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Staatsanwalt Geoffrey Berman zeigt während einer Pressekonferenz am 8. Juli auf ein Bild von Jeffrey Epstein.
Staatsanwalt Geoffrey Berman zeigt während einer Pressekonferenz am 8. Juli auf ein Bild von Jeffrey Epstein.Bild: EPA

350'000 Dollar Bestechung im Missbrauchsskandal: Epstein soll Zeugen gekauft haben

13.07.2019, 09:3613.07.2019, 09:37

Der wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger angeklagte US-Milliardär Jeffrey Epstein soll Medienberichten zufolge versucht haben, potenzielle Zeugen zu bestechen. Der Investmentbanker habe insgesamt 350'000 Dollar an zwei Personen gezahlt.

Diese beiden Personen hätten gegen Epstein aussagen können, berichteten US-Medien am Freitag unter Berufung auf die New Yorker Staatsanwaltschaft.

Im November und Dezember 2018 flossen demnach eine Zahlung in Höhe von 100'000 Dollar und eine weitere von 250'000 Dollar an zwei Personen, die mutmasslich in den Fall verwickelt sind. Die Vorgehensweise und insbesondere der Zeitpunkt deuteten darauf hin, dass der 66-Jährige versucht habe, die Zeugen zu «beeinflussen», zitierte die «New York Times» die Staatsanwaltschaft.

Sexhandel vorgeworfen

Epstein soll dutzende Minderjährige sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Der am Montag veröffentlichten Anklageschrift zufolge wirft ihm die New Yorker Staatsanwaltschaft Sexhandel und Verschwörung zum Sexhandel vor. Der Investmentbanker weist alle Anschuldigungen zurück. Bei einer Verurteilung drohen dem 66-Jährigen bis zu 45 Jahre Haft.

Der US-Arbeitsminister Alexander Acosta gab am Freitag im Zuge der Missbrauchsaffäre seinen Rücktritt bekannt. Acosta hatte vor zehn Jahren als damaliger Staatsanwalt in einem ähnlichen Fall, in den Epstein verwickelt war, eine aussergerichtliche Vereinbarung mit ausgehandelt.

Epstein erhielt eine 18-monatige Haftstrafe und kam nach 13 Monaten frei. Ein Verfahren vor einem Bundesgericht blieb ihm im Gegenzug erspart. (sda/afp)

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