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US-Grenzschutzchef Michael Banks tritt überraschend zurück

US-Grenzschutzchef Michael Banks tritt überraschend zurück

Die US-Regierung muss die Spitze des Grenzschutzes neu besetzen. Der bisherige Behördenleiter Michael Banks gibt sein Amt überraschend ab.
14.05.2026, 21:4814.05.2026, 21:48
Ein Artikel von
t-online

Der Chef der US-Grenzschutzbehörde, Michael Banks, ist überraschend zurückgetreten. Einen Grund für den Schritt nannte die Behörde U.S. Border Patrol am Donnerstag nicht. Sein Weggang reiht sich in eine Serie von Personalwechseln in der Einwanderungsbehörde unter US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Monaten ein. In einer Abschiedsnachricht an die Mitarbeiter erklärte Banks, er werde «für immer der grösste Verteidiger» seiner Behörde bleiben.

FILE - Border Patrol Chief Michael Banks speaks to reporters during the visit to the US-Mexico border by Defense Secretary Pete Hegseth in Sunland Park, N.M., Feb. 3, 2025. (AP Photo/Andres Leighton,  ...
US-Grenzschutzchef Michael Banks tritt zurück.Bild: keystone

Trump hatte Banks im Januar 2025 zum Chef der Behörde ernannt. Er war bereits zwei Jahrzehnte für den Grenzschutz tätig, bevor er ab 2023 zum Grenzbeauftragten für den von Republikanern regierten Bundesstaat Texas wurde. Einem Insider zufolge galt Banks als Verbündeter der ehemaligen Heimatschutzministerin Kristi Noem, die Trump im März entlassen hatte.

Zustimmung zu Trumps Einwanderungspolitik schwindet

Die Personalwechsel fallen in eine Zeit, in der die öffentliche Zustimmung zu Trumps Einwanderungsstrategie sinkt. Neben Banks verlassen auch andere hochrangige Mitarbeiter die Behörde. Der amtierende Direktor der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE), Todd Lyons, scheidet Ende des Monats aus.

Sein Nachfolger wird David Venturella, der zuvor für den privaten Gefängnisbetreiber GEO Group arbeitete. Der umstrittene Grenzschutzbeamte Gregory Bovino ging im März in den Ruhestand. Zugleich wurden die Befugnisse des Grenzbeauftragten des Weissen Hauses, Tom Homan, ausgeweitet.

CBP-Chef dankt Banks

Trump hatte seine Wiederwahl mit dem Versprechen gewonnen, hart gegen illegale Grenzübertritte vorzugehen. Unter seinem demokratischen Vorgänger Joe Biden waren Millionen Menschen illegal in die USA gelangt. Regierungsdaten zufolge wurden in Trumps erstem Amtsjahr von Februar 2025 bis Januar 2026 rund 86'000 Migranten an der Grenze festgenommen, verglichen mit 956'000 im Jahr zuvor.

Der Chef der übergeordneten Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP), Rodney Scott, dankte Banks für seinen Einsatz. Unter seiner Führung habe sich die Grenze «von einem Chaos zur sichersten Grenze aller Zeiten» gewandelt, erklärte Scott.

Während Banks' Amtszeit entsandte die US-Regierung verstärkt Grenzschutzbeamte in US-amerikanische Grossstädte. Dort nahmen sie mit aggressiven Taktiken Menschen fest, die mutmasslich gegen Einwanderungsgesetze verstossen hatten. Dabei kam es zu Zusammenstössen mit Anwohnern. Banks selbst hielt sich bei diesen umstrittenen Einsätzen im Hintergrund.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur Reuters

(hkl)

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