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Bild: shutterstock/ the case breakers/ watson

Zodiac-Killer soll enttarnt worden sein – doch es gibt Zweifel

Eine Gruppe von Ermittlerinnen und Ermittler glauben, den Zodiac Killer identifiziert zu haben. Es handelt sich um den im Jahr 2018 verstorbenen Gary F. Poste.
08.10.2021, 22:33

Zwischen 1962 und 1970 wurden in der San Francisco Bay Area, USA mehrere Menschen von dem sogenannten Zodiac-Killer ermordet. Quellen sprechen von fünf bis 37 Opfer.

Nun – 52 Jahre später – glaubt eine Gruppe von ehemaligen Ermittelnden, das Geheimnis um den Täter gelüftet zu haben. Laut den neuen Erkenntnissen soll Gary Francis Poste die grausamen Taten begangen haben. Über sein Privatleben ist nicht viel bekannt. 2018 soll der damalige Soldat im Alter von 80 Jahren verstorben sein.

So will die Gruppe, die sich selbst «The Case Breakers» nennt, die Identität des Zodiac-Killer herausgefunden haben:

Narben auf der Stirn

Die Polizeizeichnung ist wohl der bekannteste Hinweis auf den kalifornischen Serienmörder. Auf dem Fahndungsbild sind mehrere Narben auf der Stirn des Mörders zu sehen, welche von einer Operation, folglich eines Autounfalls stammen. Dieser Unfall soll sich im Jahr 1959 ereignet haben. Die Narben sind auf allen Fotos von Poste zu erkennen. Dass der Zodiac diese Narben hat, wurde von mehreren Augenzeugen, inklusive eines Polizisten, bestätigt.

1963 war Poste 25 Jahre alt.
1963 war Poste 25 Jahre alt.
Bild: the case breakers
Gary F. Poste durch die Jahre.
Gary F. Poste durch die Jahre.
Bild: the case breakers

Fundstücke an einem Tatort im Oktober 1966

An einem Tatort im Jahr 1966 wurden verschiedene Gegenstände gefunden, die auf Gary F. Poste als Täter hinweisen. Darunter eine Uhr, von der geglaubt wird, dass sie in einer Militärbasis gekauft wurde. Poste wurde in den 1960ern in einem Veteranen-Spital nur 15 Minuten vom Tatort aufgrund einer Schusswunde behandelt. Auf der Uhr fanden die Ermittler Farbspritzer. Poste arbeitete, nach seiner Entlassung aus dem Militär, über 40 Jahre als Maler.

Am gleichen Tatort wurden Abdrücke eines Stiefels gefunden, welche von einem Militärstiefel stammen. Die gleichen Schuhabdrücke wurden an drei anderen Tatorten gefunden. Die Schuhgrösse stimmt mit der von Poste überein.

Als das Opfer gefunden wurde, hielt sie vier braune Haarsträhnen in den Händen. Postes Haarfarbe ist ebenfalls braun. Das Verfahren DNA zu testen, wurde erst in den 80er Jahren entwickelt. Die Haare wurden im Jahr 2000 auf DNA getestet. Dadurch konnte ein damaliger Verdächtiger ausgeschlossen werden. Von Poste gibt es keine DNA-Spuren, die verglichen werden könnten.

Mit den Narben auf der Stirn sind das fünf Beweise, die alle auf Poste als Täter hinweisen. Ein Geständnis, das die Polizei einen Monat nach der Tat zugeschickt bekam, enthielt exakt gleiche Worte, die später entschlüsselte Kryptogramme des Zodiacs. Für die Ermittler sind das nun sechs zum Zodiac passende Zufälle, die sich nicht ignorieren lassen.

Kryptogramme

Bild: keystone

Der Zodiac-Killer verspottete die Öffentlichkeit und vor allem die Polizei, mit seinen verschlüsselten Nachrichten. Eine verschlüsselte Nachricht, auch bekannt als «340 Cipher», schickte der Zodiac-Killer 1969 an die Zeitung San Francisco Chronicle. Diese Nachricht wurde 2020 von Amateur-Detektiven entschlüsselt.

Wie das Kryptogramm entschlüsselt wurde. (englisches Video)

Die 408-Cipher sagte unter anderem: «I like killing because it is so much fun». («Ich töte gerne, weil es so viel Spass macht»). Ermittler haben nun eine weitere Nachricht entschlüsselt: Der Code für die Entschlüsselung und zum Verständnis der Nachricht war Postes voller Name.

In seinen verschlüsselten Nachrichten nannte Poste sich nicht nur der Zodiac, sondern malte neben den Kryptogrammen auch folgendes Symbol:

Diese Zeichnung
Diese Zeichnung
Bild: shutterstock

Die Ermittlungen sind somit bis auf Weiteres abgeschlossen. Jedenfalls, bis neue Beweise zum Vorschein kommen. Es gibt allerdings auch Zweifel daran, dass Gary Poste der Zodiac-Killer war. Der Computerfachmann David Oranchak, der bei der Entschlüsselung von Chiffre 340 beteiligt war, hält es für unwahrscheinlich, dass das Anagramm die Identität von Zodiac entziffert. «Der Fall Zodiac bleibt offen», teilten die Justizbehörde mit.

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