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So lief das Treffen zwischen König Charles und Trump ab

Video: watson/Hanna Dedial

Zwischen Politik und Witzen: das Treffen zwischen König und Präsident

29.04.2026, 11:4329.04.2026, 11:43

US-Präsident Donald Trump ist dank König Charles III. Besitzer einer glänzenden Glocke, die seinen Namen trägt. Sie stammt von dem 1944 gebauten britischen U-Boot HMS «Trump», wie Charles bei einem Staatsbankett im Weissen Haus sagte. Das Geschenk solle als «Zeugnis der gemeinsamen Geschichte und der glänzenden Zukunft der beiden Nationen» dienen.

Auf der Glocke steht in grossen Buchstaben «TRUMP» sowie die Jahreszahl 1944. Der US-Präsident hat ein Faible dafür, seinen Namen auf verschiedenen Dingen verewigt zu sehen – so wie ursprünglich auf seinen Hotels und inzwischen auch auf einer Regierungswebseite für günstigere Medikamente namens TrumpRx sowie der «Trump Gold Card», mit der man für eine Million US-Dollar Bleiberecht in den USA bekommen soll.

Dass das alte britische U-Boot genauso hiess wie der aktuelle US-Präsident, ist ein Zufall. Die Namen aller U-Boote der T-Klasse fingen mit dem Buchstaben «T» an – und darunter war auch «Trump» (auf Deutsch: Trumpf).

Charles spricht Ukraine-Krieg an

König Charles brachte das Geschenk aber auch mit der militärischen Allianz zwischen den USA und Grossbritannien in Verbindung. Amerika habe eine entscheidende Rolle als Verteidiger der Freiheit in Europa gespielt – «und ich werde das nie vergessen», sagte der Monarch. Im nächsten Atemzug verwies er darauf, dass die Freiheit angesichts der russischen Invasion der Ukraine wieder angegriffen werde. Unter Trump wurde die US-Unterstützung für die Verteidigung der Ukraine stark zurückgefahren. Den Wortlaut des Teils seiner Rede vor dem Kongress im Video:

Video: ch media/Video Unit

Trump sagte seinerseits, Charles habe ihm zugestimmt, dass man nicht zulassen dürfe, dass der Iran eine Atomwaffe erlange. Der König äusserte sich in seiner Ansprache nicht dazu. Zwischen Washington und London hatte es in den vergangenen Wochen politische Spannungen gegeben, weil die britische Regierung nicht an der Seite der USA in den Iran-Krieg eingreifen wollte.

Scherz über Trumps East-Wing-Abriss

Charles erlaubte sich auch einen sanften Seitenhieb gegen Trump. Er komme nicht umher, die «Anpassungen» am Ostflügel des Weissen Hauses nach dem Besuch des US-Präsidenten auf Schloss Windsor zu bemerken, sagte er.

Trump hatte den East Wing in einer Blitzaktion abreissen lassen, um Platz für einen riesigen Ballsaal zu machen. «Ich bedauere es zu sagen, dass wir Briten natürlich 1814 unseren eigenen kleinen Versuch des Immobilien-Umbaus am Weissen Haus unternommen hatten», fuhr Charles fort. Damals hatte die britische Armee im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg das Weisse Haus angezündet.

Charles: Amerikaner würden «ohne uns Französisch sprechen»

Der König erinnerte zudem an Trumps Bemerkung, dass ohne die Rolle der USA im Zweiten Weltkrieg alle in Europa heute Deutsch sprechen würden. «Darf ich es wagen zu sagen, dass Sie ohne uns Französisch sprechen würden?», fragte Charles die Anwesenden. Vor den Briten hatte zunächst Frankreich Kolonien auf dem amerikanischen Kontinent gegründet. (sda/dpa)

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