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Massenproteste im Iran – Trump deutet US-Hilfe an

President Donald Trump speaks with reporters before departing on Marine One from the South Lawn of the White House, Friday, Jan. 9, 2026, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump
Donald Trump hat angedeutet, dass die USA auch im Iran eingreifen könnten.Bild: keystone

Massenproteste im Iran – Trump deutet US-Hilfe an

US-Präsident Donald Trump hat angesichts von Massenprotesten im Iran die Hilfe der USA in Aussicht gestellt.
11.01.2026, 06:4711.01.2026, 06:47

«Der Iran strebt nach FREIHEIT, vielleicht wie nie zuvor. Die USA sind bereit zu helfen!!!», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Zudem teilte er dort einen Post, den der republikanische US-Senator Lindsey Graham auf X veröffentlicht hatte. Darin warnte Graham die iranische Staatsführung, dass ihre Brutalität gegenüber dem iranischen Volk nicht ohne Konsequenzen bleiben werde.

In einem weiteren Post schrieb der US-Senator zudem an das iranische Volk gerichtet: «Euer langer Alptraum geht bald zu Ende.» Trump und allen, die die Freiheit liebten, sei ihr Mut und ihre Entschlossenheit, ihre Unterdrückung zu beenden, aufgefallen. Allen, die im Iran Opfer brächten, möge Gott beistehen, schrieb Graham weiter. «Hilfe ist unterwegs.» Was er damit genau meinte, erläuterte er nicht.

Trump hatte die Staatsführung bereits zuvor vor der Tötung von Demonstranten gewarnt. «Ich habe ihnen mitgeteilt, dass wir sie hart bestrafen werden, falls sie anfangen, Menschen zu töten, was sie während ihrer Unruhen, die ja häufig vorkommen, gerne tun», sagte er in einer am Donnerstag veröffentlichten Folge des Podcasts «The Hugh Hewitt Show». Die US-Regierung verfolge die Situation aufmerksam.

Auch davor hatte Trump schon betont, dass die USA zu Hilfe kommen würden, sollte der Iran friedliche Demonstranten töten. Der neue Post von Trump hebt sich insofern davon ab, als dass er die Hilfe nicht explizit in Zusammenhang mit Gewalt gegen Demonstranten setzt.

Bericht: Erste US-Gespräche über möglichen Angriff

Das «Wall Street Journal» berichtete unterdessen unter Berufung auf US-Beamte, dass Beamte der Regierung Trumps erste Gespräche darüber geführt hätten, wie ein Angriff auf den Iran durchgeführt werden könnte, falls das für notwendig erachtet werde, um Trumps Drohungen umzusetzen. Dabei sind demnach auch Optionen für mögliche Ziele diskutiert worden, etwa ein grossangelegter Luftangriff auf mehrere Militärziele im Iran. Nach Informationen der Zeitung gibt es aber noch keinen Konsens über das Vorgehen der USA. Auch seien noch keine militärische Ausrüstung und Personal in Vorbereitung auf einen Angriff verlegt worden, hiess es. (sda/dpa)

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29 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Fakten_Checker
11.01.2026 08:04registriert September 2025
Trump sollte besser gegen die Terroristen im eigenen Land vorgehen. Er redet doch immer von Amerika first.
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naturwald
11.01.2026 07:22registriert Oktober 2023
Hilfe für die unterdrückte Bevölkerung wäre das eine und irgendwie auch wünschenswert. Aber ein Puppenregime als Ersatz lieber nicht, und vor allem auch nicht die Belagerung der Ölfelder. Und so einfach wird das auch nicht, der Bevölkerung zur Befreiung zu helfen, falls wirklich nur "Hilfe" im Vordergrund stehen würde. Am besten jagen die Menschen ihre Peiniger selber aus dem Land. Ein demokratische Neuanfang wäre ihnen sehr zu wünschen.
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