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Reaktionen: Trump will Grönland kaufen

Trump will Grönland kaufen? Er soll es erstmal auf der Karte finden – die Reaktionen

16.08.2019, 16:2816.08.2019, 16:28

Donald Trump will einem Bericht des Wall «Street Journal» zufolge Grönland kaufen. Prinzipiell vielleicht keine schlechte Idee, denn die grösste Insel der Erde verfügt unter viel Eis über enorme Bodenschätze. Problem nur: Die quasi autonome Insel (nur Verteidigungs- und Aussenpolitik unterstehen noch der dänischen Regierung) steht gar nicht zum Verkauf.

Reaktionen aus Grönland

Aus Grönland folgten die Reaktionen auf dem Fuss: «Wir sind offen dafür, Geschäfte zu machen, aber wir stehen nicht zum Verkauf», erklärte Grönlands Aussenministerin Ane Lone Bagger.

Aaja Chemnitz Larsen, dänische Abgeordnete von Grönlands zweitgrösster Partei Inuit Ataqatigiit (IA), sagte der Nachrichtenagentur Reuters: «Ich bin sicher, dass eine Mehrheit in Grönland glaubt, dass es langfristig besser ist, eine Beziehung zu Dänemark zu haben als zu den Vereinigten Staaten.»

Auch die Dänen sind nicht begeistert

Soren Espersen, Sprecher der «Dansk Folkeparti», sagt: «Wenn er das ernst meint, haben wir endlich den Beweis, dass er verrückt geworden ist.»

Und der Rest der Welt

Keine ganz neue Idee

Wie auch immer die Idee entstanden ist: Es ist nicht das erste Mal, dass sich der US-Präsident für Grundstücke im Ausland interessiert. In der Vergangenheit hatte Trump unter anderem von den «tollen Stränden» von Nordkorea als idealem Standort für Ferienwohnungen gesprochen.

Trump ist übrigens auch nicht der erste US-Präsident, der sich für Grönland interessiert: Harry Truman, hatte bereits 1946 den Kauf von Grönland für 100 Millionen Dollar angeregt.

Grönland gehört als autonomes Gebiet zu Dänemark. Auf der zwei Millionen Quadratkilometer grossen Insel leben nur knapp 57'000 Menschen, die meisten von ihnen Inuit. 85 Prozent der Landmasse sind mit Eis bedeckt. Auf der Insel befindet sich der US-Militärflugplatz Thule Air Base. (tam/sda/reu/afp)

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