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USA: US-Gouverneure kritisieren Trumps Pläne für Grönland Pläne

US-Gouverneure kritisieren Trumps Pläne für Grönland

21.01.2026, 12:5921.01.2026, 12:59

Mehrere US-Gouverneure haben sich besorgt über Donald Trumps Besitzansprüche auf Grönland gezeigt.

«Das Grönland-Vorgehen des Präsidenten ist total bescheuert», sagte der demokratische Gouverneur des Bundesstaates Kentucky, Andy Beshear, beim Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos. Innerhalb eines Jahres habe Präsident Trump die USA vom Anführer der freien Welt zum «Rüpel auf dem Schulhof» gemacht. Die US-Amerikaner seien gegen eine Übernahme Grönlands.

Auch Gretchen Whitmer, demokratische Gouverneurin des Bundesstaates Michigan, zeigte sich über den aussenpolitischen Kurs der Vereinigten Staaten besorgt. «Wir sind erst im ersten Jahr einer vierjährigen Amtszeit, und das Ausmass des angerichteten Schadens wird uns noch sehr lange belasten», sagte sie.

FILE - Michigan Gov. Gretchen Whitmer gives a policy speech at an event, April 9, 2025, in Washington. (AP Photo/Mark Schiefelbein, File)
Gretchen Whitmer
Gretchen Whitmer ist demokratische Gouverneurin aus dem Bundesstaat Michigan.Bild: keystone

Selbst der republikanische Gouverneur des Bundesstaates Oklahoma, Kevin Stitt, gab zu: «Die Sache mit Grönland ist schon etwas seltsam, denn wir können ja bereits Militärbasen auf Grönland errichten.»

Oklahoma Gov. Kevin Stitt speaks during the Annual Meeting of the World Economic Forum in Davos, Switzerland, Wednesday, Jan. 21, 2026. (AP Photo/Markus Schreiber)
Switzerland Davos
Der Gouverneur von Oklahoma, Kevin Stitt.Bild: keystone

Trump begründet Grönlandanspruch mit Sicherheit

Trump hatte zuletzt immer wieder klargemacht, die zu Dänemark gehörende Insel Grönland übernehmen zu wollen. Sie sei «von entscheidender Bedeutung» für die internationale Sicherheit und die nationale Sicherheit der USA. Er will Dänemark dazu bringen, den USA die Arktisinsel zu verkaufen. Deutschland und weitere Staaten hatten daraufhin als Zeichen der Solidarität mit Dänemark Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland geschickt.

Der Republikaner kündigte dann am Samstag an, ab dem 1. Februar Strafzölle auf Waren aus Deutschland und anderen europäischen Nato-Ländern zu verhängen. Damit will er den Widerstand gegen einen Verkauf Grönlands an die USA brechen. Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen sich dagegen wehren – am Donnerstag wollen sie in Brüssel über mögliche Gegenmassnahmen beraten. Noch am heutigen Mittwoch wird Trump in Davos erwartet, wo er eine Rede halten möchte. (sda/dpa)

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