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Donald Trump hatte mehr Stimmen bei den Wahlmännern, Hillary Clinton beim Volk.
Donald Trump hatte mehr Stimmen bei den Wahlmännern, Hillary Clinton beim Volk.Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Jetzt zweifelt auch Donald Trump das Wahlresultat an

28.11.2016, 02:1428.11.2016, 13:00

Der künftige US-Präsident Donald Trump zweifelt das Wahlergebnis von Anfang November an. Er spricht von «illegal abgegebenen Stimmen».

«Zusätzlich zur Mehrheit der Wahlmänner hätte ich auch die Mehrheit der Stimmen erhalten, wenn man die Millionen abzieht, die illegal gewählt haben», schrieb Trump am Sonntag per Twitter. Landesweit hat seine demokratische Rivalin Hillary Clinton mindestens zwei Millionen mehr Stimmen bekommen als der Republikaner Trump. Die Auszählung in bevölkerungsreichen Staaten wie Kalifornien hält zudem immer noch an, und Fachleute gehen davon aus, dass ihr Vorsprung letztlich bei 2.5 Millionen Stimmen liegen dürfte.

Über den Einzug ins Weisse Haus entscheidet allerdings das Wahlleute-Gremium, und hier konnte Trump die Mehrheit für sich gewinnen. «Es wäre viel leichter für mich gewesen, die sogenannte ‹Popular Vote› zu gewinnen als die Mehrheit der Wahlmänner, weil ich dann nur in drei bis vier Staaten Wahlkampf hätte machen müssen statt in den 15 Staaten, die ich besucht habe», twitterte Trump weiter.

Beweise für seine Anschuldigungen lieferte er nicht. Die US-Regierung erklärte, es gebe keine Anzeichen für Unregelmässigkeiten bei der Wahl. Nach Einschätzung von Experten ist jedoch der einzige Weg, Klarheit zu schaffen, eine Neuauszählung aller Stimmen.

«Statistische Anomalien»

Schon vor der Wahl hatte Trump von Betrug gesprochen. Seit seinem Sieg hat er sich immer wieder versöhnlich gezeigt, zugleich aber auch seine Gegner hart angegriffen. So bezeichnete er die von den Grünen initiierte Neuauszählung der Stimmen in Wisconsin als «lächerlich».

Clintons Anwälte schlossen sich am Samstag der Initiative der Grünen-Kandidatin Jill Stein an. Stein hatte Geld gesammelt, um die Stimmen in Wisconsin, Michigan und Pennsylvania neu auszuzählen, nachdem einige IT-Experten «statistische Anomalien» festgestellt hatten. In allen drei Staaten hat Trump knapp gewonnen. (ehi/sda/reu)

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43 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Howard271
28.11.2016 07:19registriert Oktober 2014
Ich kann es einfach nicht fassen - so etwas darf doch von einem gewählten Präsidenten nicht kommen.

Zudem finde ich es bedenklich, wie viele Medien im Zeitalter der Kurzartikel dann einfach nur noch unkommentiert etwas wie "Trump: Millionen von illegalen Stimmen" titeln. Die Medien sollten nicht einfach als verlängertes Sprachrohr seines Twitteraccounts dienen, sondern die Meldungen einordnen und in den Kontext setzen (wie in diesem Artikel auch teilweise geschehen). Hier müsste also klar und deutlich gesagt werden: so etwas ist noch nie vorgekommen und zudem gefährlich.
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Citation Needed
28.11.2016 05:29registriert März 2014
Kellyanne soll seinen Twitteraccount wieder sperren. Bevor ihn seine beleidigte Eitelkeit (popular vote verloren, mimimi) weiteren Blödsinn behaupten lässt..
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lilie ❤ Bambusbjörn
28.11.2016 07:14registriert Juli 2016
Trump kann ja eine Neuauszählung beantragen. Aus dem eigenen Sack, versteht sich. Was heult der rum... 🙄
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