International
USA

In der USA wurden 680 illegale Einwanderer festgenommen

In this Feb. 9, 2017, photo provided U.S. Immigration and Customs Enforcement, ICE agents at a home in Atlanta, during a targeted enforcement operation aimed at immigration fugitives, re-entrants and  ...
Die US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) nehme derartige Einsätze «regelmässig und seit vielen Jahren» vor.Bild: AP/U.S. Immigration and Customs Enforcement

680 Festnahmen bei US-Razzien gegen illegale Einwanderer

14.02.2017, 03:5214.02.2017, 04:38

Bei Razzien gegen illegale Einwanderer sind in den USA in der vergangenen Woche mehr als 680 Menschen festgenommen worden. Das Ministerium für Innere Sicherheit teilte am Montag mit, bei 75 Prozent der Festgenommenen habe es sich um verurteilte Straftäter gehandelt.

Der Einsatz habe sich gegen Menschen gerichtet, die eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dargestellt hätten, erklärte der Minister für Innere Sicherheit, John Kelly.

Festgenommen worden seien «verurteilte Ausländer und Bandenmitglieder sowie Menschen, die unsere Einwanderungsgesetze verletzt haben».

Routine-Eingriff

Einwanderungsanwälte sprachen dagegen von Razzien, bei denen nicht berücksichtigt werde, ob von den Einwanderern tatsächlich eine Bedrohung ausgehe und welche Familienbeziehungen sie in die USA hätten.

Die von den illegal Eingewanderten verübten Straftaten reichten von Totschlag bis hin zu Fahren unter Alkoholeinfluss, sagte ein Ministeriumssprecher. Die US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) nehme derartige Einsätze «regelmässig und seit vielen Jahren» vor. Die Behörde hatte die Razzien bereits am Wochenende als Routine bezeichnet.

Versprechen eingelöst

Auch unter Trumps Vorgänger Barack Obama gab es seit 2011 immer wieder Einsätze unter dem Motto «Operation Cross Check» (Aktion Gegencheck).

US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter erklärt, «das Vorgehen gegen illegale Kriminelle» sei «lediglich die Einlösung meines Wahlkampfversprechens». Er hatte angekündigt, zwei bis drei Millionen straffällig gewordene Einwanderer auszuweisen.

Auch die Obama-Regierung hatte Ausweisungen krimineller Einwanderer verfügt. Darunter fielen aber nicht solche geringfügigen Vergehen wie Fahren unter Alkoholeinfluss. (sda/afp/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Ukraine und USA verhandeln über Sicherheitsabkommen
Die Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine für ein Ende des russischen Angriffskriegs sollen heute in Miami im US-Bundesstaat Florida fortgesetzt werden. Dabei soll es ukrainischen Angaben zufolge vor allem um Sicherheitsgarantien und die langfristige ökonomische Entwicklung des osteuropäischen Landes gehen. Derweil warnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor dem Hintergrund einer Kältewelle und massiven Problemen bei der Energieversorgung vor neuen massiven russischen Luftangriffen.
Zur Story