International
USA

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani plant neue Reichensteuer

New Yorks Bürgermeister Mamdani: «Heute besteuern wir Reiche» – so sieht sein Plan aus

Zohran Mamdani gewann die Bürgermeisterwahl in New York mit einem linken Wahlprogramm. Kaum hundert Tage im Amt soll eine besondere Reichensteuer folgen.
17.04.2026, 10:0617.04.2026, 10:06
Peter Riesbeck / t-online
Ein Artikel von
t-online

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani hat die Einführung einer Zweitwohnungssteuer in seiner Stadt angekündigt. «Wir sind unserem Ziel eines ausgeglichenen Haushalts einen Schritt näher gekommen, indem wir die Superreichen und die globale Elite mit einer Zweitwohnungssteuer besteuern – diese erste Abgabe dieser Art in unserem Bundesstaat», erklärte Mamdani in einem Video auf der Plattform X.

New York City mayor Zohran Mamdani speaks during a union rally on Park Avenue, in New York, Wednesday, April 15, 2026. (AP Photo/Seth Wenig)
Zohran Mamdani
Zohran Mamdani, der Bürgermeister von New York.Bild: keystone

Mamdani, der zum linken Flügel der US-Demokraten gehört, war im Vorjahr zum Bürgermeister von New York gewählt worden. In seinem Wahlkampf setzte er auf Entlastungen für Mieter in der Stadt und höhere Steuern für die Superreichen.

Mit diesem Video kündigt Mamdani die neuen Steuern an:

Video: extern/x

Mit seinem Plädoyer für eine Zweitwohnsteuer unterstützt Mamdani einen Vorstoss der demokratischen Politikerin Kathy Hochul, Gouverneurin des Bundesstaates New York. Die Steuer soll Wohnungen erfassen, deren Wert mit mehr als fünf Millionen Dollar veranschlagt wird, wenn die Eigentümer ihren Erstwohnsitz nicht in New York haben. «Wer sich eine fünf Millionen US-Dollar teure Zweitwohnung leisten kann, die die meiste Zeit des Jahres leer steht, kann sich auch wie jeder andere New Yorker beteiligen», sagte Hochul. Nach ersten Berechnungen würde eine Zweitwohnsteuer rund 500 Millionen Dollar pro Jahr bringen.

Mamdani, der schon im Wahlkampf mit provakanten Thesen und schnell geschnittenen Videos überraschte, unterlegt auch seine Unterstützung für eine Zweitwohnsteuer mit einem Auftritt in den sozialen Medien. «Diese Steuer zielt direkt auf reiche Leute», sagt Mamdani in einem Video. Dabei steht er vor einem Penthouse und verweist auf eine Wohnung in dem Anwesen, die der Hedgefonds-Manager Ken Griffin erworben hatte: Geschätzter Preis: rund 232 Millionen Dollar.

Laut einer Erhebung der New Yorker Behörden sind in der Stadt rund 59'000 Appartements als Zweitwohnung registriert. Der Bericht der Stadt merkt an: «New York spürt weiter die Nachwirkungen der Pandemie, und die hier dargestellten Daten zeigen deutliche Veränderungen binnen kürzester Zeit. Einkommensschwache New Yorker haben es weiterhin schwer, da ihnen noch weniger Wohnraum zur Verfügung steht, um sie bei der Wohnungswahl zu unterstützen und sicherzustellen, dass sie und ihre Familien weiterhin hier leben können.»

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
85 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Pantoffelheld
17.04.2026 11:34registriert September 2025
Seht ihr, Parlmentarier*innen und Bundesrät*innen, es geht!
Gerne so ahnlich in der Sshweiz verfahren.
Eine Superreichensteuer wäre schon mal ein super Anfang!
10016
Melden
Zum Kommentar
avatar
Ameo
17.04.2026 11:15registriert Oktober 2025
Und unsere Bundesräte werden sich dann wundern und due Augen reiben, weil man Reiche besteuern kann ohne, dass sie gleich alle Zelte abbrechen.

Tax the rich.
9515
Melden
Zum Kommentar
avatar
Snowflake2003
17.04.2026 11:19registriert März 2016
Mamdani ist ein Bürgermeister, der liefert. Es ist bemerkenswert was er in den 100 Tagen alles umgesetzt hat, für die Allgemeinheit. Ich wünschte es gäbe mehr Politiker wie ihn, die tatsächlich Politik fürs Volk machen.
8114
Melden
Zum Kommentar
85
USA lassen Ausnahme von Sanktionen auf russisches Öl auslaufen
Die USA haben eine Ausnahmeregelung auslaufen lassen, die in den vergangenen Wochen angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise Sanktionen auf russisches Öl gelockert hatte.
Vor gut einem Monat hatte eine Behörde des Finanzministeriums mitgeteilt, den Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auf Schiffe geladen wurde, bis zur Nacht auf diesen Samstag von US-Verboten auszunehmen. Bis zum Nachmittag (Ortszeit) veröffentlichte die Behörde auf ihrer Website keinen Hinweis über eine Verlängerung der Massnahme.
Zur Story