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Riesiger Staudamm in Kalifornien droht zu brechen – Notstand ausgerufen



epa05790107 An undated handout photo made available by the California Department of Water Resources (DWR) on 13 February 2017 shows an aerial view of the damaged Oroville spillway in Oroville, California, USA. Californian authorities have ordered thousands of residents in counties and cities near Lake Oroville to evacuate the area on 13 February, over fears of imminent failure of the emergency spillway at the Oroville Dam, the tallest dam in the USA, as a result of severe erosion and heavy rain.  EPA/CALIFORNIA DEPARTMENT OF WATER RESOURCES -- BEST QUALITY AVAILABLE -- HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Sieht nicht gut aus: Der Staudamm Oroville. Bild: EPA/CALIFORNIA DWR

Wegen der kritischen Lage an einem riesigen Staudamm hat Kalifornien den Notstand für mehrere Bezirke ausgerufen. Nach tagelangen Regenfällen ist der Damm des Oroville-Stausees an seine Belastungsgrenze gestossen.

Die Anlage stand wegen eines beschädigten Abflusskanals vor dem Zusammenbruch - das Wasser könnte Teile des US-Bundesstaats überfluten. Gouverneur Jerry Brown rief am späten Sonntagabend (Ortszeit) den Notstand für die Bezirke Butte, Sutter und Yuba aus. Einige Stunden zuvor hatte die Polizei rund 188'000 Anwohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu begeben.

Brown sprach von einer «sehr ernsten Situation». Die Lage sei komplex und verändere sich sehr schnell. Die Mitteilung der Polizei war mehrfach mit dem Hinweis «Dies ist keine Übung» versehen.

Sollte der beschädigte Kanal den abfliessenden Wassermassen nicht standhalten, sei mit einer Flutwelle zu rechnen, die weite Teile der Region rund um den See treffen könne. In den drei genannten Bezirken wurden zahlreiche Notunterkünfte für die Einwohner bereitgestellt.

Der nur im Notfall genutzte Abflusskanal des Staudamms wies den Angaben nach starke Erosionsschäden auf. Um eine Katastrophe zu verhindern, ordnete die kalifornische Wasserbehörde DWR die kontinuierliche Reduzierung des über den kaputten Kanal abfliessenden Wassers an.

A damaged spillway with eroded hillside is seen in an aerial photo taken over the Oroville Dam in Oroville, California, U.S. February 11, 2017.  California Department of Water Resources/William Croyle/Handout via REUTERS  ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. EDITORIAL USE ONLY.

Bild: HANDOUT/REUTERS

Die Massen wurden nach und nach wieder auf den Hauptabfluss umgeleitet - der allerdings erst in der vergangenen Woche wegen eines Loches geschlossen worden war. Der Not-Abfluss war damit nur wenige Tage im Einsatz, bis er zusammenzubrechen drohte.

Die 235 Meter hohe und rund 2300 Meter lange Anlage liegt etwa 125 Kilometer nördlich der Hauptstadt Sacramento. Sie staut den Oroville-See auf und dient der Stromgewinnung.

Das dürregeplagte Kalifornien war in den zurückliegenden Tagen in Teilen von heftigen Regenfällen überrascht worden. Bewohner mussten aus ihren Häusern gerettet werden, nachdem der Fluss San Lorenzo über die Ufer getreten war.

In dem Bundesstaat war fünf Jahre lang zu wenig Regen gefallen. 2014 wurde sogar ein Dürre-Notstand ausgerufen. Die Einwohner wurden angewiesen, weniger Wasser zu verbrauchen. (sda/dpa)

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