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US-Armeechef: Anwesenheit bei Trump-Foto vor Weissem Haus war ein «Fehler»

US-Armeechef: Anwesenheit bei Trump-Foto vor Weissem Haus war ein «Fehler»

12.06.2020, 09:0612.06.2020, 12:56

US-Armeechef Mark Milley hat seine Anwesenheit bei einem Fototermin von US-Präsident Donald Trump nach einem höchst umstrittenen Einsatz gegen friedliche Demonstranten als «Fehler» bezeichnet.

FILE - In this June 1, 2020 file photo, President Donald Trump departs the White House to visit outside St. John's Church, in Washington. Walking behind Trump from left are, Attorney General Will ...
US-Armeechef Mark Milley (rechts) marschiert zusammen mit US-Präsident Donald Trump und Vertretern der Regierung am 1. Juni vom Weissen Haus zur St. Johns Kirche.Bild: keystone

«Ich hätte nicht dort sein sollen. Meine Anwesenheit in diesem Moment und in diesem Umfeld hat eine Wahrnehmung geschaffen, dass das Militär in die Innenpolitik verwickelt ist», sagte Milley in einer am Donnerstag ausgestrahlten Videoansprache an eine Universität der Streitkräfte. Dies sei ein «Fehler» gewesen, aus dem er gelernt habe, so Milley weiter.

Trumps Regierung hatte Anfang Juni eine Demonstration vor dem Weissen Haus gewaltsam auflösen lassen, damit der Präsident vor einer Kirche an dem Platz mit einer Bibel für Kameras posieren konnte. Dabei war unter anderem Militärpolizei zum Einsatz gekommen.

Die Bilder dazu:

Video: watson/Lino Haltinner

Das Vorgehen sorgte für scharfe Kritik. Milley hatte wenig später in Tarnuniform wie in einem Kriegsgebiet die leeren Strassen der Hauptstadt inspiziert. Wegen des Einsatzes mit Tränengas und Gummigeschossen läuft auch eine Klage einer Bürgerrechtsorganisation gegen die Regierung.

Trump hatte kurz zuvor am Donnerstag die Arbeit der Sicherheitskräfte während der Proteste rund ums Weisse Haus gelobt. «Unsere grossartigen Truppen der Nationalgarde, die sich um die Gegend um das Weisse Haus kümmerten, konnten kaum glauben, wie einfach es war», schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. «Demonstranten, Agitatoren, Anarchisten (ANTIFA) und andere» seien von der Nationalgarde, der Polizei und dem Secret Service in Schach gehalten worden. (sda/dpa)

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