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Tötung George Floyds: Prozess gegen Chauvins Ex-Kollegen erst 2022

Tötung von George Floyd: Prozess gegen Chauvins Ex-Kollegen erst 2022

13.05.2021, 23:0913.05.2021, 23:09

Der Prozess gegen drei mutmassliche Komplizen des weissen Ex-Polizisten Derek Chauvin wegen der Tötung von George Floyd im US-Bundesstaat Minnesota wird erst im März kommenden Jahres beginnen. Richter Peter Cahill entschied am Donnerstag während einer Anhörung in Minneapolis, den ursprünglich für August angesetzten Prozess zu verschieben, wie örtliche Medien übereinstimmend berichteten. Damit soll unter anderem der zeitliche Abstand zu Chauvins landesweit beachtetem Prozess vergrössert werden, um ein faires Verfahren zu ermöglichen. Zudem könne die separate Anklage nach Bundesrecht in der Zwischenzeit vorangetrieben werden, hiess es.

Den Ex-Polizisten Alexander Kueng, Tou Thao und Thomas Kiernan Lane wird Beihilfe zum Mord und zum Totschlag zweiten Grades zur Last gelegt. Ihnen könnten mehrjährige Haftstrafen drohen.

Der Tod des Afroamerikaners Floyd am 25. Mai 2020 bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis hatte in den USA Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. Videos dokumentieren, wie Polizisten den unbewaffneten Mann zu Boden drückten. Der inzwischen schuldig gesprochene Ex-Beamte Chauvin presste dabei sein Knie gut neun Minuten lang auf Floyds Hals, während dieser flehte, ihn atmen zu lassen. Floyd verlor der Autopsie zufolge das Bewusstsein und starb. Die übrigen drei an dem Einsatz beteiligten Polizisten schritten trotz Chauvins Handeln nicht ein oder unterstützten ihn.

Die Geschworenen hatten Chauvin Ende April in einem separaten Verfahren unter anderem des Mordes zweiten Grades schuldig gesprochen. Ihm könnten damit bis zu 40 Jahre Haft drohen. Das Strafmass soll noch im Juni bekanntgegeben werden.

Unabhängig von den Verfahren in Minneapolis ist gegen die vier Ex-Polizisten auch vor einem Bundesgericht Anklage erhoben worden. Das US-Justizministerium teilte jüngst mit, ihnen werde vorgeworfen, Floyd vorsätzlich seiner verfassungsmässigen Rechte beraubt zu haben. (sda/dpa)

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