

    • rerbef 02.03.2020 09:36
      Highlight Highlight Realclearpolitics. Ein Polls-aggregator. Sanders hat beispielsweise nur in 1 oder 2 der letzten 50 nationalen Umfragen gegen Trump verloren.

      Bei "De Trump günnt sowisoo wider, weisch ich kenn en amerikaner" solltest du übrigens auch nach Quellen fragen.
    • schoscho 02.03.2020 09:53
      Highlight Highlight Google mal "polls that trump would lose against any candidate"
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 02.03.2020 07:12
    Highlight Highlight Umfragen und ihre Aussagekraft.
    Wir alle wißen was man davon halten kann.

    Buttigieg hat mich enttäuscht, so früh schon aufgegeben zu haben.
    Jetzt werden es alte reiche weiße Männer, die Sache unter sich ausmachen.
    Bei dem Feld, gehe ich davon aus, das der Trumpel wieder gewählt wird.

    Der hat 2016 bei der Wahl gemogelt, bei der Untersuchung gegen ihn, sowie beim Impeachment.

    Es wäre naiv zu glauben, nachdem er mit allem davon gekommen ist, er einen fairen Wahlkampf betreiben würde...
  • Auric 02.03.2020 07:10
    Highlight Highlight Als wenn die Korruptionsvorwürfe gegen den Biden Clan vom Tisch wären.

    Play Icon
  • Celia* 02.03.2020 07:01
    Highlight Highlight Warum holt Warren so wenig Stimmen bisher? Sie war top in den Debates, und z.B. Biden deutlich überlegen
    • Max Dick 02.03.2020 10:09
      Highlight Highlight Sie ist links, und im linken Lager haben sie schon einen Messias, den sie abgöttisch verehren. Analog zu Trump in gewissen rechten Kreisen.
    • d10 02.03.2020 10:55
      Highlight Highlight Sie hat zu wenig Charisma und Sanders steht ihr am linken Flügel der Dems vor der Sonne
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 02.03.2020 16:26
      Highlight Highlight @Celia* Was macht Sie besser als Bernie Sanders? Politisch fordert Sie etwa dasselbe. Sie ist zudem eine notorische Lügnerin, wobei Sie damit in der Vergangenheit wohl sehr erfolgreich gewesen ist. So soll Sie Ihren Job bei Harvard bekommen haben, weil Sie behauptet hat, dass Sie zu einer Minderheit (Indianerin) gehöre. Komisch, dass so etwas als Qualifikation angesehen wird, aber jetzt ist Sie nur noch eine weibliche Sanders.
    Weitere Antworten anzeigen
  • tagomago 02.03.2020 06:40
    Highlight Highlight Biden hat keine Chance am Super-Tuesday. Er war seit über einem Monat nicht mehr in diesen Staaten.
    Sanders wirds nun allen zeigen.
    • schoscho 02.03.2020 09:55
      Highlight Highlight Richtig. Aber er wird nun Noch eher keine "majority" der Delegates erreichen, womit die Superdelegates zum Zug kommen.
    • satyros 02.03.2020 17:31
      Highlight Highlight Jeder, der aussteigt, macht die Wahrscheinlichkeit, dass jemand eine absolute Mehrheit der Delegierten hinter sich vereinen kann, grösser.
  • satyros 02.03.2020 06:34
    Highlight Highlight "bis zuletzt grosse Mühe, die Wähler ausserhalb junger, weisser Demokraten-Kreise von sich zu überzeugen." Das stimmt zwar schon irgendwie. Aber junge konnte er eben auch nicht von sich überzeugen, dort schnitt er sogar ziemlich schlecht ab. Der Grossteil seines Elektorats waren über 45-jährige Weisse. Typ "Wunschschwiegersohn".
  • Bert der Geologe 02.03.2020 06:33
    Highlight Highlight Wieso muss praktisch in jedem Artikel die sexuelle Orientierung von Buttigieg hervorgehoben werden? Es heisst nie: der heterosexuelle Biden usw.
    • Auric 02.03.2020 07:04
      Highlight Highlight na weil das was besonderes ist, speziell im "Bible Belt" wird das kein Pluspunkt sein.
    • derKuchen 02.03.2020 07:53
      Highlight Highlight Grundsätzlich gebe ich dir recht. Ich hoffe es gelingt der Menschheit irgendwann diese Gleichstellung zu erreichen.

      Leider ist gerade in den USA das Thema aber weiterhin von Relevanz. Ich kann mir gut vorstellen dass Buttigieg gerade in den Südstaaten wegen seiner Homosexualität Stimmen verloren hat/hätte. Leider.
    • Anna Lyse 02.03.2020 09:02
      Highlight Highlight Ich bin mit dir in dieser Frage, Bert! So lange wir nicht davon wegkommen, diese Unterschiede hervorzuheben, wird es immer ein Gefälle geben.

      Dass Watson das immer noch so kolportiert, ist schade.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mia_san_mia 02.03.2020 06:18
    Highlight Highlight Ich habe eh nicht verstanden, was das sollte. Ein Schwuler wäre doch nicht gewählt worden.
    • Illuminaughty 02.03.2020 07:15
      Highlight Highlight Es gibt wirklich einen Haufen von Gründen, die gegen Buttigieg sprechen. Seine sexuelle Orientierung war aber keiner davon.
    • derKuchen 02.03.2020 07:49
      Highlight Highlight Da bin ich mir nicht ganz sicher. Ich glaube, wie im Artikel erwähnt, dass gerade in den Südstaaten die sexuelle Orientierung eines Kandidaten leider noch immer eine Rolle spielt.
    • bruuslii 02.03.2020 07:51
      Highlight Highlight schlumpfinchen, für uns vielleicht nicht. aber wie sehen das muricaner?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Unicron 02.03.2020 06:07
    Highlight Highlight Fun Fact: Wenn Biden oder Sanders gegen Trump antreten sollten, macht das Trump zum jüngsten Teilnehmer im Rennen um das weisse Haus.
    • THEOne 02.03.2020 12:05
      Highlight Highlight das geht eher unter sad fact...
      ein haufen scheintoter (und ein oberidiot) buhlen um die präsidentschaft
  • drüber Nachgedacht 02.03.2020 05:36
    Highlight Highlight Und bald bleiben nur noch die Tattergreise...
    • rodolofo 02.03.2020 06:27
      Highlight Highlight Und Mugabe von Zimbabwe lässt grüssen.
  • Unicron 02.03.2020 05:07
    Highlight Highlight "Aktuellste Umfragen deuten darauf hin, dass sowohl Joe Biden als auch Bernie Sanders die US-Wahlen gegen den Amtsinhaber Donald Trump, 73, gewinnen würden."
    Als ich am Abend der Wahlen Trump vs Clinton ins Bett ging, gingen die Medien quasi einheitlich davon aus dass Clinton gewinnt. Unterschätzt bitte Trump und die Mächte welche ihn an der Macht halten wollen nicht.
    • Pumabu 02.03.2020 07:33
      Highlight Highlight Ich denke auch nicht, dass die Demokraten gewinnen. Joe Biden wird das Rennen wohl machen, aber der hat gegen Trump keine Chance..Ich bin leider pessimistisch, obwohl es die schönste Überraschung des Jahres wäre, wenn man diesen Maniac abwählen würde
    • Auric 02.03.2020 07:59
      Highlight Highlight Im Moment sind es wohl noch die Bürger die den Präsidenten wählen.
    • Schönbächler 02.03.2020 08:43
      Highlight Highlight Trump und Clinton war im Vergleich zu anderen Wahlen ein sehr knappes rennen. Das Clinton sogar mehr aus "Popular Votes" hatte veranschaulicht dies nochmal sehr. Hätten die Demokraten nicht auf Clinton gesetzt sondern von Anfang an einen anständigen Kandidaten gestemmt so wäre es wohl für die Demokraten ausgegangen.
      Trumps Anhängerschaft ist halt eben doch nicht so gross wie Sie erscheint.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Seppo 02.03.2020 04:04
    Highlight Highlight Biden und Sanders wären 2024 über 80 Jahre. Wenn sich Buttigieg als Vizepräsident nominieren lassen und der allenfalls demokratische Präsident nicht mehr antreten würde, hätte er dann wohl gute Chancen für die Wahl. Schliesslich geht es dieses Jahr „nur“ darum, Trump loszuwerden.
    • Pana 02.03.2020 05:01
      Highlight Highlight Das ist korrekt. Biden selbst hat angedeutet, dass er allenfalls auf eine zweite Amtszeit verzichten würde. Bezweifle jedoch, dass Buttigieg VP wird. Würde bei Biden eher auf Kamala Harris tippen. Mal abwarten was am Dienstag passieren wird.
    • -thomi- 02.03.2020 08:08
      Highlight Highlight Da bin ich mit Ihnen einig, und genau das ist der Fehler der Demokraten. Es kann keine Strategie sein, einfach den Amtsinhaber zu verjagen.
    • Kris 02.03.2020 08:12
      Highlight Highlight War nicht Michelle Obama ein VP Thema bei Biden?
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  • crik 02.03.2020 03:21
    Highlight Highlight So einfach ist es nicht. Buttigieg-Wähler werden nicht geschlossen zu Biden wechseln. Im Gegenteil, die jüngsten Daten von Morning Consult zeigen, dass sie etwa zu gleichen Teilen Sanders, Warren, und Biden als 2. Wahl nennen.

    Sofern demnächst auch Warren und Klobuchar aussteigen, dürfte sich vor allem das Risiko einer brokered Convention deutlich verringern. Eine brokered Convention wäre im Kampf gegen Trump das dümmste.
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    • Lord_ICO 02.03.2020 07:07
      Highlight Highlight Danke für diesen Kommentar. Die Behauptung, dass Pete's Abgang Biden stärkt und Bernie schwächt ist einfach falsch.

      Es mag für uns komisch wirken, aber die US Wähler entscheiden halt nicht immer aufgrund der Inhalte. Man weiss z.B. durch Befragungen der Wähler Biden's, dass sie bei einem Rückzug ihres Kandidaten mehrheitlich zu Sanders und nicht zu Bloomberg wechseln würden, auch wenn das inhaltlich eigentlich andersrum laufen müsste.
    • Lord_ICO 02.03.2020 09:26
      Highlight Highlight Sorry aber die infantilen Spitznamen kannst du dir echt schenken, denn damit disqualifizierst du dich für jede Diskussion.

      Auch Bloomberg's Wähler werden nicht alle zu Biden wechseln. Von Pete's Ausstieg wird jetzt vor allem Bernie profitieren und wenn Warren nach Dienstag aussteigt, wird auch wieder Bernie der grosse Profiteur sein. Ich hoffe das die Dem's dieses mal, nicht wie bei Clinton mit den Superdelegates, den Wählerwillen achten und Bernie eine faire Chance geben.
    • Lord_ICO 02.03.2020 14:01
      Highlight Highlight Naja ist es wirklich lustig jemanden Mini Mike zu nennen, nur weil er klein ist. Oder Sleepy Joe, weil er manchmal langsam und wirr spricht?

      Ist halt Humor auf dem Niveau eines Grundschülers und zielt nur auf Oberflächlichkeiten ab. Übrigens gewisse würden es auch Mobbing nennen, das aber nur so nebenbei. Mich nervt einfach dieser persönlich despektierliche Ton, der mittlerweile in so vielen Diskussionen immer angeschlagen wird.
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