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Abgeordnete drohen Pam Bondi mit Geldstrafe wegen Schwärzung von Epstein-Akten

Abgeordnete drohen Pam Bondi mit Geldstrafe wegen Schwärzung von Epstein-Akten

Kongressabgeordnete wollen die Veröffentlichung der Epstein-Akten erzwingen. Die Ministerin steht wegen unvollständiger Daten in der Kritik.
22.12.2025, 08:1922.12.2025, 08:19
Ein Artikel von
t-online

Zwei US-Kongressabgeordnete wollen die vollständige Veröffentlichung der Epstein-Akten erzwingen. Die Abgeordneten Thomas Massie und Ro Khanna arbeiten gemeinsam an einem Gesetzesentwurf, der Justizministerin Pam Bondi zur Herausgabe der Akten drängen soll, sagte Massie dem Sender CBS News.

Attorney General Pam Bondi speaks with reporters as FBI Director Kash Patel, left, and Bill Essayli, acting U.S. Attorney for the Central District of California listen during a news conference at the  ...
Pam Bondi: Die US-Justizministerin steht in der Epstein-Affäre im Fokus.Bild: keystone

Massie erklärte, das Repräsentantenhaus könne bei Zustimmung eine tägliche Geldstrafe gegen Bondi verhängen, bis die Dokumente veröffentlicht sind.

Der Republikaner Massie und der Demokrat Khanna erheben schwere Vorwürfe gegen das Ministerium. Sie beschuldigen die Behörde, Regeln zu missachten und gegen das Gesetz zu verstossen. Trotz ihrer unterschiedlichen Parteizugehörigkeit haben die beiden Politiker bereits mehrfach gemeinsame Gesetzesinitiativen auf den Weg gebracht. In politischen Kreisen sind sie als vehemente Kritiker der Arbeit des Justizministeriums im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre bekannt.

Scharfe Kritik an Pam Bondi

Die Trump-Regierung hatte am Freitag Tausende Fotos, Videos und Texte aus der Untersuchung zu Epstein veröffentlicht. Das Justizministerium gab trotz einer vom Kongress gesetzten Frist jedoch nur einen Teil der Dokumente frei. Zahlreiche Dateien waren zudem vorab unleserlich gemacht worden wie etwa ein komplett geschwärztes, 119-seitiges Dokument der New Yorker Justiz.

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Neue Fotos in Epstein-Affäre veröffentlicht

Einen Tag vor Ablauf der Frist für das US-Justizministerium, alle Akten freizugeben, haben die US-Demokraten weitere Fotos aus dem Nachlass von Jeffrey Epstein veröffentlicht.

quelle: house oversight democrats
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Schon im November forderte der Abgeordnete Massie Konsequenzen für Beteiligte und verwies auf internationale Bemühungen, ähnlich wie in Grossbritannien, Missbrauch zu bearbeiten. Bondi hat sich bislang nicht öffentlich geäussert, während ihr Vize betonte, dass Löschungen von Bildern auf Wunsch von Betroffenen erfolgten.

epa12533959 Rep. Thomas Massie, (R-Ky.), speaks at the US Capitol in Washington, DC, USA, 18 November 2025. Rep. Ro Khanna, (D-CA), Rep. Marjorie Taylor Greene, (R-GA) and Rep. Thomas Massie, (R-Ky.)  ...
Auch der Republikaner Thomas Massie erhob schwere Vorwürfe gegen das Misterium.Bild: keystone

Angriffe kommen auch aus dem Weissen Haus: Susie Wiles, Stabschefin von Präsident Trump, äusserte sich kritisch über Bondis Handhabung der Akten. Präsident Trump ist dennoch bisher von seiner Ministerriege nicht abgerückt.

Der Kongress hatte die Regierung mit einem Transparenzgesetz zur Freigabe nahezu aller Akten verpflichtet. Der bis in höchste Kreise vernetzte Finanzberater Epstein war 2019 tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden worden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid. Ihm wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und Frauen missbraucht und an Prominente weitergereicht zu haben.

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Neue Fotos in Epstein-Affäre veröffentlicht
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Neue Fotos in Epstein-Affäre veröffentlicht

Einen Tag vor Ablauf der Frist für das US-Justizministerium, alle Akten freizugeben, haben die US-Demokraten weitere Fotos aus dem Nachlass von Jeffrey Epstein veröffentlicht.

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Trump erklärt seinen Bruch mit Epstein
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29 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Clandestino
22.12.2025 09:52registriert Mai 2025
Als ob eine Klage irgendjemanden in der US-Regierung interessieren würde. Und noch weniger ein allfälliges Urteil.
Was für ganz schlimme Zustände in dieser Bananenrepublik!
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Reinhard51
22.12.2025 09:00registriert November 2025
Bitte die Bondi in Florida verklagen, wie die BBC auf 10 Milliarden.
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Snowy
22.12.2025 09:50registriert April 2016
Der Schutz von Dritten (insbesondere Persönlichkeitsrechte von geschädigten, jungen Damen) ist ein valabler Punkt.

Aber selbstverständlich geht es Trump und Bondi nicht darum - im Gegenteil.

Wäre dies der Fall könnten die ungeschwärtzten Files ja einem Ausschuss von demokratischen und republikanischen Senatoren vorgelegt werden. In abhörsicheren Räumen des Justizministeriums und ohne die Möglichkeit der Mitnahme von Daten oder Vervielfältigung.
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