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Venezuela

Maduro nicht an Uno-Vollversammlung – er schickt zwei Stellvertreter

Maduro geht nicht zur Uno-Vollversammlung – er schickt zwei Stellvertreter

13.09.2019, 10:1213.09.2019, 10:12
Venezuela's President Nicolas Maduro addresses the UN Human Rights Council, during the special meeting of the Human Rights Council, at the European headquarters of the United Nations, in Geneva,  ...
Nicolás MaduroBild: KEYSTONE

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro wird nach eigenen Angaben dieses Jahr nicht an der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York teilnehmen. Stattdessen werden seine Stellvertreterin Delcy Rodríguez und Aussenminister Jorge Arreaza anreisen, um «die Stimme und die Wahrheit des venezolanischen Volkes» dort hinzutragen, wie Maduro am Donnerstag (Ortszeit) vor Mitgliedern der Jugendorganisation seiner sozialistischen Partei in Caracas sagte.

In New York werden die beiden Millionen Unterschriften gegen die US-Wirtschaftssanktionen vorlegen, wie Maduro in einem Tweet schrieb.

Der seit 2013 regierende Staatschef liefert sich seit Monaten mit dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó einen Kampf um die Macht in dem ölreichen, aber von einer politischen und wirtschaftlichen Krise gezeichneten Land. Millionen Menschen haben das Land bereits wegen des Mangels an Nahrungsmitteln und des angespannten politischen Klimas verlassen. Guaidó wird unter anderem von den USA unterstützt. Viele Länder haben ihn bereits als legitimen Übergangsstaatschef anerkannt, in Venezuela selbst allerdings sitzt Maduro weiter fest im Sattel.

Venezuela: Wie Maduro in nur sechs Tagen das Parlament kaltstellte

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Venezuela: Wie Maduro in nur sechs Tagen das Parlament kaltstellte
545 neu gewählte Mitglieder der Verfassungsgebenden Versammlung kamen am Freitag zusammen - alles Getreue Präsident Nicolás Maduros, dem Sieger einer turbulenten Woche. Sie zogen ins Parlament ein, in dem eigentlich die Opposition das Sagen hat. Nun ist sie kaltgestellt - in nur sechs Tagen.
quelle: ap/ap / ariana cubillos
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Die Uno-Vollversammlung beginnt am 17. September. Für den 26. September war Maduros Rede eingeplant, wie aus dem Programm hervorgeht. «Ich war dort letztes Jahr», sagte Maduro vor den jungen Parteimitgliedern weiter. «Dieses Jahr werde ich hierbleiben und mit Euch hier in Venezuela arbeiten.» (aeg/sda/dpa)

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Demonstrationen in Caracas
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Demonstrationen in Caracas
In den Strassen von Caracas fand gestern eine gigantische Demonstration statt.
quelle: epa/efe / miguel gutierrez
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«Leute sterben in Spitälern»
Video: srf
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Die Schweiz steht am häufigsten am Uno-Folter-Pranger – die Sonntagsnews
Die Titlis-Bahnen haben eine frühere Nachrüstungsempfehlung des Gondel-Herstellers Garaventa nicht umgesetzt und die Schweiz ist weltweit am häufigsten mit Folter-Beschwerden bei der Uno konfrontiert – die Sonntagsnews.
Die Schweiz ist laut einer Auswertung der «SonntagsZeitung» weltweit am häufigsten mit Folter-Beschwerden bei der Uno konfrontiert gewesen. Sie habe sich in den letzten Jahren 133 Mal vor dem Uno-Ausschuss gegen Folter verantworten müssen. Die meisten Klagen stammten von abgewiesenen Asylsuchenden, die ihre Ausschaffung verhindern wollten und Foltergefahr geltend machten. Laut dem Staatsrechtsprofessor Markus Schefer von der Uni Basel bedeute dies nicht, dass es in der Schweiz besonders viele Menschenrechtsverstösse gebe. Vielmehr zeige die hohe Zahl, dass das Rechtssystem hierzulande funktioniere. «Es lohnt sich hier, eine Beschwerde einzureichen, weil die Entscheide der Uno hier ernst genommen werden», sagte Schefer zur «SonntagsZeitung». Ein weiterer Grund für die vielen Beschwerden sei die hohe Dichte an NGOs und spezialisierten Anwälten in der Schweiz sowie, dass Uno-Menschenrechtsverfahren hier relativ gut bekannt seien.
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