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Unwetter und Saharastaub auf Kreta: «Die Insulaner tun uns leid»

Unwetter und Saharastaub auf Kreta: «Die Insulaner tun uns leid»

In der Ägäis herrscht Wetteralarm: Starkregen, Orkanböen und Saharastaub setzen Teilen Griechenlands zu. watson-Leser vor Ort berichten.
03.04.2026, 11:3403.04.2026, 11:34

In Griechenland haben Unwetter grosse Schäden verursacht und dabei mindestens einen Menschen getötet. Besonders betroffen waren die südliche Ägäis und die Region um Athen.

Das Schweizer Ehepaar Elsbeth und Urs Hunziker befindet sich seit letztem Wochenende auf der griechischen Insel Kreta. Sie berichten gegenüber watson: «Im Moment herrscht hier Wetter wie im Winter. Stürme wie diese gab es hier auf Kreta seit 20 Jahren nicht mehr.»

Unwetter auf Kreta
Ansichten von Mirtos, Kreta, und Umgebung.Bild: zvg/Urs Hunziker
Stürme auf Kreta
Ansichten von Mirtos, Kreta, und Umgebung.Bild: zvg/Urs Hunziker

Auf Kreta sowie den Kykladeninseln Santorini, Naxos und Mykonos brachten starke Südwinde Saharastaub. Der Staub färbte den Himmel teilweise tiefrot und schränkte die Sicht deutlich ein.

«Die InsulanerInnen tun uns so leid», sagt Elsbeth Hunziker. «Für Ostern haben sie alles herausgeputzt, dekoriert und waren bereit, die Touristinnen und Touristen zu verwöhnen.» Doch dann seien der Sturm und der Saharastaub gekommen. «Und alles ist überpudert und die Reinigungsarbeiten beginnen wieder von vorne...»

Saharastaub auf Kreta: Schweizer auf Kreta erzählen
Saharastaub auf Kreta. Bild: zvg/urs hunziker

Die Bilder aus Kreta gehen derzeit um die Welt. Der Saharastaub sorgte für eine spezielle Stimmung, in dem er den Himmel teilweise komplett rot färbte.

Saharastaub auf Kreta: Schweizer auf Kreta erzählen
Bild: zvg/urs hunziker

Meteorologen erwarten derweil weiterhin kräftige Regenfälle, Gewitter und örtlich Hagel. Für Kreta gilt eine erhöhte Unwetterwarnung. Eine Entspannung wird erst für Freitagabend erwartet.

Video: watson/nina bürge

Ein Toter in Athen

Auf Rhodos rückte die Feuerwehr mehr als 50 Mal aus, vor allem wegen umgestürzter Bäume, wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet. Auch Stromleitungen, Laternen und Boote wurden beschädigt. Der Zivilschutz habe Bewohner und Touristen per SMS dazu aufgerufen, ihre Bewegungen einzuschränken.

In einem Vorort von Athen kam es zudem zu Überschwemmungen. Ein Mann kam ums Leben, nachdem ihn Wassermassen mitgerissen und unter einem Auto eingeklemmt hatten. Der Fährverkehr wurde in vielen Teilen des Landes eingestellt. Mindestens zehn Flüge nach Rhodos wurden am Mittwoch gestrichen oder umgeleitet, inzwischen läuft der Luftverkehr wieder weitgehend normal.

(lak, mit Material der Nachrichtenagentur DPA via aargauerzeitung.ch)

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