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Iran

US-Flugkörper traf Ziel nahe Mädchenschule

Bericht widerlegt wohl Trumps Worte: US-Flugkörper traf Ziel nahe Mädchenschule

09.03.2026, 14:5309.03.2026, 15:05

Investigativjournalisten haben Zweifel an der Behauptung von US-Präsident Donald Trump, der Iran selbst sei für die Bombardierung einer Mädchenschule mit rund 170 Toten verantwortlich.

epa12791540 A handout picture made available by the Iranian foreign press department shows graves being prepared for the victims of a Israel-US airstrike on a girls school in the city of Minab, southe ...
Bei der Bombardierung einer Mädchenschule im Iran kamen rund 170 Personen ums Leben.Bild: keystone

Wie Rechercheteams von «New York Times» und der Plattform Bellingcat unabhängig voneinander herausfanden, zeigt ein am Sonntag von der iranischen Nachrichtenagentur Mehr veröffentlichtes Video den Einschlag eines US-Flugkörpers in der Nähe der Schule in der Stadt Minab im Süden des Landes.

Im nur wenige Sekunden langen Clip sei zu sehen, wie ein US-Tomahawk-Marschflugkörper am 28. Februar eine Einrichtung der iranischen Revolutionsgarde treffe, schreibt Bellingcat. Das von den Journalisten überprüfte Videomaterial zeige zudem, wie bereits Rauch aus der Nähe der Mädchenschule aufsteige.

Die «New York Times» gibt an, der US-Marschflugkörper treffe einen Marinestützpunkt neben der Schule. «Das US-Militär ist die einzige an dem Konflikt beteiligte Streitkraft, die Tomahawks einsetzt», so die Zeitung.

Eine Untersuchung von Satellitenbildern, Social-Media-Beiträgen und weiteren Videos deutet nach Angaben der «New York Times» darauf hin, dass die Schäden an der Mädchenschule in etwa zur gleichen Zeit verursacht wurden, als die nun im Clip gezeigten Angriffe auf den Marinestützpunkt stattfanden. Am 28. Februar feuerte die US-Marine nach Aussagen von Verteidigungsminister Pete Hegseth Marschflugkörper des Typs Tomahawk auf iranische Streitkräfte.

Am Sonntag hatte Trump vor Journalisten den Iran beschuldigt, für die Bombardierung der Mädchenschule verantwortlich zu sein: «Meiner Meinung nach und nach dem, was ich gesehen habe, wurde das vom Iran getan.» Der Vorfall werde noch untersucht, hiess es von Hegseth. (dab/sda/dpa)

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