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SAN CLEMENTE ISLAND, CA - DECEMBER 10:  (EDITORS NOTE: Image has been reviewed by U.S. Military prior to transmission.) In this handout provided by the U.S. Navy, a Navy special warfare specialist (SEAL) assigned to Seal Team 17, a unit composed of both active and reserve component members based in Coronado, Calif., climbs into the turret gunner position during a mobility training exercise through a simulated city December 10, 2010 in San Clememnte Island, California. Seal Team 7 is conducting a pre-deployment work-up cycle. Navy SEALs are the maritime component of U.S. Special Operations Forces and are trained to conduct a variety of operations from the sea, air, and land. (Photo by Eddie Harrison/US Navy via Getty Images)

Ein von der US-Armee freigegebenes Bild einer Navy Seals-Einheit (Team 17) beim Training. Bild: Getty Images North America

Kritik an Elitesoldaten: Team 6 der Navy Seals tötete in Afghanistan bis zu 25 Menschen pro Nacht

Das Team 6 der US-Spezialeinheit Navy Seals ist durch die Tötung von Osama bin Laden in Pakistan weltbekannt geworden. Mittlerweile hat die US-Armee die Einsätze der Elitesoldaten in alle Welt ausgeweitet.



Das Sondereinsatzteam habe sich seit seiner Vergrösserung ab dem Jahr 2001 zu einer «globalen Menschenjagd-Maschine» entwickelt, schrieb die «New York Times» in einer umfangreichen Analyse, die sich auf Gespräche mit Dutzenden früheren und gegenwärtigen Navy Seals sowie mit anderen Militärvertretern stützt.

Habe es sich früher um eine kleine Einheit mit wenigen Einsätzen gehandelt, seien für sie gezielte Tötungen mittlerweile zur «Routine» geworden, hiess es in dem Bericht. Nun gebe es zunehmend Besorgnis über exzessives Töten und zivile Opfer der Einsätze.

Ein Wendepunkt ereignete sich laut der Zeitung 2006, als der damalige Kommandant der US-Truppen in Afghanistan, Stanley McCrystal, das Team 6 vermehrt in den dortigen Kampf gegen die radikalislamischen Taliban einband. Zwischen 2006 und 2008 habe es Nächte gegeben, in denen die Elitesoldaten zehn bis 15, manchmal sogar bis zu 25 Menschen getötet hätten, schrieb die «Times».

«Tötungsorgien sind Routine geworden»

Die «Typen sind wild geworden (...) diese Tötungsorgien sind Routine geworden», zitierte die Zeitung ein Ex-Mitglied, ohne dessen Namen zu nennen. 

Zugleich seien die Zielpersonen immer weniger bedeutend geworden. «2010 haben die Jungs Strassendiebe verfolgt ... Die bestausgebildeten Soldaten der Welt verfolgten Strassendiebe», sagte das Ex-Mitglied.

FALLUJAH, IRAQ - JULY 27:  U.S. Navy SEALS await a night mission to capture Iraqi insurgent leaders July 27, 2007 near Fallujah, Iraq. American Special Forces operate throughout Iraq, targeting

US Navy Seals auf einer Nachtmission im Irak: Die Elitesoldaten der US-Armee kommen in immer mehr Ländern zum Einsatz. Das Team 6 trägt laut der New York Times mittlerweile Züge einer Menschenjagd-Maschine (Archivbild). Bild: Getty Images AsiaPac

Ein früherer hochrangiger Militärvertreter sagte laut «New York Times»: «Ob ich denke, dass es mehr Tötungen gab als es gegeben haben sollte? Sicher.» Die Einstellung der Eliteeinheit habe gelautet: «‹Wenn es eine Bedrohung ist, töte es› und später merkst du ‹Oh, vielleicht habe ich die Gefahr überschätzt›».

Dem Bericht zufolge war das Team 6 in den vergangenen Jahren unter anderem in Syrien, im Irak, in Somalia und im Jemen im Einsatz. Etwa 30 aus den Reihen von Team 6 und seiner Helfer in der US-Armee seien im Einsatz ums Leben gekommen und die wenigsten blieben von gesundheitlichen Schäden verschont.

Zu den Erfolgen der Truppe zählte die Befreiung von US-Geiseln in Somalia. An Fehlschlägen nannte die «New York Times» eine versuchte Geiselbefreiung 2009 im afghanischen Ghasi Chan, bei der zehn Dorfbewohner getötet wurden, sowie der Tod der Britin Linda Norgrove im Oktober 2010 bei einer missglückten Befreiungsaktion in Afghanistan.(trs/sda/afp)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • flemming 09.06.2015 01:25
    Highlight Highlight Die Tötungsmaschinerie der USA ist doch mit dem neuen Presidenten Obama nicht kleiner sondern noch grösser geworden, als es WWBusch angestrebt hat. Ihre angebliche "Demokratie" was sie anderen Völkern aufzwingen wollen ist einfach nur ein Hohn. Warum bleiben die USA nicht einfach auf ihrem Kontinent und schützen ihr angeblich so gutes Ideal. Für die USA billiger und für die Amerikanerbürger sogar leichter, so hätten sie vielleicht mehr Soziales und mehr im Kopf anstatt immer und überall auf der Welt wo sie nichts zu suchen haben Krieg zu führen. Scheinbar ist die Weltherrschaft erstrebenswert.
  • Angelo C. 08.06.2015 11:37
    Highlight Highlight Wie schon mal irgendwo erwähnt : Diese grösste Kriegsverbrecher-Nation der Erde, die anderen stets heuchlerisch ihre bigotten "Menschenrechte" aufs Auge drücken will, zahllose Angriffskriege führte, fühlt sich als übermächtiges römisches Reich des 20. und 21. Jahrhunderts, gebärdet sich nicht nur als selbsternannter Weltpolizist und juristisches Erpresserland, sondern gängelt alle und jeden der oder die ihnen politisch oder monetär nicht in den Kram passen.

    Bleibt zu hoffen, dass den USA in absehbarer Zeit dasselbe Schicksal beschieden sein wird, wie dem alten Rom!
  • Markus Noach Meister 08.06.2015 10:11
    Highlight Highlight Mörder,,,!

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