wechselnd bewölkt
DE | FR
6
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
International
USA

Schneesturm in den USA: Zahl der Todesopfer steigt auf 47

epa10378188 A bike is engulfed in snow as the effects of a massive winter storm which has affected large portions of the United States, continues in Buffalo, New York, USA, 25 December 2022. Much of t ...
Teile der US-Ostküste versinken wortwörtlich im Schnee.Bild: keystone

Opferzahl steigt auf über 50: Diese Bilder zeigen, wie der Schneesturm in den USA wütet

56 Tote in den USA, davon allein 27 im US-Bundesstaat New York – der «Schneesturm des Jahrhunderts» hat die USA am Weihnachtswochenende schwer getroffen.
27.12.2022, 02:5127.12.2022, 16:05

Mindestens 50 Menschen sind in den vergangenen Tagen bei extremer Kälte und starkem Schneefall in den USA gestorben.

Allein im Bezirk Erie im Bundesstaat New York kamen mindestens 27 Menschen ums Leben, wie Marc Poloncarz, der Verantwortliche des Bezirks, auf Twitter mitteilte. Die Behörden rechneten am Dienstag jedoch mit weiteren Opfern, die unter den Schneemassen begraben sein sollen. «Leider bergen wir noch immer Tote», sagte der Polizeichef der am stärksten betroffenen Stadt Buffalo, im Westen des Bundesstaates New York, dem Fernsehsender CNN.

Landesweit seien im Zusammenhang mit dem arktischen Wintersturm «Elliott» mehr als 51 Menschen gestorben, berichtete der Sender ABC. Der Sender CNBC bezifferte die Zahl der Todesopfer sogar mit 57.

US-Präsident Joe Biden sagte New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul am Montag Bundeshilfen zu. «Mein Herz ist bei denen, die einen Angehörigen verloren haben», erklärte er.

Auch wenn die Intensität des Sturmes nachlasse, bleibe es «gefährlich, draussen zu sein», sagte Hochul bei einem Besuch in der besonders betroffenen Stadt Buffalo. Es sei mit weiteren 30 Zentimetern Neuschnee zu rechnen.

Der eigentlich an Kälte und Stürme gewöhnte Westen des Bundesstaates New York verschwand während des Weihnachtswochenendes unter meterhohem Schnee. Seit der vergangenen Woche herrschen dort polare Temperaturen.

«Mein Herz ist bei denjenigen, die an diesem Feiertagswochenende geliebte Menschen verloren haben», schrieb Präsident Joe Biden auf Twitter. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul sprach von einem «historischen Schneesturm». Der US-Wetterdienst warnte für Dienstagvormittag (Ortszeit) mit weiteren Schneefällen, die vom Eriesee her über Erie County und angrenzende Bezirke hereinzögen.

Dazu käme es zu Windböen mit Geschwindigkeiten bis zu knapp 50 Stundenkilometern. Das könne zu sogenannten Whiteouts führen, bei denen die Autofahrer komplett vom Schneegestöber eingeschlossen seien und die Orientierung verlieren könnten. Für einige Bezirke am Ostufer des Eriesees, der zu den sogenannten Grossen Seen gehört, galt deshalb am Dienstag weiterhin ein Fahrverbot.

12 Bilder, die zeigen, wie der Schneesturm in den USA wütet:

1 / 14
12 Bilder, die zeigen, wie der Schneesturm in den USA wütet
quelle: keystone / jalen wright
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die Strassen von Buffalo waren am Montag grösstenteils noch von beeindruckenden Schneemassen blockiert. Auf Bildern aus dem Stadtzentrum waren quer auf den Strassen stehende Autos unter Schneebergen zu sehen.

President Joe Biden speaks in the East Room of the White House ahead of the holidays, Thursday, Dec. 22, 2022, in Washington. (AP Photo/Patrick Semansky)
Joe Biden
Joe Biden sicherte den betroffenen Bundesstaaten Hilfe zu.Bild: keystone

Zeitweise von Aussenwelt abgeschnitten

Buffalo war über Weihnachten zeitweilig von der Aussenwelt abgeschnitten, Rettungsdienste konnten besonders stark betroffene Bezirke nicht erreichen. Haustüren verschwanden hinter bis zu drei Meter hohen Schneeverwehungen, durch Stromausfälle bei eisigen Temperaturen wurde die Situation lebensbedrohlich.

Hochul entsandte rund 200 Mitglieder der Nationalgarde nach Buffalo und Umgebung, die hunderte Menschen aus eingeschneiten Autos und Häusern ohne Strom in Sicherheit brachten. Nach Angaben der Behörden waren aber weiterhin Menschen von der Aussenwelt abgeschnitten.

In Erie County seien mehrere Menschen in ihren Autos erfroren, andere wurden auf der Strasse in Schneewehen entdeckt, wieder andere erlitten beim Schneeräumen einen Herzinfarkt, sagte Poloncarz. Er sprach vom «wahrscheinlich schlimmsten Sturm in unserem Leben und in der Geschichte der Stadt».

Internationaler Flughafen bis Dienstag zu

Der internationale Flughafen von Buffalo sollte bis Dienstag geschlossen bleiben. Aufgrund eingefrorener Umspannwerke kann ein Teil der Bewohner erst am Dienstag wieder mit Strom rechnen.

Die extremen Wetterbedingungen führten dazu, dass die Temperaturen am Wochenende in insgesamt 48 Bundesstaaten unter den Gefrierpunkt sanken.

Durch grossflächige Stromausfälle, unpassierbar gewordene Strassen und gestrichene Flüge wurden die Reisepläne von Millionen US-Bürgern über Weihnachten durchkreuzt. An zahlreichen Flughäfen herrschte Chaos. Laut der Website Flightaware.com wurden in den vergangenen Tagen mehr als 15'000 US-Flüge gestrichen, am Montag fielen erneut mindestens 2600 US-Flüge aus.

(sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Maya Eldorado
27.12.2022 03:27registriert Januar 2014
Unglaublich. Die Niederschläge ob Wasser oder Schnee verteilen sich dank der Klimaerwärmung immer unregelmässiger - entweder zu wenig oder gar nicht oder in Massen.
2310
Melden
Zum Kommentar
6
Vier Kinder und eine Frau ertrinken bei Schiffsunglück mit Migranten in der Ägäis
Infolge des Untergangs eines Flüchtlingsbootes sind am Sonntag vier Kinder und eine Frau vor der griechischen Insel Leros ums Leben gekommen.

Beim Untergang eines Bootes mit Migranten an Bord sind am Sonntag in der Ägäis eine Frau und vier Kinder ums Leben gekommen. Wie die Behörden am Montag weiter mitteilten, konnten 36 Menschen aus dem Wasser gerettet werden oder mit eigenen Kräften die Küste der griechischen Insel Leros erreichen.

Zur Story