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FILE - In this Tuesday, Feb. 14, 2017, file photo, Federal Reserve Chair Janet Yellen testifies on Capitol Hill in Washington, before the Senate Banking Committee. The Fed seems all but sure to raise rates during the week of Monday, March 13, 2017, and to signal that more hikes are likely coming. Fed watchers appear buoyed by signs of a stronger economy than worried about whether slightly higher rates might slow growth. (AP Photo/Andrew Harnik, File)

Janet Yellen, die Präsidentin der US-Notenbank. Bild: Andrew Harnik/AP/KEYSTONE

US-Notenbank Fed erhöht Leitzins um 0,25 Punkte

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihre Geldpolitik weiter gestrafft und den Leitzins angehoben. Der Zinssatz, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen, steigt damit um 0,25 Punkte auf ein Niveau von 0,75 bis 1,0 Prozent, wie die Federal Reserve am Mittwoch in Washington mitteilte.



Der Zinsschritt – der dritte nach Dezember 2015 und Dezember 2016 – war von den Märkten in dieser Form erwartet worden. Die Fed begründete ihn mit der anhaltend guten Situation auf dem US-Arbeitsmarkt sowie der anziehenden Inflation.

«Die ganz einfache Botschaft ist: Der Wirtschaft geht es gut.»

Fed-Chefin Janet Yellen

«Wir erwarten, dass die Arbeitslosenquote weiter sinkt und sie auf weitere Jahre niedrig bleibt», sagte Notenbank-Chefin Janet Yellen. «Die ganz einfache Botschaft ist: Der Wirtschaft geht es gut.» Die Fed geht davon aus, dass die Leitzinsen bis zum Jahresende auf bis zu 1,6 Prozent, bis Ende 2019 auf 3,0 Prozent steigen werden.

Die Verteuerung der Zinsen in den USA könnte den US-Dollar im Vergleich zu anderen Währungen wie etwa dem Euro weiter stärken und Exporte amerikanischer Firmen ins Ausland damit verteuern. Die Zinserhöhung könnte auch das Wachstum der derzeit florierenden US-Wirtschaft bremsen – das wäre vor allem für die Bewältigung des immensen Schuldenproblems ein Rückschlag. Die USA erreichen am Donnerstag ihre Schuldenobergrenze und müssen vorübergehend wohl mit Hilfe besonderer Massnahmen des Finanzministeriums wirtschaften.

FILE - This June 19, 2015, file photo shows the Marriner S. Eccles Federal Reserve Board Building in Washington. At some point in the coming months, the Federal Reserve is widely expected to resume raising interest rates. On Wednesday, Feb. 1, 2017, the Fed will likely end its latest policy meeting with an announcement that it's keeping its benchmark rate unchanged at a time of steady economic gains but also heightened uncertainty surrounding the new Trump administration. (AP Photo/Andrew Harnik, File)

Das Federal Reserve Building in Washington, Hauptsitz der US-Notenbank. Bild: Andrew Harnik/AP/KEYSTONE

«Moderate Ausrichtung»

Die Federal Reserve deutete an, dass im laufenden Jahr bei anhaltend positiver Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage zwei bis drei weitere Zinsschritte möglich seien. Dies wird von den Marktteilnehmern als Signal verstanden, dass die Fed die geldpolitischen Zügel künftig fester in die Hand nehmen will.

Yellen legte jedoch Wert auf die Feststellung, dass die Notenbank weiterhin um eine moderate Politik bemüht ist. «Ob es am Ende eine Erhöhung mehr oder weniger ist, ändert nichts an der moderaten Ausrichtung», sagte Yellen. Die US-Börsen bauten ihre Gewinne nach dem Zinsentscheid aus. Der Euro stieg zum Dollar leicht an.

«Die Zinserhöhung der Fed ist richtig und ein guter nächster Schritt hin zu einer allmählichen Normalisierung des Zinsumfelds.»

Volkswirt Michael Menhart

Die meisten Experten hatten den Schritt erwartet und begrüssten ihn. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, bezeichnete ihn als «überfällig». Die Gefahr sei gross, dass die Zinsen zu langsam stiegen und dies zu Risiken für die Finanzstabilität führen könnte.

«Die Zinserhöhung der Fed ist richtig und ein guter nächster Schritt hin zu einer allmählichen Normalisierung des Zinsumfelds», sagte der Chefvolkswirt des Rückversicherers Munich Re, Michael Menhart. «Die US-Wirtschaft dürfte auch weiterhin robust bleiben, auch wenn ein möglicher zinsbedingter Anstieg der US-Währung die Exporte erschwert.»

ARCHIV - ZUR GEWINNMELDUNG DER SNB STELLEN WIR IHNEN DIESER ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - The Swiss National Bank, SNB, photographed Thursday, 15 January 2015, in Bern, Switzerland. The Swiss National Bank (SNB) ended Thursday in a surprise move its three-year-old cap of 1.20 franc per euro and cut the interest rate on sight deposits over a certain limit. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die SNB dürfte an ihrem Kurs festhalten. Bild: KEYSTONE

Zinsschere weiter auseinander

Durch die Entscheidung der Fed geht die Zinsschere zwischen USA und der Eurozone allerdings weiter auseinander. Die Europäische Zentralbank hatte erst vergangene Woche noch erklärt, ihr Programm von Anleihenkäufen fortzusetzen. Damit wird die Geldpolitik weiter gelockert. Der Druck auf die EZB, ihrerseits zu einer Normalisierung ihrer Geldpolitik zurückzukehren, werde jedoch steigen, vermutet Menhart.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihrerseits dürfte am Donnerstag ihren Kurs bestätigen. Analysten erwarten bei der geldpolitischen Quartalslagebeurteilung keine Veränderungen, obwohl die Währungshüter in den letzten Wochen so stark am Devisenmarkt intervenierten wie seit langem nicht mehr. (sda/dpa/reu)

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