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Vorwurf Antisemitismus: US-Regierung verklagt Uni Harvard

Vorwurf Antisemitismus: US-Regierung verklagt Uni Harvard

20.03.2026, 19:4120.03.2026, 19:41

Die US-Regierung verschärft in der Auseinandersetzung mit der Elite-Universität Harvard ihre Gangart. Das Justizministerium habe die Hochschule wegen der Diskriminierung jüdischer und israelischer Studierender verklagt, hiess es in einer Mitteilung der Behörde. Nach den Terrorangriffen der Hamas im Oktober 2023 habe die Universität «antisemitische Mobs» geduldet und bedrohte Studierende nicht ausreichend geschützt.

FILE - People take photos near a John Harvard statue, left, on the Harvard University campus, Jan. 2, 2024, in Cambridge, Mass. r. (AP Photo/Steven Senne, File)
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Die Trump-Regierung verklagt die Universität Harvard.Bild: keystone

Justizministerin Pam Bondi sagte laut Mitteilung, die Klage unterstreiche das Ziel der Regierung, mehr Engagement von den Hochschulen zu verlangen und Diskriminierung nicht mehr zu dulden. «Seit dem 7. Oktober 2023 haben zu viele unserer Bildungseinrichtungen zugelassen, dass Antisemitismus auf dem Campus um sich greift – darunter auch Harvard.» Erst Ende Februar hatte das Justizministerium eine ähnliche Klage gegen die Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) eingereicht.

Streichung von Fördermitteln war unzulässig

Der Konflikt ist Teil einer grösseren Auseinandersetzung zwischen der Trump-Regierung und mehreren Spitzenuniversitäten. Das Weisse Haus wirft Teilen der Hochschullandschaft eine linksliberale Ausrichtung sowie unzureichende Massnahmen gegen Antisemitismus vor und versucht zugleich, über Fördermittel politischen Einfluss auszuüben.

Harvard war dabei besonders unter Druck geraten. Der Universität waren zeitweise staatliche Forschungsgelder entzogen worden, ein Bundesgericht erklärte dies jedoch für rechtswidrig und ordnete die Freigabe der Mittel an.

Erst Anfang Februar hatte Trump Harvard scharf attackiert: Seine Regierung verlange eine Milliarde US-Dollar (rund 865 Millionen Euro) Schadenersatz von der Hochschule und wolle künftig keinerlei Beziehungen mehr zu ihr. Auch damals lautet der Vorwurf unter anderem Antisemitismus. (hkl/sda/dpa)

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