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Der Tag, der die Welt veränderte

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Der Tag, der die Welt veränderte
quelle: epa/the new york times pool/epa file / keith meyers / pool
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18 Jahre nach 9/11: Das sind die 4 aktuellsten Entwicklungen

3000 Menschen verloren bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ihr Leben. Der Tag stellt eine Zäsur in der Weltgeschichte dar und wird als Anfang des «War on Terror» angeschaut. 18 Jahre danach ist der Fall noch längst nicht abgeschlossen. Vier Entwicklungen aus jüngster Zeit.
11.09.2019, 10:5612.09.2019, 06:02

Die Nachwirkungen fordern noch immer Tote

Die Anschläge in New York töteten knapp 3000 Menschen, darunter waren über 400 Feuerwehrleute, Polizisten und Sanitäter. Die Nachwirkungen sind jedoch ungleich grösser: Laut einem Bericht des Guardian sind mehr als 43'000 Leute an den direkten Folgen von 9/11 erkrankt. 10'000 davon haben Krebs. Noch Monate nach dem Einsturz brannten die Trümmer in New York. Tausende Menschen, die damals in der Nachbarschaft lebten oder arbeiteten, atmeten die mit giftigen Dämpfen und Hochhaus-Partikeln versetzte Luft ein.

Es wird erwartet, dass in den nächsten zwei bis drei Jahren die Zahl der an Folgeerkrankungen gestorbenen Personen jene übersteigt, die den Anschlägen am 11. September zum Opfer gefallen sind.

Bild: AP

Nachdem im Jahr 2014 ein Mahnmal auf dem Gelände des ehemaligen World Trade Centers eröffnet worden war, das an die Opfer der Terroranschläge erinnert, wurden nun im Frühling dieses Jahres weitere Elemente der Gedenkstätte hinzugefügt. Sechs grosse Granitblöcke erinnern an all die Toten, die an den Folgen der toxischen Gase und Staubwolken erkrankten und starben.

Bild: AP

Neue Einsturz-Theorie zu WTC7

Eine neue Studie sorgt derzeit für viel Gerede – vor allem in den sozialen Medien. Bauingenieur und Hauptautor Leroy Hulsey von der University of Alaska Fairbanks (UAF) kommt in der Studie zum Schluss, dass Feuer unmöglich Hauptursache für den Kollaps des 7 World Trade Center (WTC7) sein könne, sondern: das «nahezu gleichzeitige Versagen jeder Säule des Gebäudes.»

Das Wort «Sprengung» wird zwar nicht verwendet, das Fazit lässt jedoch fast keinen anderen Schluss zu.

Das National Institute of Standards and Technology (NIST) resümierte 2008 im Schlussbericht zum Kollaps des WTC7, dass Feuer die Struktur des Gebäudes über Stunden hinweg geschwächt und es schlussendlich zum Einsturz gebracht hätten.

Neues Buch über eine geplante Kamikaze-Mission

Das vierte Flugzeug, welches am 11. September entführt worden war, bekam bis jetzt weniger Beachtung. Das dürfte sich wohl ändern: Der Navy Commander Anthony Barnes beschreibt in seinem neuen Buch «The Only Plane in the Sky: An Oral History of 9/11», dass er damals den direkten Befehl von Dick Cheney bekam, das Flugzeug abzuschiessen. Cheney war zu dieser Zeit Vizepräsident der USA.

Barnes kommandierte eine Flotte F-16-Kampfjets auf dem Flughafen Andrews Air Base in Maryland. Die Piloten hoben kurz nach Befehlserteilung ab, mit dem Auftrag, die United-93 abzufangen und abzuschiessen. Das Problem an der Sache: Sie hatten keine scharfe Munition an Bord.

Die Gedenkstätte in Shanksville, Pennsylvania.
Die Gedenkstätte in Shanksville, Pennsylvania.
Bild: AP

In einem Interview mit Politico sagte Leutnant Heather Penney, die damals ihren ersten Einsatz als F-16-Pilotin flog, dass die einzige Möglichkeit, das entführte Flugzeug ohne Munition zum Absturz zu bringen, war, es zu rammen. Es wäre eine Kamikaze-Mission geworden.

Zum Glück von Penney und den anderen Piloten kam es nie so weit: Die Passagiere des United-Flugs wehrten sich gegen die Entführer und brachten das Flugzeug im Niemandsland von Pennsylvania zum Absturz.

Warten auf den Prozess gegen die Drahtzieher

Die mutmasslichen Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 sind auf dem langwierigen Weg zu einem Prozess wieder vor Gericht erschienen. Die Anhörung im Rahmen einer Vorverhandlung fand am Montag kurz vor dem 18. Jahrestag der Attentate statt.

Kurz zuvor war der Termin für den Start des eigentlichen Verfahrens für Januar 2021 festgelegt worden. Alle fünf Angeklagten waren zu Beginn der Anhörung vor einem Sondertribunal im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba anwesend – darunter Chalid Scheich Mohammed, der als Mastermind der Anschläge gilt.

Scheich Mohammed, der seinen Initialen entsprechend auch «KSM» genannt wird, soll einst die «Nummer drei» der Terrororganisation Al-Kaida gewesen sein. Er und andere wurden nach ihrer Festnahme in Geheimgefängnissen der CIA brutal gefoltert.

«KSM» ist seit 2003 in US-amerikanischer Gefangenschaft, 2006 kam er in das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo Bay. Mindestens 183 Mal wurde er dem sogenannten Waterboarding ausgesetzt, wie aus einem 2014 veröffentlichten Bericht des US-Senats hervorgeht. Bei der umstrittenen Methode wird Ertränken simuliert.

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