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Plakette am Weissen Haus überzieht Biden mit Spott

Portraits of President Donald Trump and former Presidents Barack Obama and George W. Bush with plaques of text below are seen on the Presidential Walk of Fame on the Colonnade of the White House, Wedn ...
Jeder vergangene US-Präsident hat eine oder zwei Plaketten mit Text unter seinem Portrait erhalten.Bild: keystone

«Sleepy Joe» – Donald Trump verspottet Biden mit Plakette im Weissen Haus

18.12.2025, 07:5918.12.2025, 08:04

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat Vorgänger Joe Biden mit einer prominent am Gebäude des Weissen Hauses platzierten Plakette mit Spott überzogen. Biden sei mit Abstand der schlechteste Präsident in der amerikanischen Geschichte gewesen, heisst es etwa auf dem Schild, das neuerdings aussen am Gebäude in Washington angebracht ist. Er habe die Nation an den Rand der Zerstörung gebracht.

Fotos/Texte der Präsidenten im Weissen Haus / White House
Das Foto von Joe Biden wurde entfernt.Bild: screenshot / X

Auch der von Trump immer wieder benutzte Spitzname «Sleepy Joe Biden» (der schläfrige Joe Biden) ist dort zu lesen. Trump hatte im Präsidentschaftswahlkampf diese Bezeichnung immer wieder gewählt, um seinen Kontrahenten als schwach darzustellen. Zudem ist auf der Plakette davon die Rede, dass die Wahl 2020, aus der Biden als Sieger hervorging, gefälscht gewesen sei – eine Behauptung Trumps, die widerlegt ist. Auch wird dem Demokraten eine Schuld für den Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine zugeschrieben.

Kein Foto von Biden in der US-Präsidentengalerie

Das Schild ist Teil einer Galerie von Präsidentenporträts, die vor einiger Zeit am Gebäude aufgehängt worden war. Schon damals hatte es einen ungewöhnlichen Affront gegen Biden gegeben. Denn an der Stelle Bidens hängt gar kein Porträt. Stattdessen ist eine Abbildung einer automatischen Unterschriften-Maschine gezeigt.

Der sogenannte Autopen, eine mechanische Signaturhilfe, ist früheren Medienberichten zufolge nicht unüblich im Alltag der US-Präsidenten. Republikaner werfen der Biden-Vorgängerregierung allerdings unter anderem vor, den Autopen für eine grosse Menge an Begnadigungen eingesetzt zu haben – und zwar ohne Bidens Genehmigung oder Wissen.

Aus dem republikanischen Lager werden immer wieder Zweifel daran gestreut, ob der Demokrat Biden (83) am Ende seiner Präsidentschaft, die bis Januar 2025 dauerte, der Aufgabe noch gewachsen war und tatsächlich noch selbst alles entschied. Biden hatte vor Monaten in einem Interview der «New York Times» gesagt, er habe alle Begnadigungen zum Ende seiner Amtszeit mündlich genehmigt.

Fotos/Texte der Präsidenten im Weissen Haus / White House
Auch unter Obamas Bild ist die Sicht des amtierenden US-Präsidenten zu lesen.Bild: screenshot / X

Trump hebt immer wieder auf das Thema ab und nutzt es, um Biden zu verspotten. Wenn er etwa selbst Anordnungen in seinem Büro, dem Oval Office, unterschreibt, setzt er häufig noch eine Spitze gegen Biden ab und sagt bei der Unterschrift: «kein Autopen». (sda/dpa)

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