International
Verbrechen

Spielsüchtige Nonne (79) veruntreut Hunderttausende Dollar

Trotz Armutsgelübde: Spielsüchtige Nonne (79) veruntreut Hunderttausende Dollar

10.06.2021, 07:2510.06.2021, 07:25

Eine spielsüchtige Nonne in Kalifornien soll über Jahre hinweg Hunderttausende Dollar veruntreut haben, um damit Kasino-Besuche und andere Privatausgaben zu bestreiten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Los Angeles wurde die 79-Jährige diese Wochen wegen Geldwäsche und Betrugs angeklagt. Demnach habe sie gestanden, mehr als 835'000 Dollar in die eigene Tasche gesteckt zu haben.

Nonne
Die Nonne, die einst ein Armutsgelübde ablegte, ist jetzt im Ruhestand. (Symbolbild)Bild: Shutterstock

Die langjährige Rektorin einer katholischen Grundschule in der Stadt Torrance (US-Staat Kalifornien) unterschlug über zehn Jahre hinweg Schul- und Spendengelder und fälschte die Rechnungsbücher. Das Defizit fiel erst viel später bei einer Überprüfung auf. Die Nonne, die einst ein Armutsgelübde ablegte, ist jetzt im Ruhestand.

Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft gab die Frau an, mit dem veruntreuten Geld «grosse Glücksspielausgaben» und Kreditkartenschulden bezahlt zu haben. Nach Angaben ihrer Anwälte wolle die Nonne vollauf mit den Behörden kooperieren, berichtete die «New York Times» am Mittwoch. Sie bereue ihre Tat. Die Anwälte erklärten, die Frau habe ihr ganzes Leben lang Anderen geholfen, später aber psychische Probleme entwickelt, die ihr Urteilsvermögen getrübt hätten.

Am 1. Juli muss die 79-Jährige wieder vor Gericht erscheinen. Die beiden Vergehen könnten nach Angaben der Anklage mit einer Haft von maximal 40 Jahren belegt werden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Eine Internet-Challenge für Leute, die gerne Gemüse mampfen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Frankreichs Studierende zahlen für Mensa-Menü 1 Euro – das wird jetzt zum Problem
Frankreichs Uni-Mensen stehen seit der Einführung eines 1-Euro-Essens für alle Studierenden zunehmend unter Druck. Es herrscht ein grosser Andrang: Seit diesem Semesterbeginn wurden 48 Prozent mehr Mahlzeiten serviert als zum Semesterbeginn 2025, wie die Dachorganisation der Studierendenwerke Cnous am Freitag mitteilte. Dies entspreche einer Anzahl von 1,3 Millionen Portionen. «Die Studierendenwerke haben ihre Produktions-, Lager- und Servicekapazitäten auf das Maximum ausgebaut, um möglichst vielen Studierenden eine Mahlzeit anbieten zu können», hiess es.
Zur Story