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Gedenkkonzert für Prince war laut Angehörigen ein «Fiasko»

Gedenkkonzert für Prince war laut Angehörigen ein «Fiasko»

28.01.2017, 06:2428.01.2017, 08:02

Verwandte von Prince haben dessen Nachlassverwalter eine «katastrophale» Organisation des Konzerts zu Ehren des im April plötzlich verstorbenen Popstars vorgeworfen. Sie klagen vor einem New Yorker Gericht.

Laut der Klage werfen die Schwester des Sängers, Tyka Nelson, und sein Halbbruder Omarr Baker dem Bremer Trust unter anderem vor, eine unerfahrene Agentur mit der Organisation des Gedenkkonzerts betraut zu haben.

Als diese sich wenige Wochen vor dem Termin zurückzog, habe schliesslich ein Berater des Trusts, der Anwalt Londell McMillan, die Organisation übernommen. Dadurch sei die Veranstaltung zu einem «Fiasko» geworden, erklärten sie.

Zudem wüssten sie bis heute nicht, was mit den Einkünften aus dem Ticketverkauf, den Parkgebühren, den Filmrechten und der Vermarktung von Prince-Souvenirs geschehen sei, hiess es in der Klage weiter.

An Überdosis gestorben

Prince war im April mit 57 Jahren an einer versehentlichen Überdosis eines Schmerzmittels gestorben. Sein Gedenkkonzert fand ein halbes Jahr später in St. Paul in seinem Heimatstaat Minnesota statt, allerdings in deutlich kleinerem Rahmen als ursprünglich geplant.

Neben Stevie Wonder traten vor allem alte Freunde und Weggefährten auf wie etwa Morris Day oder die «Königin des Funk», Chaka Khan. Den Auftakt gab der damalige US-Präsident Barack Obama als Überraschungsredner per Video-Schalte.

Tyka Nelson und Omarr Baker warfen nun Anwalt Londell McMillan vor, aus dem Konzert «grossen Profit» geschlagen zu haben. Dieser sprach von «falschen Anschuldigungen». Prince, der selbst keine Kinder hatte, hinterliess kein Testament.

(sda/afp)

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