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US-Beamter behauptet, bereits öfter teleportiert worden zu sein

US-Beamter behauptet, bereits öfter teleportiert worden zu sein

Ein Spitzenbeamter in den USA erregt Aufsehen. Gregg Phillips behauptet, schon mehrfach teleportiert worden zu sein.
23.03.2026, 15:0023.03.2026, 15:00
Finn Michalski / t-online
Ein Artikel von
t-online

Im vergangenen Dezember wurde eine Leitungsstelle in der US-Krisenmanagementbehörde FEMA neu besetzt. Mitten in einem stürmischen Winter in den USA vergab die Trump-Administration den wichtigen Posten an Gregg Phillips, einen Aktivisten aus der rechten Szene mit wenig bis keiner Vorerfahrung im staatlichen Krisenmanagement, dafür aber umso mehr Erfahrung als Gast in ultrarechten Podcasts des Landes, in denen er unter anderem von seinen Erfahrungen mit Teleportation berichtete.

Homeland Security Secretary Kristi Noem holds a news conference on the shooting death of a Minneapolis man by federal agents in Minnesota Homeland Security Secretary Kristi Noem holds a news conferenc ...
Gregg Phillips (rechts) hinter der ehemaligen Heimatschutzministerin Kristi Noem während einer Pressekonferenz.Bild: www.imago-images.de

Die Besetzung stiess in der US-Behörde auf gewaltige Skepsis. Phillips hätte in seiner neuen Position entscheidende Kompetenzen bei der Koordinierung von Bergungs- und Suchoperationen im Katastrophenfall, beim Schutz kritischer Infrastruktur sowie bei der Verfügung über Milliardenbeträge an staatlichen Hilfszahlungen. Im Gespräch mit dem US-Nachrichtensender CNN berichteten nun zahlreiche Mitarbeitende der Behörde, dass Phillips entgegen ihrer anfänglichen Erwartungen durch seine pragmatische Arbeitseinstellung einen guten Job gemacht habe.

Trotz allem bleibt die Kritik an Phillips deutlich. Eine umfassende Recherche von CNN zeigte, dass Phillips sich wiederholt öffentlich gewaltverherrlichend geäussert, regelmässig Verschwörungstheorien verbreitet und mehrfach behauptet hat, «zwangsteleportiert» worden zu sein. Phillips ist zudem ein treuer Anhänger der Erzählung, dass die Präsidentschaftswahl 2020 manipuliert worden sei. Über den damaligen Wahlsieger und Ex-Präsidenten Joe Biden sagte Phillips im vergangenen Jahr in einem Podcast, dieser sei «ein widerlicher, beschissener Mensch und verdiene den Tod. Ich hoffe, er stirbt.»

Behörde: «Kaum der Rede wert»

In der Behörde wolle man sich auf Phillips’ Arbeit konzentrieren. Ein Sprecher des Katastrophenschutzes reagierte auf den CNN-Bericht mit den Worten: «Das ist so absurd, dass es kaum der Rede wert ist.» Viele der Äusserungen Phillips’ seien aus dem Kontext gerissen worden oder handelten von informellen, persönlichen, teils spirituellen Wahrnehmungen des Bundesbeamten, so die Behörde weiter.

Phillips soll am kommenden Mittwoch vor dem Ausschuss für Innere Sicherheit des Repräsentantenhauses im Rahmen einer Anhörung zu den Auswirkungen der Stilllegung des Heimatschutzministeriums aussagen.

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Walter Sahli
23.03.2026 15:29registriert März 2014
Wer kennt es nicht: Da schädelt man sich in der Bar ordentlich Schnaps rein und das Nächste, das man wieder weiss, ist, dass man vollgekotzt vor der eigenen Haustüre liegt. Dies nun Teleportation zu nennen, finde ich etwas übertrieben.
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Chummerbueb
23.03.2026 15:43registriert November 2015
Nein, nein, der Typ hat scjon recht! Je nach Ausgang bin ich auch schon aufgewacht und wusste nicht wie ich ins Bett kam. Je nach Substanz, welche man als „Portal“ beutzt, dürfte die Erfahrung noch viel intensiver sein.
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Mr. Feinripp
23.03.2026 15:50registriert März 2022
Der Typ hat mehr oder weniger zugegeben sich mit irgendwas zuzudröhnen und dann noch Auto zu fahren (DUI). Einmal sei er im Graben neben einer Kirche gelandet, was sozusagen ein Zeichen Gottes war. Ja nee, ist klar 😬
Die Polizei an seinem Wohnort sollte ihn mal ab und zu pusten lassen.
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