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Trump während seiner Rede zu 9/11 am Montag im Rosengarten des Weissen Hauses.
Trump während seiner Rede zu 9/11 am Montag im Rosengarten des Weissen Hauses.
Bild: AP

Trump provoziert mit Rede zu 9/11 – die Reaktionen sind grossartig

30.07.2019, 16:3730.07.2019, 17:43

US-Präsident Donald Trump hat am Montag mal wieder angegeben. Gehörig angegeben. Und geht es nach den Nutzern auf Twitter, ein wenig zu sehr.

Im Rosengarten des Weissen Hauses sprach Trump über die Anschläge vom 11. September 2001. Er unterschrieb einen Gesetzentwurf, der sicherstellen soll, dass für den Fonds für Opfer und Helfer weiter Geld bereit steht.

Dabei fand Trump auch Gelegenheit, ein wenig über seine angeblich so grossartige Hilfe am Ground Zero, dem Ort der eingestürzten Zwillingstürme des New Yorker World Trade Centers, zu sprechen.

Trump sagte:

«Viele der Betroffenen waren Feuerwehrleute, Polizisten und andere Ersthelfer. Und ich war auch da unten. Aber ich sehe mich nicht als Ersthelfer. Aber ich war da unten. Ich habe viel Zeit mit euch (den Ersthelfern, Anm.) da unten verbracht.»

«Viel Zeit da unten» – ein Satz, der für Aufsehen im Netz sorgte. Denn Trump behauptet immer wieder, nach den Anschlägen in New York geholfen zu haben. Belege dafür gibt es aber kaum.

Trump und der 11. September

Trump und seine Handlungen während der Anschläge vom 11. September sind eine pikante Angelegenheit. Als die Türme einstürzten, sagte Trump in einem Telefon-Interview, er besitze jetzt ja das höchste Gebäude in Manhatten.

Auch zweifelten viele Twitter-Nutzer an, wie grossartig die Hilfe von Donald Trump nun wirklich für die Ersthelfer am Ground Zero ausfiel.

Dass Trump tatsächlich in den Tagen nach dem Terroranschlag die Ruinen besuchte, scheint ein Zeitungsausschnitt zu belegen, den die Washington Post zitiert: Ein Reporter schrieb am 14. September 2001, dass Trump am Ground Zero gestanden habe und telefonierte. Wie lange er da stand, ist nicht bekannt.

Auch eine Behauptung von Trump, Hunderte von Helfern bezahlt zu haben, konnte die Fact-Checking-Webseite Politifact nicht verifizieren.

So spottet das Internet über Trump

Auf Twitter wurde die Aussage von Trump scharf kritisiert. Etwa von George Conway, dem Ehemann von Trump-Beraterin Kellyane Conway. «Hat Amerika jemals einen grösseren pathologischen Lügner gesehen?», fragte er auf Twitter. Jeden Tag würde der Präsident lügen und das ohne Sinn, so Conway. «Es ist eine Krankheit.»

Twitter-Nutzer erfanden nach der Rede am Montag noch eine ganze Menge grossartiger Dinge, mit denen Donald Trump angeben könnte. George Conway fand daran offenbar Gefallen und retweetete rege.

Unter dem Hashtag «LostTrumpHistory» finden sich seit gestern laufend neue Witze über den US-Präsidenten. Hier einige Beispiele:

(ll/cma)

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Rücktritte und Entlassungen unter Trump

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Rücktritte und Entlassungen unter Trump
quelle: ap/ap / steven senne
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Donald Trumps neuster Tweet löst Sturm der Entrüstung aus

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