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«Das Land an den Rand des Ruins gebracht» – Trump wettert bei Auftritt heftig gegen Biden

16.01.2022, 07:3616.01.2022, 16:50

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat seinem Nachfolger Joe Biden knapp ein Jahr nach dessen Amtsantritt komplettes Versagen vorgeworfen. «In weniger als einem Jahr hat Joe Biden mit den radikalen Demokraten unser Land an den Rand des Ruins gebracht», sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) bei einer Rede vor Anhängern in Florence im Bundesstaat Arizona. Bidens Kurs sei ein Desaster. «Unser Land wird zerstört», sagte Trump. Biden war am 20. Januar 2021 als US-Präsident vereidigt worden.

Donald Trump während der Rede in Florence, Arizona.
Donald Trump während der Rede in Florence, Arizona.Bild: keystone

Trump beklagte, es gebe eine Inflationskrise, Spritpreise seien gestiegen, Regale in Geschäften seien leer, Kriminalität und illegale Migration hätten drastisch zugenommen, ebenso wie Corona-Infektionen. Ausserdem habe Biden die USA auf der Weltbühne blamiert, unter anderem durch die «Kapitulation» in Afghanistan. Auch Russland, China, der Iran und Nordkorea hätten keinen Respekt mehr vor den USA. Biden habe «völlig versagt». Seine Regierung sei «unfähig» und «inkompetent». In der Pandemie versuche Biden auch, den Menschen mit Vorschriften ihre Würde und ihre Freiheit zu nehmen. Dies sei «Regierungs-Tyrannei».

Trump inszenierte sich wie schon in der Vergangenheit – trotz seiner eigenen Zeit im Weissen Haus – als Mann des Anti-Establishments und sagte: «Diese korrupten, machthungrigen Verrückten müssen uns laut und deutlich zuhören: Wir haben es satt, dass unser Leben von Politikern und Bürokraten in Washington kontrolliert wird.»

Heftig wetterte Trump einmal mehr gegen die Demokraten insgesamt. «Die heutige radikale Demokratische Partei wird von einem gemeinen und bösartigen Geist des linken Faschismus angetrieben. Das ist nicht mehr nur Sozialismus», sagte der Republikaner. Die Demokraten nutzten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus zur Schikanierung ihrer politischen Gegner. Dieser «eklatante Machtmissbrauch» sei eine Schande. «Wir müssen unsere Nation vor diesen Monstern schützen, die die Strafverfolgung für politische Vergeltungsmassnahmen nutzen.»

Viel Zeit verwandte Trump einmal mehr darauf, seine unbelegten Behauptungen zu erneuern, er sei durch Betrug um den Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2020 gebracht worden. Ausserdem streute er Verschwörungstheorien mit Blick auf die Attacke auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 und äusserte den Verdacht, dass Behörden wie die Bundespolizei FBI darin involviert gewesen sein könnten.

Es war Trumps erster Wahlkampfauftritt für die Republikanische Partei im neuen Wahljahr: Im November stehen in den USA Kongresswahlen an. (saw/sda/dpa)

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Die Amtseinführung von Joe Biden

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Die Amtseinführung von Joe Biden
quelle: keystone / saul loeb
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67 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Cpt. Jeppesen
16.01.2022 09:20registriert Juni 2018
Spätestens 24 Stunden nach der Ernennung Bidens zum Präsident hätte man DT verhaften müssen. Wegen Landesfriedensbruch, Selbstbereicherung im Amt, Brechen des Amtseides und viele andere Dinge, die es vorher in der Art von einem Präsidenten noch nie gab. Natürlich wäre es von der Opposition als politisch motiviertes Manöver bezeichnet worden, aber damals waren die Eindrücke noch so frisch, dass die meisten Amis dies unterstützt hätten. Nach über einem Jahr aber läuft DT immer noch frei herum und nützt nun die Situation aus um sich als Opfer und Retter zu positionieren. Er wird die USA spalten.
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Chancho
16.01.2022 08:43registriert Februar 2020
Hat Trump ein Projektionsproblem?
Der wirft ja den Demokraten eins zu eins vor was er in seiner Zeit und danach verbockt hat.
«Das Land an den Rand des Ruins gebracht» – Trump wettert bei Auftritt heftig gegen Biden\nHat Trump ein Projektionsproblem?
Der wirft ja den Demokraten eins zu eins vor was er in seiner Zeit und danach verbockt hat.
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Wegmeister Wyngarten
16.01.2022 08:18registriert September 2020
Korrupte und machthungrige Verrückte 😂 Ach Donald.
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