International
USA

Junge (5) tötet Bruder (1) auf Kokain

Tragödie in den USA: Junge (5) tötet Bruder (1) auf Kokain

Ein Kleinkind erschiesst seinen Bruder im Drogenrausch, aber nicht nur der Fünfjährige soll unter Drogen gestanden haben: Im Blut des 18 Monate alten Opfers fand die Polizei Marihuana. Die Eltern wurden festgenommen.
29.07.2023, 12:0229.07.2023, 12:02
Ein Artikel von
t-online

Schreckliche Tragödie in den USA: Ein fünfjähriger Junge im US-Bundesstaat Indiana hat versehentlich seinen 18 Monate alten Bruder mit einer Pistole erschossen. Wie die «New York Post» berichtet, befand sich der Fünfjährige während der Tat in einem Kokainrausch – während das einjährige Opfer Marihuana im Blut hatte.

Deonta Jermaine Johnson, 27, and Shatia Tiara Welch, 24.
Die 24-jährige Mutter der Kinder.LAporte police department
Deonta Jermaine Johnson, 27, and Shatia Tiara Welch, 24.
Der 27-jährige Vater.laporte police department

Die Tat fand bereits am 28. März in der Kleinstadt Lafayette in Indiana statt. Der Fünfjährige stöberte offenbar neugierig im Schlafzimmer der Eltern und fand dort eine Pistole unter dem Kissen. Ein Schuss löste sich versehentlich und traf seinen kleinen Bruder am Kopf. Wie der Vater später der Polizei mitteilte, schlief er gerade auf der Couch, als er einen «lauten Knall» hörte und daraufhin seinen Sohn tot vorfand.

Bei einer Razzia im Haus der Eltern fand die Polizei einen grossen Vorrat an Drogen, unter anderem Marihuana und 93 Pillen der gefährlichen Droge Fentanyl. Am Montag nahmen die Ermittler die Eltern fest: Shatia W. (24) und Deonta J. (27) müssen sich nun vor Gericht wegen Vernachlässigung eines Angehörigen mit Todesfolge sowie wegen Drogenbesitzes und -handels verantworten.

Die Beschuldigten leugneten zunächst, eine Waffe in ihrer Wohnung zu haben. Wie US-Medien berichten, wurde der Waffenbesitz jedoch im Mietvertrag auf den Namen der Mutter festgehalten. Später gab sie zu, die Waffe in einer Kiste unter dem Bett versteckt zu haben.

In den USA kommt es immer wieder zu tödlicher Waffengewalt. Im Jahr 2022 starben rund 20'000 Menschen durch Schusswaffen, darunter 5'000 Jugendliche (11- bis 17-Jährige) und knapp 1'000 Kinder (unter 11 Jahre).

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Trumps chinesischer Kapitalismus
Der US-Präsident mischt sich immer stärker in die Wirtschaft ein und strebt einen Staatskapitalismus an.
Das amerikanische Justizdepartement hat ein Strafverfahren gegen Jerome Powell eingeleitet, weil der Präsident der Notenbank angeblich falsche Angaben über die Kosten der Renovation der Fed-Gebäude in Washington gemacht haben soll. Das Verfahren ist ein plumper Vorwand, um Powell dafür zu bestrafen, dass er sich nicht vom Präsidenten hat drängen lassen, die Leitzinsen massiv zu senken.
Zur Story