International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Police investigate at a Planned Parenthood clinic and area around the building north of a strip mall early Saturday, Nov. 28, 2015, in northwest Colorado Springs, Colo. A gunman who opened fire inside a Planned Parenthood clinic was arrested Friday after engaging in gun battles with authorities during an hourslong standoff that killed three people and wounded nine others, officials said.  (AP Photo/David Zalubowski)

Ein Einsatzwagen der Polizei vor der Abtreibungsklinik.
Bild: David Zalubowski/AP/KEYSTONE

3 Tote und 9 Verletzte bei Schiesserei in US-Abtreibungsklinik



Ein bewaffneter Angreifer hat in einer Abtreibungsklinik in den USA drei Menschen getötet und neun weitere verletzt. Der Schütze, ein mutmasslicher Abtreibungsgegner, verschanzte sich am Freitag mehrere Stunden lang in der Klinik im Bundesstaat Colorado und lieferte sich Schusswechsel mit der Polizei.

Der 57-Jährige hatte die Klinik der Familienplanungsorganisation Planned Parenthood in Colorado Springs am Freitagmittag (Ortszeit) mit einem Sturmgewehr betreten. Viele Menschen konnten aus dem Gebäude fliehen, andere fanden in einem Sicherheitsraum Zuflucht. Der Angreifer, der zwischenzeitlich 24 Menschen als Geiseln genommen hatte, ergab sich schliesslich nach mehr als fünfstündiger Belagerung und wurde festgenommen.

Täter war Abtreibungs-Gegner

Bei den Toten handelt es sich um zwei Zivilisten und einen Polizisten. Fünf seiner Kollegen und vier weitere Menschen wurden verletzt. Bürgermeister John Suthers sprach von einer «schrecklichen Tragödie».

Die Polizei äusserte sich zunächst nicht über die Hintergründe der tödlichen Schiesserei. Die Chefin von Planned Parenthood of the Rocky Mountains, Vicki Cowart, erklärte unter Berufung auf Augenzeugen, der Schütze habe die Tat verübt, weil er ein Gegner «sicherer und legaler Abtreibungen» sei.

Planned Parenthood bietet neben Vorsorgeuntersuchungen unter anderem Abtreibungen an und wird dafür von erzkonservativen Kreisen in den USA angefeindet. Im Juli veröffentlichten Abtreibungsgegner heimlich aufgenommene Videos, in denen Mitarbeiter angeblich über den Verkauf von Organen und Gewebe abgetriebener Föten sprachen. Planned Parenthood wies die Vorwürfe strikt zurück.

Abtreibungsgegner in den USA greifen oft zu Gewalt

Wie der Nachrichtensender NBC News unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtete, erwähnte der Angreifer diese Videos nach seiner Festnahme. Er soll «Keine Baby-Teile mehr» gesagt haben. Der 57-Jährige wurde von US-Medien als Einzelgänger beschrieben und war der Polizei lediglich wegen kleinerer Delikte bekannt.

Radikale Abtreibungsgegner in den USA griffen in den vier vergangenen Jahrzehnten immer wieder zu gewaltsamen Mitteln. Die Nichtregierungsorganisation National Abortion Federation verzeichnete seit Mitte der 70er Jahre mehr als 200 Bomben- und Brandanschläge auf Abtreibungskliniken. Im Mai 2009 war im Bundesstaat Kansas der Abtreibungsarzt George Tiller erschossen worden.

Kampf seit 42 Jahren

Der Supreme Court hatte vor 42 Jahren in einer Grundsatzentscheidung den Schwangerschaftsabbruch in den USA legalisiert. Seitdem kämpfen konservative Gruppen, Kirchen und Politiker dafür, die Entscheidung wieder rückgängig zu machen. Die Republikaner im US-Kongress versuchten mehrfach, Planned Parenthood die staatlichen Zuschüsse zu streichen. (egg/sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

40
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

57
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

48
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

25
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

95
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

43
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

157
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

46
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

219
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

40
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

57
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

48
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

25
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

95
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

43
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

157
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

46
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

219
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Was tun mit Schweizer IS-Kämpfern? 6 Antworten zu einem ungelösten Problem

Berichte über einen Aargauer IS-Terroristen entfachen die Debatte neu: Was tun mit Landsleuten, die in den Dschihad zogen? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Die Schlagzeilen sind verstörend: «Aargauer leitete IS-Foltergefängnis in Syrien», «Dieser Schweizer plante die Pariser Terrornacht», «Aargauer soll Attentäter von Paris trainiert haben».

Verschiedene Medienhäuser berichteten am Donnerstag über den 32-jährigen Aargauer Thomas C., der sich 2013 der Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) anschloss und dort führende Funktionen übernommen haben soll – darunter die Ausbildung der Dschihadisten, die vor vier Jahren in Paris eine Anschlags-Serie …

Artikel lesen
Link zum Artikel